EU-Schweinepreise: Markt weiter labil
Der europäische Schlachtschweinemarkt steht auch in der neuen Schlachtwoche weiter unter Druck. Der Abwärtstrend in Deutschland versetzt das europäische Umfeld in Unruhe, so sind Stimmen aus verschiedenen Richtungen zu hören. Die Notierungen in Europa gaben im gesamten Umfeld in unterschiedlicher Höhe nach und rücken damit näher zusammen. Kennzeichnend dafür ist der Preis in Spanien, der sich saisonbedingt nach und nach von seiner Spitzenposition der fünf schweinereichsten Länder verabschiedet und dem gesamteuropäischen Niveau annähert. Am Mittwoch, den 29. September ist in Spanien Generalstreik und ein Schlachttag wird dadurch fehlen.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen fällt in Europa insgesamt sehr umfangreich aus und wird von den Schlachtunternehmen gut aufgenommen. Der österreichische Schlachtschweinemarkt muss hingegen Angebotsüberhänge hinnehmen. Spürbar nachgegeben haben die Schweinepreise auch in Polen und Tschechien. Kräftig Federn lassen musste die französische Notierung am Donnerstag, nachdem am Marché du Porc Breton am vergangenen Montag kein Preis zustande kam. Die Anbieter waren nicht bereit gewesen, zu den angebotenen Preisen zu verkaufen. Auch die Auktion am heutigen Montag fällt aus. Ausgesprochen stabil ist das Geschäft mit schlachtreifen Schweinen in Schweden.
Tendenz für den deutschen Markt: Das reichliche Angebot an lebenden Schweinen wird es schwer machen, den Preis in naher Zukunft zu behaupten. Ein florierendes Exportgeschäft kann hier für die nötige Entlastung sorgen.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 28.09.2010









2010_09_28
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