01.06.2010 RSS Feed

European Pig Producers feiern 20-jähriges Jubiläum in den Niederlanden

Teilnehmer des 20. EPP-Jubiläums in den Niederlanden

Teilnehmer des 20. EPP-Jubiläums in den Niederlanden

Der Kongress der European Pig Producers fand in diesem Jahr in Eindhoven in den Niederlanden statt. Vom 26.-29. Mai 2010 trafen sich rund 400 Mitglieder aus insgesamt 8 Ländern zum 20-jährigen Jubiläum von EPP. Das Treffen der europäischen Schweinehalter stand unter dem Motto: „Some pigs are more equal than others“. In den 20 Jahren seit der Gründung 1990 hat der Club der Schweinehalter mittlerweile 469 Mitglieder aus insgesamt 26 Ländern gewonnen.


Betriebsbesichtigung

Betriebsbesichtigung

Das 20-jährige Bestehen von EPP begann am Donnerstag mit der diesjährigen Mitgliederversammlung und der Besichtigung der Betriebe der EPP-Mitglieder Nooyen, Schippers und Pigtek (o.a. Porcon).


Ein Höhepunkt der Veranstaltung war ein Symposium am Freitag dem 28. Mai, das sich mit den Besonderheiten der niederländischen Schweineproduktion befasste. Gerald Behrens (Boehringer Ingelheim), Bert-Jan Ruumpol (ForFarmers) und Antoon van den Berg (Hypor) gingen in ihren Vorträgen auf besondere Aspekte der niederländischen Fleisch- und Ferkelerzeugung sowie auf die Vermarktung ein.


EPP-Symposium

EPP-Symposium

Bert-Jan Ruumpol (ForFarmers) berichtete, dass es in den Niederlanden rund 3.000 Sauenbetriebe mit durchschnittlich 350 Sauen/Betrieb gebe. Der Exportanteil der Niederlande liege bei 60%. Im europäischen Vergleich haben die Niederlande eine gute Kostenstruktur, jedoch Nachteile gegenüber den USA und Brasilien im Hinblick auf die GVO-Problematik bei Futtermitteln, Tierschutz Umweltauflagen usw.

Gerald Behrens von Boehringer Ingelheim bestätigte in seinen Ausführungen, dass Brasilien die Kostenführerschaft habe. Er sagte, die Zukunft der westeuropäischen Schweinebranche sehe er u.a. in der Entwicklung von Marken. Potentiell geeignete Eigenschaften seien nach seiner Auffassung Qualitätskontrollen und der Verweis auf regionale Herkunft.

v.l.Ulrich Pohlschneider, Sven Häuser, Birgit Scharlau, Peter Seeger, Kathrin Seeger, Philipp Schulze Esking

v.l.Ulrich Pohlschneider, Sven Häuser, Birgit Scharlau, Peter Seeger, Kathrin Seeger, Philipp Schulze Esking

Antoon van den Berg, von der Firma Hendrix Genetics verwies hingegen auf die hohe Kostenbelastung in den Niederlanden durch staatliche Auflagen. Zur Preisbildung merkte er an, dass den Verbrauchern der Wert von Fleisch deutlich gemacht werden müsse. Man müsse agieren statt reagieren und er stellte die Frage ob der Verbraucher bereit sei, die höheren Kosten für Animal Welfare zu bezahlen.

Darüber hinaus zeigten zwei niederländische Schweinehalter, wie sie ihre Betriebsführung unter internationalen Rahmenbedingungen managen.



Aktuelles...

 
Was meinen Sie?

Tierwohllabel sind in aller Munde.

Können Sie sich vorstellen mit Ihrem Betrieb an einem Tierwohllabel teilzunehmen?

 
 
 
 
Abstimmen
ISN-Mitglied werden & Vorteile sichern

Profitieren Sie als ISN-Mitglied von unseren zahlreichen Serviceleistungen, wie

Hier können Sie Mitglied werden.

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Ob Maskenänderungen, Tierschutzplan oder Tierhaltung in der Öffentlichkeit: Sagen Sie uns Ihre Meinung!