EU-Schweinepreise: Angst vor der Finanzkrise
Eine Tendenz zur Schwäche weist derzeit der europäische Markt für Schlachtschweine auf. Mit minus korrigierten 3,7 Cents verzeichnete die spanische Notierung den stärksten Preisverlust, was aufgrund der saisonalen Ursache kein Grund zur Beunruhigung ist. Die belgische Notierung kann den Preisanstieg der Vorwoche nicht halten und rudert zurück. Schon zum zweiten Mal in Folge weicht die niederländische Notierung vom deutschen Nachbarn ab und stellt einen Preisrückgang fest.
Vorbildcharakter hat wieder einmal Deutschland. Der Markt für Schlachtschweine präsentiert sich hier insgesamt ausgeglichen bei stabilen Preisen und kann der weltweiten Finanzkrise trotzen. Bislang war kein negativer Einfluss dieser festzustellen, lediglich die Angst davor ist auf den Fleischmärkten zu spüren. Osteuropa und Großbritannien haben derzeit mit Währungsverlusten zu kämpfen. Der Bestandsabbau in Europa wird in den nächsten Monaten endlich Früchte tragen. Im nächsten Jahr wird ein Rückgang der Erzeugung von etwa vier Prozent erwartet. Bislang waren die Konsequenzen noch nicht überall bemerkbar.
Tendenz: Die Schlachtbänder laufen in der kommenden Woche weiter auf Hochtouren, um das Angebot abzuarbeiten. Ein Überhang wird nicht erwartet.









2008_10_14
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