
Der Höhepunkt des närrischen Treibens in Damme, dem Sitz der ISN-Geschäftsstelle, ist der große Festumzug am Montag durch die kleine Stadt nördlich von Osnabrück.
Erwartet werden zum Dammer Carneval eine Woche vor dem eigentlichen Rosenmontag bis zu 100.000 Besucher. Dann begibt sich fast ganz Damme in „Schweinehalterhand“, denn das Gros der Wagen wird von Treckern hiesiger Bauern gezogen. Damit ist der Umzug der größte Norddeutschlands und verweist Osnabrück, Braunschweig und Berlin - nicht nur in der Schweinehaltung - auf die hinteren Plätze.
Jeder darf mitmachen. Schulen sind dabei, Vereine stellen kostümierte Gruppen auf oder schmücken einen Festwagen. Selbstredend unterstützt auch ein Teil der Mitarbeiter der ISN-Geschäftsstelle als aktive Karnevalisten diesen jahrhundertealten, kulturhistorisch bedeutsamen Brauch. Das schafft nicht nur bei der Bevölkerung eine große Akzeptanz für die Schweinehaltung, sondern man ist zu fortgeschrittener Stunde geschätzter Kommunikationspartner karnevalistischer Schweinehalter.
Auch in diesem Jahr „ISN-Carnevals-Notdienst“ ist selbstverständlich wieder sichergestellt, dass Sie ihren Marktbericht bekommen, Flüssiggas bestellen oder Schweine und Ferkel verkaufen können und im www.schweine.net allerlei Interessantes lesen können.
Die Tradition, eine Woche vor den anderen zu feiern stammt übrigens aus dem Jahre 1892. Die katholische Kirche wollte den Gläubigen damals an den Karnevalstagen eine 40 Stunden lange Gebetsübung "aufbrummen". Damit sollten die Dammer für ihre Sünden büßen und in Ruhe den Herrn um Verzeihung bitten. Damit wäre der Rosenmontag als Möglichkeit ausgiebig zu feiern passé gewesen. Aber die Dammer waren schlau: Sie verlegten einfach die karnevalistischen Feierlichkeiten auf die Woche davor. So konnten sie in Ruhe beten und mussten doch nicht aufs Trinken, Tanzen und Feiern verzichten. Und so ist es bis auf den heutigen Tag geblieben.