EU-Schweinepreise: Knappes Angebot führt zu Preissteigerungen
Der Schlachtschweinemarkt in Europa zeigt sich in der aktuellen Woche deutlich freundlicher als noch in der Vorwoche. Die Preise konnten in den Niederlanden, Österreich, Belgien und Deutschland anziehen. Die Hauptgründe für die Preisanstiege werden in den geringeren Stückzahlen an schlachtreifen Schweinen und dem hitzebedingten geringeren Wachstum gesehen. Diese Faktoren sind jetzt endlich auch auf dem Schlachtschweinemarkt angekommen. In den übrigen Ländern blieben die korrigierten Notierungen stabil. Die einzige Ausnahme bildet Frankreich, wo der Schweinepreis entgegen dem europäischen Trend um korrigierte zwei Cent nachgab.
Dieser Rückgang kam auf Druck der dortigen Schlachtunternehmen zustande und kam für die Landwirte überraschend. Die geringeren Stückzahlen in Deutschland und den Niederlanden führen dazu, dass die Schlachtunternehmen höhere Einkaufspreise zahlen müssen, um die benötigten Mengen zusammen zu bekommen und ihre Schlachthaken auslasten zu können. In Spanien sinken die Schlachtgewichte erneut, dennoch kann der dortige Schweinepreis derzeit nicht ansteigen und bleibt unverändert stehen. Erstmals seit 5 Wochen konnte sich Deutschland durch den deutlichen Preisanstieg wieder vor Dänemark setzen.
Tendenz: Die Zahl der schlachtreifen Schweine bleibt auch weiterhin begrenzt. Wenn die Nachfrage nach Schweinefleisch in der laufenden Woche anzieht, ist ein erneuter Preisanstieg möglich.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 27.07.2010









2010 07 27
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