EU-Schweinepreise: Preise ziehen weiter an
Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der laufenden Schlachtwoche flächendeckend im Aufwind. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen reicht nicht ganz aus, um die gute Nachfrage der Schlachtunternehmen vollständig bedienen zu können. Die Notierungen erholen sich zusehends vom desaströsen Preisniveau der Vorwochen, wenn auch noch immer keine kostendeckende Produktion in der Schweinehaltung möglich ist. Deutschland und Österreich verbuchten mit 9 Cent den größten Preisanstieg. Dadurch kann Deutschland weiter in Richtung Mittelfeld im Ranking aufschließen und liegt nun knapp hinter Dänemark, das auf Platz 3 im europäischen Gefüge der fünf größten Schweinehaltenden Nationen in der EU liegt. Die Niederlande, die sich gewohnheitsmäßig im deutschen Fahrwasser bewegen, legten um 8 Cent zu und bleiben damit auf dem letzten Rang.
Moderatere Preisanstiege sind in Spanien, Frankreich, Dänemark, Belgien und Großbritannien zu verzeichnen. Spanien baut mit einem Preisniveau von korrigierten 1,556 EUR/kg SG seine Spitzenposition im europäischen Preisgefüge weiter aus. Getragen wird der Markt auch von den guten Aussichten für den Export von Schweinefleisch. Nach Schätzung der AMI könnte das Ausfuhrvolumen in 2010 bereits 2,6 Mio. t übertroffen haben. Erschreckende Meldung aus GB: Britische Schweinehalter büßten im vergangenen Jahr fast ein Drittel ihres Einkommens ein. Diese schneiden in internationalen Produktionsvergleichen sehr schlecht ab. Nun soll eine Werbekampagne des Branchenverbands die Verbraucher animieren, stärker auf regionale Produkte zurück zu greifen.
Tendenz für den deutschen Markt: Die gute Nachfrage der Schlachtunternehmen wird auch in der laufenden Schlachtwoche weiter anhalten. Der Markt ist weiter freundlich gestimmt und ein weiterer, moderater Preisanstieg ist möglich.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 08.02.2011









2011 02 08
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