ISN auf Fachexkursion durch das WeserBergland
Im Juni führte eine Fachexkursion den Vorstand, Beirat sowie die Geschäftsstelle der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands durch das Weserbergland.
Die Rundreise begann mit einer Besichtigung des Unternehmens Vilomix an Ihrem Standort in Hessisch-Oldendorf. Der Geschäftsführer der Firma Vilomix, Dr. Andreas Dreishing, empfing die Schweinehalter mit einem köstlichen Mahl. Das Unternehmen hat an diesem Standort im Jahr 1993 die Firma Cimbria als zweite Betriebsstätte übernommen, da Bedarf an Produktionskapazität bestand.
Bei Vilomix werden im 2-Schichtsystem Mineralfutter-Premixe, Leckmassen und aktuell besonders beliebt, Vitamin-E-Pulver hergestellt. Ca. 65% der hergestellten Produkte werden für Schweine hergestellt, der Rest für Rinder, Geflügel, aber auch Haustiere. Der Vertrieb der Produkte erfolgt überwiegend an den Landhandel, daneben beschäftigt das Unternehmen rund 20 Außendienstmitarbeiter. Rund 3 % der Produkte gehen in den Export, berichtete Dr. Dreishing.
Anschließend wurden die Gäste vom Standortleiter Andreas Rinne und Dr. Dreishing durch die Produktionsstätten geführt.
Am Nachmittag folgte eine Kanutour auf der Weser bei herrlichstem Sonnenschein.
Der nächste Tag begann mit einer ausführlichen Stadtführung durch Hameln. Zu Fuß erkundeten die Schweinehalter, die spannendsten Gebäude und Geschichten dieser historischen Stadt. Das älteste Haus der Stadt wurde ca. 1357 erbaut erbaut und beherbergt heute eine Apotheke. Interessiert ließen sie sich die Legende vom Rattenfänger von Hameln erzählen.
Ein Höhepunkt der Stadterkundung war der Besuch des örtlichen Wasserkraftwerkes. Herr Wolfgang Ortmann erläuterte, dass mit dem Kraftwerk eine Strommenge von 700 kw/h erzeugt wird. Damit kann der Jahresstrombedarf von rund 3.700 Haushalten gedeckt werden. Problematisch mit der Stromerzeugung werde es jedoch bei Hochwasser, wenn die für das Wasser zu überwindende Fallhöhe unter 1m liegt, reiche der Antrieb für das Laufrad nicht mehr aus und das Kraftwerk könne nicht mehr betrieben werden. Der Strom wird direkt eingespeist und das Werk erhält aktuell einen Preis von 6,8 Cent/kwh.
Nach dem Mittagessen besichtigten die ISN-Reisenden die Kampfmeyer Wesermühlen, ebenfalls in Hameln. Herr Renken führte die Schweinehalter über das Außengelände der Mühle. In der Mühle werden 550 t Weizen, 100 t Roggen und 160/170 t Mais in 24 h vermahlen werden. Heute arbeiten dort ca. 60 Angestellte; vor 25 Jahren waren es noch rund 250 Beschäftigte. Die Ware wird von Hameln sogar bis nach Japan/Thailand und auf die Kanaren exportiert.
Am Nachmittag stand der Besuch des Betriebes von ISN-Vorstandsmitglied Friedrich Hake auf dem Programm. Friedrich Hake bewirtschaftet einen Betrieb mit 1200 Ferkelaufzuchtplätzen, seine Frau Beate hat daneben einen biologisch bewirtschafteten Marktfruchtbetrieb. Die Region zeichnet sich durch sehr gute Böden aus, mit bis zu 90 Bodenpunkten. Interessiert zeigten sich die Schweinehalter an den Outdoorferkelhütten, in denen Friedrich Hake über einige Zeit versucht hat, Ferkel großzuziehen. Seine Erfahrung war jedoch, dass die gesundheitlichen Problem bei der Outdoor-Haltung zu groß sind.
Der Exkursion endete mit der Besichtigung einer Biogasanlage.

















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