14.07.2009

EU-Schweinepreise: Erhoffter Preisanstieg bleibt aus – Markt uneinheitlich

Korrigierte Notierungen 2009

Der europäische Schlachtschweinemarkt präsentiert sich in der aktuellen Schlachtwoche uneinheitlich. Nachdem deutsche Erzeuger in der vergangenen Woche aufgrund des knappen Angebots an schlachtreifen Schweinen auf steigende Preise gehofft hatten, mussten sie sich letztendlich mit einer unveränderten Notierung zufrieden geben. Angesichts schlechter Marge bei den Fleischverkäufen und lautstarker Klagen der Schlachtunternehmen ließ sich keine Verbesserung durchsetzen. Diesem Beispiel folgten die Notierungen in den Niederlanden, Belgien und Österreich.

 

Tendenz zur Schwäche zeigten die Notierungen in Frankreich, Dänemark, Großbritannien und Schweden. Daraus resultierend liegen die korrigierten Notierungen in Deutschland, Niederlande und Frankreich auf etwa einem Niveau.  Das bedeutet, dass Frankreich den Preisabstand aus der Vorwoche nicht halten konnte. Auch Spanien bekam den Druck der nordeuropäischen Schlachtunternehmen zu spüren und spanische Schlachthäuser reduzierten ihre Aktivität. Aber Urlaubssaison und das florierende Exportgeschäft führten zur Erleichterung der Erzeuger zu einem moderaten Preisanstieg.

 

Tendenz: Aufgrund der weiter knappen Stückzahlen an lebenden Schweinen ist von mindestens stabilen Preisen auszugehen. Wenn die angekündigte Wetterverbesserung tatsächlich eintritt, könnte das Fleischgeschäft den nötigen Impuls erhalten und den Preis anziehen lassen. Darüber hinaus kehren bereits erste Urlauber zurück und kurbeln den inländischen Fleischkonsum an.

 

Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 14.07.2009

 



2009_07_14

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