Sechs kleine Ferkel sollen Deutschland vor der Maul- und Klauenseuche (MKS) bewahren, schreibt Nordkurier.de. Das ist zumindest die große Hoffnung der Forscher. Wissenschaftler des Riemser Friedrich Löffler Instituts (FLI) wagen derzeit den weltweit ersten Versuch, der tückischen Seuche auf die Spur zu kommen. Denn erstmalig wurde vor wenigen Wochen das Virus bei Wildschweinen in Bulgarien festgestellt.
Bislang hatten wir nur einen Befall der Stalltiere, das war immer noch in den Griff zu bekommen. Bei Wildtieren ist die Gefahr einer Epidemie aber deutlich größer
, erklärte Veterinärmediziner Dr. Klaus Depner vom FLI. Er selbst hat das Virus in Bulgarien direkt von den betroffenen Wildschweinen entnommen, um es einer kleinen Ferkel-Versuchsgruppe zu injizieren.
Neben zwei Wildschweinen wurden auch zwei Hausschweine mit dem MKS-Virus infiziert, um die einzelnen Stadien zu beobachten und daraus Rückschlüsse auf eine mögliche Impfung zu bekommen. Zwei Wildschweine kamen gesund in das Gatter, um die Ansteckung zu testen. Wenn die MKS auch auf Wildschweine so einfach zu übertragen ist, dann kann sie sich sehr schnell bei uns ausbreiten
, versichert der Experte. Nur mit einer Köderimpfung könne man dem entgegenwirken. Doch dazu brauchen Depner und seine Kollegen ein Protokoll über den genauen Verlauf.
Erste Beobachtungen sind da:
Zu den jetzigen Ergebnissen wollten die Forscher Donnerstag nichts sagen. Frühestens in sechs Wochen wollen sie ihre Studie öffentlich bekanntgeben. Die Maul- und Klauenseuche ist uns näher als wir glauben
, versicherte Deppner. Um so wichtiger sei es, schnell eine geeignete Köderimpfung zu entwickeln.










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