EU-Schweinepreise: Deutschland baut Vorsprung aus – Arktische Temperaturen treiben Preise
Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der neuen Schlachtwoche stabil bis freundlich. Das fast schon arktische Wetter treibt die Schlachtschweinepreise in Europa in die Höhe. Deutschland nimmt mal wieder eine Vorreiterrolle ein und baut mit einem spürbaren Preisanstieg von 3 Cent seinen Vorsprung gegenüber den anderen bedeutenden, schweinereichen Mitgliedsländern aus. Andere Notierungen folgten dem deutschen Vorbild nur zum Teil. So legte die niederländische Notierung um lediglich 2 Cent zu und überholte auf dem Weg allerdings das französische Preisniveau. Auch Österreich verbuchte ein Plus von 2 Cent, während die Belgier sich mit 1 Cent zufrieden geben mussten.
In die Röhre schauten die dänischen Schweineerzeuger. Seit mittlerweile 11 Wochen müssen sie mit unveränderten Preisen auskommen und bleiben damit im Mittelfeld der fünf schweinereichsten Mitgliedsländer. Weiterhin zur Schwäche tendieren die Preise in Osteuropa. Insgesamt ist das Angebot an schlachtreifen Schweinen in Europa durch den Wintereinbruch deutlich knapper. Zum einen ist die Logistik aufgrund schneeglatter Straßen erschwert und zum anderen fällt die Abgabebereitschaft der Mäster geringer aus.
Tendenz für den deutschen Markt: Das Bild der Schweinevermarktung in Deutschland zeigt sich aktuell uneinheitlich. Während einige Händler und Erzeugergemeinschaften händeringend nach Schlachtschweinen suchen, sind andere Vermarkter bereits ausreichend bestückt. Insgesamt ist daher von unveränderten Preisen auszugehen.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 07.12.2010









2010_12_07
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