EU-Schweinepreise: Gebremster Preisrückgang
In der aktuellen Schlachtwoche gaben die Notierungen auf mehreren europäischen Schlachtschweinemärkten erneut nach. Die Rückgänge in Spanien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Österreich und Großbritannien waren mit 1 bis 3 Cent aber nicht mehr so deutlich wie noch in der Vorwoche. In einigen anderen Staaten blieben die Preise stabil, so beispielsweise in den Niederlanden, Belgien und Irland.
Das Angebot an schlachtreifen Schweinen ist in den meisten europäischen Ländern rückläufig. Hauptursache dafür sind die fortgesetzt heißen Temperaturen und die dadurch bedingten schlechteren Tageszunahmen. In vielen Ländern sind rückläufige Schlachtgewichte zu verzeichnen. Dennoch konnte sich die Abnehmerseite in vielen Ländern noch einmal mit ihren Forderungen nach niedrigeren Einkaufspreisen durchsetzen, da der Fleischverkauf unter der Hitzewelle leidet.
In Österreich werden der zunehmende Preisabstand zu Deutschland und die günstigeren Angebote von deutschen Schlachtbetrieben auf den gemeinsamen Exportmärkten als Grund für den Preisrückgang angegeben. In Spanien wird der Preisrückgang mit der zu geringen Marge bei den Schlachtunternehmen begründet, diese drücken daher den dortigen Schweinepreis. Die Situation zwischen Angebot und Nachfrage wird in Spanien jedoch als ausgeglichen beschrieben.
Tendenz: Bei den weiterhin hochsommerlichen Temperaturen wird das verfügbare Angebot an schlachtreifen Schweinen auch in den kommenden Tagen knapp bleiben. Daher erwarten die Marktbeteiligten für die kommende Schlachtwoche mindestens stabile Erzeugerpreise.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 20.07.2010









EU-Schweinepreise 20.07.2010
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