09.11.2006 RSS Feed

Fleischgesetz: "Jetzt reicht’s"! - ISN fordert Schweinehalter zum Protest auf –kein "Persilschein" für Schlachtunternehmen

Isn Die Bundesregierung lässt die Schweinehalter beim Fleischgesetz wieder einmal im Regen stehen, stellt die ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands aus Damme ernüchtert fest. Hintergrund ist die Novellierung des Vieh- und Fleischgesetzes, bei der das Bundeslandwirtschaftsministerium aktuell den Entwurf mit den entsprechenden Durchführungsverordnungen überarbeitet.

Bedauerlicherweise sind bisher alle konstruktiven Anregungen von maßgeblichen Interessenverbänden wie dem Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS), der Vereinigung von Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG), dem Deutschen Bauernverband (DBV) und seinen Landesverbänden sowie von uns auf taube Ohren gestoßen, bedauert die ISN.

Die Schweinehalter sind irritiert und enttäuscht, weil das BMELV die Position der großen Schlachtunternehmen im geplanten Gesetzentwurf auf Kosten der Bauern festigen will. Die Schlachtunternehmen bekommen einen Persilschein, so die ISN. Die mit der Novellierung angestrebte Marktransparenz wird ausgerechnet durch den aktuell vorliegenden Entwurf verhindert und ins Gegenteil verkehrt.

Deshalb ruft die ISN jetzt alle Tierhalter auf, sich schriftlich an ihren jeweiligen Bundestagsabgeordneten und an Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer zu wenden. Damit will die ISN noch einmal mit Nachdruck auf die Probleme der Schweinehalter beim geplanten Vieh- und Fleischgesetz aufmerksam machen und um Unterstützung bitten. Jeder Schweinehalter kann hierzu ein entsprechendes Schreiben herunterladen (s. angehängte pdf-Datei) oder als Fax-Abruf unter der Nummer 0900 / 1 900 939 beziehen. Ausdrucken, unterschreiben und wegschicken – so einfach geht das, so die ISN.

Wir hoffen, dass möglichst viele Schweinehalter mitmachen, denn der Druck muss von der Basis kommen, appelliert die ISN. Denn nur so können wir diese Benachteiligung der Schweinehalter zugunsten der Schlachtunternehmen noch verhindern.


Brief vieh und fleischgesetz

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