19.02.2008

EU-Schweinepreise: Flächendeckender Aufschwung

Eu Den Schweineerzeugern in Europa präsentiert sich in der aktuellen Kalenderwoche ein allgemeiner Aufwärtstrend der Schweinepreise. Die Nase vorn hat Spanien, dicht gefolgt von Deutschland. Doch auch die Notierungen in anderen EU-Staaten konnten flächendeckend deutlich zulegen. Begründet wird diese Entwicklung im Wesentlichen mit leicht rückläufigen Schlachtzahlen.

Die Preise in Ungarn und Polen können derzeit nicht an das Preisniveau in Deutschland heranreichen und machen den deutschen Markt besonders für niederländische Schlachtschweine attraktiv. Dafür hat der Zustrom von dänischen Schweinen abgenommen, da der im letzten Jahr abgebrannte Schlachthof von Danish Crown wieder voll in Betrieb ist. Die belgische Schweinehalterorganisation Veva hatte in der vergangenen Woche zu einem Lieferboykott bei Westvlees in Belgien aufgerufen, um der Unzufriedenheit mit dem Auszahlungspreis Ausdruck zu verleihen. Dadurch hatte der Konzern Probleme, seine Schlachthaken auszulasten.

Tendenz: Die Fleischbranche akzeptiert europaweit – trotz Klagen über schwache Fleischgeschäfte – die gestiegenen Preise für Schlachtschweine. Das Angebot an Schweinen sorgt für weiterhin mindestens stabile bis freundliche Verhältnisse.


20080219

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