1. Internationale Fleischwoche in Bonn: Aktuelles rund um Schweinefleisch
Vom 17.- 20.11.09 fand die erste internationale Fleischwoche in Bonn statt. Veranstaltet wurde die Konferenz vom foodnetcenter der Universität Bonn und GIQS (Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung e.V.) im Rahmen des internationalen Projekts Q-PorkChains, das aus dem 6. Forschungsrahmenprogramm der EU finanziert wird. Für die ISN nahmen Detlef Breuer, Philipp Schulze-Esking und Jana Püttker teil.
Anschließend stellte Matilde Pineiro von der „Pig Champ pro Europa“ einen unspezifischen Schnelltest zur Ermittlung der Tiergesundheit über die „Konzentration von Akute Phase Proteinen“ vor. Das Akute-Phase-Protein Haptoglobin, das im Blut aller Säugetiere vorkommt, kann in diesem Zusammenhang als Hilfsmittel zur Beurteilung des aktuellen Gesundheitsstatus angesehen werden. Zu einer Erhöhung der Haptoglobinplasmaspiegel kommt es im Zuge von bakteriellen und viralen Infektionen sowie lokalen Entzündungen. Der Schnelltest befindet sich derzeit noch in der Testphase.
Am Mittwoch wurde die internationale Konferenz zum Thema „Verbesserung der Fleischqualität für den Verbraucher“ vor fast 200 Teilnehmern eröffnet.
Insgesamt wurden drei Tagungsschwerpunkte von den Vortragenden bearbeitet. Im ersten Abschnitt „Chain to consumer“ erläuterte Dr. Hermann Schlöder (BMELV) eine europäische Strategie für die internationalen Exportmärkte. Für die Westfleisch eG spiele in Zukunft die soziale Verantwortung dem Konsumenten gegenüber eine wichtige Rolle sagte Helfried Giesen. Tierschutz und –gesundheit (Westfalenpass) sowie Regionalität („Iss von hier“) sind einige Aspekte.
Immerhin 35% der Experten halten eine Systemumstellung erst langfristig bzw. gar nicht für realistisch. Als wichtig für die Lösung der mit der Ebermast verbundenen Probleme bezeichneten die Experten die Entwicklung einer Technik zur Identifizierung von Ebern mit Geruchsabweichungen. Die große Mehrheit der Befragten geht vielmehr davon aus, dass die Entwicklung entsprechender Technologien frühestens mittelfristig (bis 2019) realisierbar ist.
Im dritten Themenkomplex wurden neue Zuchtmethoden (Molekulare Marker in Schweinen) und die Nachhaltige Landwirtschaft vorgestellt. Es schloss sich eine Diskussion mit den Projektpartner an. In den folgenden Tagen fanden interne Workshops des Q-Pork-Chain Projektes statt.
















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