22.04.2008
EU-Schweinepreise: Rückkehr der Zuversicht
Uneinheitlich aber zuversichtlich entwickelt sich der Markt für Schlachtschweine in der EU. Begründet mit einem rückläufigen Angebot stiegen die Schlachtschweinepreise in Europa weitestgehend an. Deutschland war wieder Vorreiter und schaffte mit plus 3 cts den Sprung vor die französische Notierung, die entgegengesetzt leicht nachgab. Die Niederlande präsentierten sich in alter Manier als Nachahmer des Nachbarn Deutschland. Somit liegt das Land der Polder wieder vor Dänemark, dessen Notierung für Schlachtschweine um knapp 3 cts nachgab, und die alte Reihenfolge mit Dänemark als Träger der roten Laterne ist wieder hergestellt. Nachdem sich das Gerücht einer möglichen Einstellung der Exportbeihilfen für Schweinefleisch in der EU als Ente heraus gestellt hatte, hat sich der Markt für Schlachtschweine deutlich entspannt. Mit Ausnahme von Österreich bleibt es jedoch bei schwachen Fleischgeschäften. Mit etwas Sorge blicken die Marktteilnehmer auf den Folgemonat Mai mit seinen Feiertagen, zumal die Lage der Erzeuger nach wie vor erdrückend ist. Die kanadische Regierung hat beispielsweise bereits mit der Subventionierung von Sauenschlachtungen auf die schlechte Ertragslage der Schweinehalter reagiert, denen ein Mindestpreis von 225 can$ (139 Euro) garantiert wird.
Tendenz: Die Talfahrt der Schweinepreise in Europa scheint ein Ende gefunden zu haben. Angesichts hoher Lagerbestände werden die Bäume kurzfristig nicht in den Himmel wachsen. Gute Wetterprognosen könnten endlich das langersehnte Grillwetter bescheren.









2008 04 22
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