15.07.2008
EU-Schweinepreise: „Sommerhoch“ statt „Sommerloch“
Der europäische Markt für Schlachtschweine ist in der aktuellen Schlachtwoche von anhaltendem Optimismus gekennzeichnet. So sind teilweise sehr starke Preisanstiege zu verzeichnen. Ganz klar die Nase vorn hatten Deutschland und Österreich, wo die Notierungen mit plus 7 Cents am deutlichsten anzogen. Doch auch in den Niederlande, Belgien, Spanien, Irland und Frankreich legten die Preise zu. Dänische Schweinehalter hingegen müssen wieder einmal zuschauen, wie sich der Abstand ihrer Notierung zum restlichen Europa vergrößert. Bemerkenswert ist, dass die korrigierte deutsche Notierung dem spanischen Pendant in diesem Jahr ernsthaft Konkurrenz macht. So verwies Deutschland das Ferienland Spanien mit dem höchsten Preis seit Sommer 2001 auf den zweiten Platz der Rangliste. Trotz schwacher Binnenmärkte profitieren nämlich etliche EU-Mitgliedsstaaten vom brummenden Exportgeschäft nach Osteuropa. Die Entfernung dorthin ist jedoch nicht zuletzt wegen hoher Transportkosten für Spanien zu groß, um von diesem Boom partizipieren zu können.
Tendenz: Derzeitige Schlachtgewichte weisen auf ein weiterhin insgesamt unterdurchschnittliches Lebendangebot hin. In Nordeuropa haben saisonal schwierige Perioden wie die Ferienzeit aktuell keinen Einfluss, so dass von weiter steigenden Preisen auszugehen ist.









2008 07 15
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