EU-Schweinepreise: Deutschland ist schlechtes Vorbild
In der aktuellen Woche dreht sich die Preisspirale am Schlachtschweinemarkt in Europa weiter abwärts. Deutschland glänzt
wieder einmal in seiner Vorreiterrolle, zwingt die Notierung mit minus 4 Cents in die Knie und reißt damit das übrige Europa mit sich. Die Niederlande, Frankreich, Belgien, Österreich und nicht zuletzt Dänemark nahmen die Einladung gerne an und reduzierten die Preise.
Das Angebot an Schlachtschweinen fällt allgemein reichlich aus. Die deutschen Schlachtunternehmen hatten in der vergangenen Woche aufgrund schwacher Fleischgeschäfte massiv Druck aufgebaut. Der Kasus Knaxus
seien die Verluste bei den Edelteilen. Spanische Erzeuger haben aktuell mit dem ersten Preiseinbruch nach der traditionellen sommerlichen Hochpreisphase zu kämpfen. Das umfangreiche Lebendangebot ist hier zum Teil auf einen Angebotsstau durch einen katalanischen Feiertag am 11. September zu begründen.
Tendenz: In Deutschland wird in der kommenden Schlachtwoche ein rückläufiges Lebendangebot erwartet. Das könnte maßgeblich zur Entspannung am Schlachtschweinemarkt beitragen. Von knappen Stückzahlen kann jedoch noch nicht gesprochen werden.









2008_09_23
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