Koalition und Opposition im Deutschen Bundestag wollen, laut Agra-Europe, eine gemeinsame Position für eine angepasste Strategie zur Bekämpfung der Klassischen Schweinepest erarbeiten. Das haben die Fraktionen anlässlich der Beratung eines SPD-Antrags für eine zeitgemäße Bekämpfung der Tierseuche vergangene Woche im Ernährungsausschuss vereinbart.
Der agrarpolitische Sprecher der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier, wertete die Gesprächsbereitschaft von Union und FDP als Bestätigung des SPD-Antrags. Ziel sei eine zügige gemeinsame Beschlussfassung. Priesmeier: Die SPD hat der Regierung den richtigen Weg gewiesen und sich erfolgreich für die Interessen der schweinehaltenden Landwirte, der Tierärzte und des Tierschutzes eingesetzt.
Allerdings dürfe es jetzt nicht bei schwarz-gelben Ankündigungen bleiben. Stattdessen müssten Taten folgen. Priesmeier unterstrich die Notwendigkeit, aus Tierschutzgründen bei der Tierseuchenbekämpfung in Deutschland neue Wege zu gehen.
Bislang müssten beim Auftreten der Klassischen Schweinepest neben den erkrankten Schweinen auch hunderttausende gesunde Tiere geschlachtet werden, um eine Ausbreitung der Viruserkrankung zu verhindern. Mittlerweile gebe es jedoch verlässliche Impfstoffe, mit denen im Krisenfall gesunde Schweine geimpft werden könnten. Dadurch werde die Verbreitung des Schweinepest-Virus schnell eingedämmt. Das europäische Recht ermöglicht dem SPD-Politiker zufolge bereits die sogenannte Notimpfung gesunder Schweine im Seuchenfall. In Deutschland sei die Notimpfung rechtlich bisher allerdings nicht bindend vorgeschrieben.
Das verhindert eine Impfstrategie, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht
, so der Tierarzt, laut Agra-Europe.
SPD will Klassische Schweinepest zeitgemäßer bekämpfen - Impfen statt Töten










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