ISN aktualisiert Berechnungen beim Europäischen Schweinepreisvergleich

Verschiebungen beispielsweise durch erneuerte MFA-Berechnungsbasis oder Anpassung der Masken
Für einen fairen Wettbewerb ist Markttransparenz nicht nur auf dem deutschen Schweinemarkt erforderlich, sondern bedingt durch die zunehmende Internationalisierung des gesamten Wirtschaftsbereiches auch auf dem europäischen Markt. Aus diesem Grund vergleicht die ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. seit 2004 wöchentlich die Schweinepreise verschiedener EU-Länder. Ein Vergleich der unbereinigten Notierungen ist nicht sinnvoll, da die Notierungen für Schlachtschweine in den einzelnen Ländern unterschiedlich ermittelt werden. Die Beantwortung der Frage, in welchem Land Schweinehalter aktuell den höchsten Preis erzielen, ist mit diesen Notierungen nicht bzw. nur eingeschränkt möglich.
Unterschiede gibt es bei der Ermittlung der Notierungen nicht nur beim Muskelfleischanteil, der Basis für die Abrechnungssysteme ist, sondern auch in punkto Ausschlachtungsgrad, Muskelfleischmessung, Bonuszahlungen, etc. In Dänemark zum Beispiel wird der Basispreis für 61% MFA berechnet. In Polen hingegen sind 52% MFA Berechnungsgrundlage.
Die Notierungen in Italien und Spanien erfolgen auf Lebendgewichtsbasis, während in den übrigen Ländern nach Schlachtgewicht abgerechnet wird.
Daher legt die ISN folgende Referenzwerte als Berechnungsbasis für die Korrekturen im europäischen Schweinepreisvergleich zugrunde: 79% Ausschlachtung, 56% MFA, netto und ab Hof der Landwirte.
In einigen Ländern haben sich die Notierungsgrundlagen in letzter Zeit geändert. So wurden beispielsweise in den Abrechnungsmasken unserer Nachbarn Niederlande, Österreich und Tschechien die Muskelfleischwerte an die in Deutschland üblichen 56% angepasst.
Aufgrund dieser Veränderungen gleicht die ISN zum Stichtag 01.August die Berechnungsformeln der betroffenen Länder im europäischen Schweinepreisvergleich an. Dies führt dazu, dass Länder, die ihre Masken hinsichtlich Muskelfleischprozenten nach oben korrigiert haben, im Vergleich zur deutschen korrigierten Notierung verlieren. Durch die Erhöhung der Muskelfleischprozente müssen Irland und Österreich die deutlichsten Rückgänge bei der korrigierten Notierung hinnehmen. Dänemark und Belgien gewinnen hingegen ein paar Cent hinzu, da dort die Bonuszahlungen erhöht wurden.
Die Veröffentlichung des europäischen Schweinepreisvergleiches der ISN erfolgt jeden Montag im ISN-Marktbericht und jeden Dienstag im www.schweine.net.
Kontakt:
Kerstin Burbank
ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V.
Kirchplatz 2
49401 Damme
Tel. 0 54 91 / 96 65 – 15
Fax 0 54 91 / 96 65 - 19
E-Mail:burbank@schweine.net










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