14.05.2009 RSS Feed

"Fleisch braucht eine Lobby" - Gastkommentar von Renate Kühlcke

Renate Kühlcke, Redaktionelle Gesamtverantwortung Fleischwirtschaftliche Fachzeitschriften im Deutschen Fachverlag

Ernährungsmärchen halten sich hartnäckig: Braune Eier sind vermeintlich gesünder als weiße. Gleiches soll für Zucker gelten, und auch Margarine hat einen besseren Ruf als Butter. Abgesehen davon, dass Spinat nach vielen Jahren nun doch als idealer Eisen-Lieferant abgeschrieben ist und sich allmählich herumspricht, dass Leicht-Produkte nicht automatisch weniger Kalorien haben, gibt es nur wenige Irrtümer, die sich von allein aufklären.

Warum nur tut sich die Fleischbranche selbst so schwer, die ernährungsphysiologisch belegbaren Positivaussagen in der breiten Öffentlichkeit nachhaltig zu penetrieren? Schlagzeilen wie Fleisch wird zum Lebensmittel der Unterschicht sind in der Verbrauchermeinung deshalb auch nur schwer abzufedern.


Dabei hat Fleisch ein Anrecht darauf, aus dem Negativimage herauszukommen. Immerhin mögen mehr als 95 Prozent der Verbraucher Fleisch und Wurst. Andere Branchen machen vor, dass es anders geht. Wie wäre wohl die Acrylamid-Problematik von Chips, Gebäck und Cornflakes bei Fleisch verlaufen? Sicher ganz anders!


Fleisch hat ein Anrecht darauf, aus dem Negativimage herauszukommen.


Dieser Kommentar erschien in der afz allgemeine fleischer zeitung Nr.16 vom 15. April 2009.


Im Bild: Renate Kühlcke, Redaktionelle Gesamtverantwortung Fleischwirtschaftliche Fachzeitschriften im Deutschen Fachverlag



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