28.03.2007 RSS Feed

Happach-Kasan MdB und Goldmann MdB: "Chancen für Lebensmittelproduktion und nachwachsende Rohstoffe verbessern"

v.l.: Hans-Michael Goldmann,Dr. Christel Happach-Kasan Chancen für Lebensmittelproduktion und nachwachsende Rohstoffe durch marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen verbessern

Anlässlich der Anhörung der FDP-Bundestagsfraktion zur Flächenkonkurrenz der Produktion von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen am 26. März erklären die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Landwirtschaft der FDP-Bundestagsfraktion Dr. Christel Happach-Kasan und der agrarpolitische Sprecher Hans-Michael Goldmann:


In der Anhörung am 26. März mit zahlreichen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft hat sich die FDP-Bundestagsfraktion mit einem zentralen agrar- und umweltpolitischen Thema befasst: Der Flächenkonkurrenz bei der Produktion von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen. Dabei sprachen sich die Vertreter der Landwirtschaft vornehmlich für einen Vorrang der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Lebensmittelproduktion aus. Insbesondere forderten sie gleiche Wettbewerbsbedingungen.

Dazu gehört ein Abbau von politischen Fehlsteuerungen in der Begünstigung der Bioenergieerzeugung. Dem stellten die Vertreter der Bioenergie die Potenziale nachwachsender Rohstoffe zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels entgegen. So liege der Nutzen der energetischen Verwertung nachwachsender Rohstoffe in der Einsparung fossiler Brennstoffe, damit im Einsparen von CO2-Emissionen und in der regionalen Wertschöpfung in den ländlichen Räumen.

Die zukunftsfähige Weiterentwicklung des Erneuerbaren Energiengesetzes (EEG) mit einer Überprüfung möglicher Fehllenkungen kristallisierte sich als ein wichtiges Handlungsfeld heraus. Weiterhin muss die gemeinsame Agrarpolitik den neuen Herausforderungen angepasst werden. Dazu zählt insbesondere die Abschaffung der nicht mehr zeitgemäßen Flächenstilllegung. Außerdem sind erhebliche Züchtungsfortschritte zur Entwicklung verbesserter Pflanzensorten in beiden Bereichen erforderlich, die eine höhere Effizienz bei der Verwertung ermöglichen und die die klimatischen Veränderungen berücksichtigen. Schließlich müssen z.B. organische Abfälle und Reste aus der Ernährungswirtschaft verstärkt energetisch genutzt werden.

Um die weiter wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und die damit verbundene steigende Nachfrage nach Getreide, Fleisch und Milch mit einer steigenden Erzeugung nachwachsender Rohstoffe in Einklang zu bringen, ist ein fachlicher Diskurs über Korrekturen der politischen Rahmenbedingungen auf Bundes- und EU-Ebene erforderlich. Marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen bieten die beste Gewähr dafür, dass gleichzeitig qualitativ hochwertige Lebensmittel und nachwachsende Rohstoffe in ausreichender Menge erzeugt werden können.

Im Bild: Dr. Christel Happach-Kasan MdB und Hans-Michael Goldmann MdB

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