Uneinheitlich sind im Fleischerhandwerk 2009 die Geschäfte gelaufen. Während kleinere Betriebe zumeist Einbußen hinnehmen mussten, erzielten die größeren mehrheitlich leichte Zuwächse, berichtet fleischwirtschaft.de
Über alle Betriebstypen und -größenklassen hinweg ergibt sich ein leichter Umsatzrückgang von etwa einem Prozent. Dabei wirkte sich vor allem das letzte Quartal 2009, nach teilweise sogar positiven Umsatzzahlen zu Jahresbeginn, mit etwas über zwei Prozent Rückgang negativ auf das Gesamtergebnis aus.
Ertrag leicht verbessert
Nach vorläufigen Erhebungen des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV) hat sich die Ertragssituation der Fleischer-Fachgeschäfte dank deutlich niedrigerer Schlachtvieh- und Rohstoffpreise und annähernd stabilen Personalkosten leicht verbessert. Insgesamt sank der Materialeinsatz 2009 von 45,8 auf 43,4 Prozentpunkte. In der Umsatzgröße zwischen 500.000 und 750.000 Euro lag das Betriebsergebnis mit 13,7 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.
Trend zu größeren Betrieben
Ein Trend, der sich weiter fortsetzt, ist der zu größeren und leistungsfähigeren Betrieben. Im Jahresdurchschnitt waren im Fleischerhandwerk nach Schätzungen des DFV etwa 151.000 Personen beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 1.500 Beschäftigte beziehungsweise ein Prozent weniger als 2008. Mit 26.523 Verkaufsstellen bleibt das Fleischerhandwerk die zahlenmäßig stärkste Anbietergruppe von Fleisch und selbst produzierten Fleischerzeugnissen.
Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 10/2010