Weniger Frischfleisch und mehr veredelte Produkte stehen künftig im Fokus des Unternehmens im vorpommerschen Greifswald.
In den Produktionsabläufen musste auf die Umschichtung reagiert werden. Immerhin entfielen auf Frischfleisch rund 40 Prozent des Volumens, erklärte Geschäftsführer Walter Kienast gegenüber der Lebensmittel Zeitung. Reagiert hat das Unternehmen nun mit einem kompletten Umbau der Produktionsfläche, der – bei laufendem Betrieb – im vergangenen Jahr weitgehend abgeschlossen werden konnte.
Neugestaltung des Warenflusses
Wie Kienast erläutert, seien bei dem Umbau vor allem zwei Ziele verfolgt worden: die Neugestaltung des Warenflusses entsprechend den Erfordernissen der Wurstproduktion sowie die Schaffung von Kühlkapazität im Bereich der Auslieferung. „Diesen Prozess haben wir nun zu etwa 75 Prozent umgesetzt“, sagt Kienast. Die verbleibenden Schritte sollen in den kommenden Monaten erfolgen. Eine Vergrößerung der Kapazität oder gar eine Ausweitung der Produktionsfläche sei nicht geplant. Parallel zu dem Umbau wurde die erste Zertifizierung nach IFS-Standard verfolgt, die im September geschafft war.
Nach dem Abschluss dieser für Greifen-Fleisch wichtigen Schritte will sich das Unternehmen auch wieder mehr der Entwicklung neuer Produkte widmen. Wie Kienast erklärt, stünden dabei Trends wie Gesundheit und Wellness im Vordergrund. Auch Produkte mit Omega-3 könnten dabei wieder eine Rolle spielen.
Zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2009
Das Geschäftsjahr 2009 war für das Unternehmen zufriedenstellend mit einem Umsatzzuwachs von drei Prozent. Größte Kundengruppe ist der Discount mit einem Anteil von etwa 40 Prozent. Der LEH macht ungefähr 30 Prozent aus.
Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 10/2010