EU-Schweinepreise: Marktlage sehr stabil
Der europäische Schlachtschweinemarkt ist in der aktuellen Schlachtwoche von einer ausgesprochen guten Nachfrage geprägt. Daher bewegen sich die Preise flächendeckend und mit wenigen Ausnahmen seitwärts. Preisbestimmend in Europa sind die unveränderten Notierungen im Bermuda-Dreieck
Deutschland, Niederlande und Dänemark. Nur in Süd- und Osteuropa tendieren die Preise weiterhin zur Schwäche. Dadurch wird der Preisabstand der TOP 5 der schweinereichsten Mitgliedsländer weiter geringer. In KW 35 lag der Unterschied zwischen dem korrigierten Spitzenwert in Spanien und dem niedrigsten Wert in den Niederlanden noch bei beachtlichen 25 Cent. Mittlerweile sind es lediglich 9 Cent, was vor allem auf den saisonalen Preisverfall Spaniens zurück zu führen ist.
Der weltweite Importbedarf an Schweinefleisch soll im Jahr 2011 nach einer Prognose des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) leicht steigen, namentlich Südkorea und Australien versprächen diese Möglichkeit, so die Agrarzeitung. Das sind gute Aussichten für die EU als ernstzunehmenden Konkurrenten für die Mitbewerber USA, Kanada und Brasilien. Die EU-Schweinefleischexporte sollen hingegen im Jahr 2011 nach USDA-Schätzung aufgrund hoher Produktionskosten um fast 10 Prozent zurückgehen. Diese Zahl scheint sehr hoch gegriffen, denn zum einen dürfte der Eigenbedarf in der EU in 2011 etwa konstant bleiben. Zum anderen ist trotz angespannter wirtschaftlicher Situation sogar von einer Steigerung der Schweineproduktion in Höhe von etwa 2 Prozent die Rede.
Tendenz für den deutschen Markt: In der nächsten Woche ist davon auszugehen, dass sich der Preis für Schlachtschweine weiter stabilisiert. Gegen höhere Preise spricht zurzeit das umfangreiche Lebendangebot.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 19.10.2010









2010_10_19
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