30.10.2007

EU-Schweinepreise: Bodenbildung auf breiter Front!

Eu Am europäischen Schlachtschweinemarkt zeichnet sich nach Wochen des Preisdrucks eine Stabilisierung der Märkte ab. Trotz des weiterhin großen Angebots werden quer durch Europa unveränderte Notierungen festgestellt. Inwieweit die PLH für diese Bodenbildung verantwortlich ist, ist schwer abzuschätzen. Physisch wirksam dürfte die Förderung der privaten Lagerhaltung erst ab der zweiten Novemberwoche werden, da die Anträge erst jetzt gestellt und dann bearbeitet werden müssen. Trotzdem hat die Ankündigung der PLH bereits eine stabilisierende Wirkung auf den Schweinemarkt.

Sowohl in Schweden als auch in Großbritannien gibt es derweil erste Solidaritätsbekundungen einzelner Lebensmittelketten für die einheimischen Schweinehalter. Sie zahlen auf Grund der gestiegenen Futterkosten freiwillig mehr fürs Schweinefleisch unter der Bedingung, dass dieses Geld bei den Schweinehaltern ankommt. In beiden Ländern gibt es unter der Bevölkerung große Präferenzen für einheimisches Schweinefleisch.

Die Vermarktungssituation auf den Fleischmärkten hat sich derweil etwas entspannt. Der Binnenmarkt in Westeuropa steht nur noch leicht unter Druck, während der Export mengenmäßig zufriedenstellend läuft. Das Preisniveau im Export ist auf Grund des starken Euros allerdings nicht befriedigend.

Tendenz: In einigen Ländern wird der fehlende Schlachttag am 1. November für leichte Überhänge am Markt sorgen. Nachfrageimpulse durch Monatsbeginn und PLH sollten aber einen Ausgleich bringen und zumindest stabile Preise ermöglichen.


20071030

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