EU-Schweinepreise: Export stützt stabile Verhältnisse im Advent
Der europäische Schlachtschweinemarkt präsentiert sich bezogen auf die traditionellen saisontypischen Entwicklungen ausgesprochen stabil. Die Preise für schlachtreife Schweine zeigen sich flächendeckend unverändert bis fest. Als Trendbarometer ist im Wesentlichen die deutsche Leitnotierung verantwortlich für die stabilen Verhältnisse. Auch in Spanien, Dänemark und Belgien sind die Notierungen gleichauf wie in der Vorwoche. Die niederländische Notierung legte um 1 cts zu und verringert damit den Preisabstand zu den anderen der schweinereichsten EU-Länder.
Zur Schwäche tendieren weiterhin die osteuropäischen Notierungen in Polen und Tschechien. Ein Grund für die insgesamt ausgewogenen Marktverhältnisse in Europa sind die rekordverdächtigen EU-Schweinefleischausfuhren. Nach Angaben der AMI haben diese im Zeitraum Januar bis September 2010 um insgesamt 14 Prozent zugelegt. Insbesondere der Export von Schweinefleisch und Nebenerzeugnissen nach Russland bilde hier den wesentlichen Antrieb, wobei der Export von lebenden Schweinen nach Russland abgenommen hat.
Tendenz für den deutschen Markt: Obwohl das Angebot an schlachtreifen Schweinen dem Vernehmen nach jahreszeitlich bedingt etwas größer wird, suchen die Vermarkter händeringend nach Schweinen. Und weil die Schlachtunternehmen auf die größtmögliche Auslastung Ihrer Kapazitäten setzen ist, weiter von unveränderten Preisen auszugehen. Der sehr feste bis steigende Rindfleischmarkt unterstützt diesen Trend.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 30.11.2010









2010 11 30
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