Durchschnittsbetrieb macht 35.000 Euro Verlust
Ein Ferkelerzeuger in Deutschland arbeitet derzeit für weniger als einen Euro in der Stunde. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands.
Bei durchschnittlich 21 verkauften Ferkeln pro Sau und Jahr belaufen sich die Gesamtkosten pro Sau und Jahr ohne Lohnanspruch auf 1.080 Euro. Umgerechnet auf ein Ferkel sind das ca. 51,50 Euro. Bei der aktuellen Marktsituation erlösen die Ferkelerzeuger für ein 28 kg-Ferkel inklusive aller Zuschläge jedoch lediglich 49 Euro. Zusammen mit dem Erlös für die Altsau reicht das gerade, um die entstandenen Kosten zu decken.
Zur Entlohnung der eingesetzten Arbeit, die sich im Schnitt auf ca. 12 Stunden pro Sau und Jahr beläuft, stehen somit insgesamt lediglich 7,50 Euro zur Verfügung.
In den letzten Wochen sind neben den Preisen für Mastschweine auch die Ferkelpreise stark unter Druck geraten. Denn bei Schlachtschweineerlösen von derzeit 1,25 Euro pro kg Schlachtgewicht, die auch bei den Schweinemästern für tiefrote Zahlen sorgen, fragen die Mäster Ferkel nur zögerlich nach.
Neben den niedrigen Erlösen sind es insbesondere die gestiegen Kosten, die den Schweinehaltern zu schaffen machen. So sind die Futterkosten im Vergleich zum Vorjahr bereits um zehn bis fünfzehn Prozent gestiegen und stellen mit rund 450 Euro pro Sau und Jahr die größte Kostenposition in der Ferkelerzeugung dar. Auch bei den Baukosten ist auf Grund der gestiegenen Rohstoffpreise für Holz und Eisen ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Mit 230 Euro pro Sau und Jahr bilden die Festkosten den zweitgrößten Kostenblock in der Ferkelerzeugung.
Die Bestandsergänzung schlägt mit weiteren 130 Euro pro Sau und Jahr zu Buche. Für die übrigen Kostenpositionen wie z.B Energie, Tierarzt, Reparaturen, Wirtschaftsdüngerverwertung und Besamung fallen 270 Euro pro Sau und Jahr an. Hierbei weisen die Kosten für die Wirtschaftsdüngerverwertung derzeit genau wie die Futterkosten eine zusätzliche Dynamik auf. Denn die umfangreichen Investitionen in Biogasanlagen treiben die Pachtpreise und damit die Kosten für die Verwertung der Wirtschaftsdünger in die Höhe.
In der angehängten pdf-Datei finden Sie die aktuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Ferkelerzeugung der ISN.
Im Bild: ISN-Marktreferent Andreas Beckhove
Ein Ferkelerzeuger in Deutschland arbeitet derzeit für weniger als einen Euro in der Stunde. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands.
Bei durchschnittlich 21 verkauften Ferkeln pro Sau und Jahr belaufen sich die Gesamtkosten pro Sau und Jahr ohne Lohnanspruch auf 1.080 Euro. Umgerechnet auf ein Ferkel sind das ca. 51,50 Euro. Bei der aktuellen Marktsituation erlösen die Ferkelerzeuger für ein 28 kg-Ferkel inklusive aller Zuschläge jedoch lediglich 49 Euro. Zusammen mit dem Erlös für die Altsau reicht das gerade, um die entstandenen Kosten zu decken.
Zur Entlohnung der eingesetzten Arbeit, die sich im Schnitt auf ca. 12 Stunden pro Sau und Jahr beläuft, stehen somit insgesamt lediglich 7,50 Euro zur Verfügung.
Damit sind die Ferkelerzeuger derzeit die1 Euro-Jobber
in der Schweinehaltung, stellt ISN-Marktreferent Andreas Beckhove mit Bedauern fest. Setzt man eine reelle Entlohnung der Arbeit von 20 Euro pro Stunde an, entsteht kalkulatorisch sogar ein Verlust, der sich pro Sau und Jahr auf 230 Euro beläuft. Auf das Ferkel umgerechnet entspricht dies einem Verlust von 11 Euro.
In den letzten Wochen sind neben den Preisen für Mastschweine auch die Ferkelpreise stark unter Druck geraten. Denn bei Schlachtschweineerlösen von derzeit 1,25 Euro pro kg Schlachtgewicht, die auch bei den Schweinemästern für tiefrote Zahlen sorgen, fragen die Mäster Ferkel nur zögerlich nach.
Gelegentlich hören wir sogar von leer stehenden Mastställen, so Beckhove.
Wenn die Ferkelpreise so bleiben, muss ein Durchschnittsbetrieb mit 150 Sauen einen unternehmerischen Verlust von rund 35.000 Euro hinnehmen.
Neben den niedrigen Erlösen sind es insbesondere die gestiegen Kosten, die den Schweinehaltern zu schaffen machen. So sind die Futterkosten im Vergleich zum Vorjahr bereits um zehn bis fünfzehn Prozent gestiegen und stellen mit rund 450 Euro pro Sau und Jahr die größte Kostenposition in der Ferkelerzeugung dar. Auch bei den Baukosten ist auf Grund der gestiegenen Rohstoffpreise für Holz und Eisen ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Mit 230 Euro pro Sau und Jahr bilden die Festkosten den zweitgrößten Kostenblock in der Ferkelerzeugung.
Die Bestandsergänzung schlägt mit weiteren 130 Euro pro Sau und Jahr zu Buche. Für die übrigen Kostenpositionen wie z.B Energie, Tierarzt, Reparaturen, Wirtschaftsdüngerverwertung und Besamung fallen 270 Euro pro Sau und Jahr an. Hierbei weisen die Kosten für die Wirtschaftsdüngerverwertung derzeit genau wie die Futterkosten eine zusätzliche Dynamik auf. Denn die umfangreichen Investitionen in Biogasanlagen treiben die Pachtpreise und damit die Kosten für die Verwertung der Wirtschaftsdünger in die Höhe.
In der angehängten pdf-Datei finden Sie die aktuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Ferkelerzeugung der ISN.
Im Bild: ISN-Marktreferent Andreas Beckhove










Wirtschaftlichkeit ferkelerzeugung 03 2007
Aktuelles...