EU-Schweinepreise: Verunsicherung durch deutsche Schlachtunternehmen
Der europäische Markt für Schlachtschweine präsentiert sich in der aktuellen Schlachtwoche uneinheitlich. Während einige Länder stabile Preise melden, hat die in den Medien irrtümlich als Schweinegrippe
titulierte Grippeerkrankung H1N1 für Furore gesorgt und in anderen Mitgliedsstaaten starken Druck auf die Schweinepreise ausgeübt. Unveränderte Notierungen sind in Spanien, Dänemark und Frankreich festgestellt worden. Preisrückgänge von 4 Cent werden aus Deutschland, den im Kielwasser fahrenden Niederlanden, Belgien und Österreich gemeldet.
Insbesondere deutsche Schlachtunternehmen nutzen die allgemeine Verunsicherung für sich aus und haben den Druck auf die Erzeugerseite massiv erhöht. Damit hat die korrigierte Notierung in Frankreich wieder einen geringen Vorsprung vor Deutschland und den Niederlanden. Spitzenreiter ist und bleibt Großbritannien, an zweiter Stelle behauptet sich Spanien mit einem seit 8 Wochen unveränderten Preisniveau. Exporte von Schweinefleisch aus der EU sind grundsätzlich nach wie vor möglich und stabilisieren die allgemeine Marktlage. Allerdings hat Russland aktuell die Einfuhr von Schweinefleisch weiter eingeschränkt. Betroffen sind weitere US-Bundesstaaten, einige kanadische Provinzen und nun auch Spanien. Überhänge aufgrund der fehlenden Schlachttage in der Vorwoche (1. Mai und niederländischer Königinnentag) sind nicht festzustellen.
Tendenz: Für die laufende Woche ist von einem stabilen Lebendangebot auszugehen, das vollständig am Markt unterzubringen ist. Bei passender Wetterlage werden die Verbraucher wieder verstärkt auf Grillartikel vom Schwein zurückgreifen und die Nachfrage ankurbeln.









2009_05_05
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