ISN beim Tag der offenen Tür der EGO: 40 Jahre Qualitätsfleisch
EGO steht seit 40 Jahren für Qualitätsfleisch - Erzeugergemeinschaft Osnabrück startete 1969 mit geschlossener Produktionsweise – Große Eichenhof-„Familie“ bürgt für Einhaltung der strengen EGO-Richtlinien
Am Sonntag, dem 6. September 2009, feierte die EGO ihr 40-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür auf dem Betriebsgelände in Georgsmarienhütte. Auch eine Besichtigung des Schlachthofs wurde angeboten. Eine ausgewiesene Route mit 15 Infotafeln erklärte den Besuchern den Ablauf der Produktion, so dass die Besichtigung auch ohne Führung möglich war. Neben modernen Transportmitteln der EGO war auf dem Hof der weltweit größte Barbeque-Truck mit amerikanischer Zugmaschine und zwei Smokern zu besichtigen. Kulinarische Köstlichkeiten rundeten das Programm ab.
Zu den Gästen bei der Festveranstaltung und dem Tag der offenen Tür zählten unter anderem ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes, Geschäftsführer Detlef Breuer und Ulrich Pohlschneider (ISN-Referent Politik/Markt).
Bereits seit 40 Jahren ist die Erzeugergemeinschaft Osnabrück (EGO) eine Konstante in der wechselhaften Geschichte der deutschen Fleischerzeugung. Seit ihrer Gründung im Jahr 1969 setzt sie auf ein „geschlossenes System“ in der Erzeugung ihres Schweine- und Rindfleischs unter der Marke Eichenhof:
Alle Schritte von der Futtermittelbeschaffung bis zur Belieferung der Fleischerei-Fachgeschäfte liegen in den Händen der EGO. Die EGO vertraute von Anfang an darauf, dass sich Qualität in der Fleischproduktion auszahlen würde. Rudolf Festag, seit 1997 Geschäftsführer der EGO, sagte stolz: „Die EGO arbeitet jetzt seit 40 Jahren in einer vollständigen Produktionskette – und ist damit wirtschaftlich erfolgreich. Der damit erworbene Wissens- und Erfahrungsschatz spiegelt sich letztlich in einer hervorragenden Fleischbeschaffenheit wider.“
Die meisten EGO-Mitglieder kennen sich persönlich. Viele der derzeit rund 500 landwirtschaftlichen Betriebe aus dem Osnabrücker Land und 200 Fleischerei-Fachgeschäfte in ganz Deutschland sind bereits seit den Anfängen der Genossenschaft dabei und wurden inzwischen an die nächste Generation übergeben, die die besondere EGO-Philosophie fortführt. Neue Landwirte oder Futtermittelerzeuger werden nur nach strenger Prüfung aufgenommen.
Rudolf Festag erläuterte: „Jedes Mitglied haftet mit seinem Namen und mit seinem eingelegten Kapital dafür, dass es unsere Richtlinien einhält.“
Das höchste Gebot der EGO-Philosophie lautet: Die Tiere sollen sich wohl fühlen. So darf der Transportweg 80 km nicht überschreiten, um eine unnötige Belastung der Tiere zu vermeiden. Alles von der gemeinsamen Futtermittelbeschaffung über die Überwachung der Tiergesundheit bis zum Transport organisiert und dokumentiert die EGO zentral. Sogar eigene Ferkel werden in der zur EGO gehörenden Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel (EGF) erzeugt und aufgezogen, so dass die EGO auch hier keine Fremdtiere kaufen muss. Aufgrund dieser geschlossenen Produktionsweise kann die EGO die Verkaufsware beim Eichenhof-Fleischer transparent bis zum Stall zurückverfolgen.
Auch Schlachtung und Zerlegung liegen in den Händen der EGO. Im eigenen Schlachthof in Georgsmarienhütte werden die Schweine und Rinder nach handwerklicher Tradition schonend verarbeitet. Mit etwa 500.000 Schweinen im Jahr liegt die EGO dabei mit Absicht weit unter den Schlachtzahlen anderer Fleischproduzenten. Denn so kann jeder Produktionsschritt intern und extern genau überprüft werden und die Anforderungen an den Tierschutz gewährleistet werden.

Das Ergebnis ist eine herausragende Fleischqualität. Die Marke „Eichenhof“ wurde bereits 1983 als erstes Qualitätsfleischprogramm Deutschlands eingetragen. Dies war damals eine Pionierleistung, denn die meisten Verbraucher interessierten sich nicht für Aufzucht oder Fütterung der Tiere. Als bislang einziger Erzeuger erhielt die EGO 2002 das TÜV-Siegel „Lebensmittel TÜV-geprüft“. Viele Fleischerei-Fachgeschäfte haben sich für den Bezug von Eichenhof- Fleisch entschieden, weil sie neben einer hervorragenden Fleischbeschaffenheit auch individuelle Zuschnitte erhalten. Ihre Kunden wissen dies zu schätzen.
Seit 1991 gehört der Osnabrücker Bratwurst-Herstellungsbetrieb Kinnius zur EGO. Hier wird im Verbund mit den 500 Landwirten Eichenhof-Fleisch verarbeitet. Schritt für Schritt bereiten die Fleischermeister aus dem frischen Fleisch und sorgfältig ausgesuchten Gewürzen unwiderstehliche Spezialitäten wie verschiedene Bratwurst-Sorten und auch Kohlwurst zu.
Durch ihre besondere Philosophie hat sich die EGO einen Namen in der Fleischbranche gemacht. Verbände, Medien und andere Unternehmen verweisen auf Anfrage gerne auf die EGO als seriöse Adresse in der Fleischerzeugung. In der Region Osnabrück arbeitet die EGO seit Jahren eng mit anderen Erzeugergemeinschaften zusammen. Ziel ist es, durch Vernetzungen auf lokaler Ebene auch als kleinerer, qualitätsorientierter Anbieter im internationalen Umfeld bestehen zu können.

Auf Basis einer soliden Finanzsituation und gut zufrieden stellender Ergebnisse in den vergangenen Jahren wappnet sich die EGO für das immer schwieriger werdende Marktumfeld und mögliche Risiken wie Tierseuchen oder ein sich wandelndes Konsumverhalten. Neben dem bereits für Jahresende fest geplanten Ausbau des Schlachthofs stehen weitere Neuerungen an. „Um die Tiergesundheit und das Tierwohlbefinden noch weiter zu steigern, setzen wir uns dafür ein, dass die Forschungen in diesem Bereich vorangetrieben werden“, sagte Festag.













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