EU-Schweinepreise: Talsohle dürfte erreicht sein
Auf den EU-Märkten dürfte die Talsohle bei den Schweinepreisen erreicht sein. In Frankreich, Dänemark und Spanien gaben die Notierungen noch um 2 bis 3 Cent nach, dieser Preisrückgang fiel nach der deutlichen Preissenkung der deutschen Leitnotierung in Höhe von 9 Cent in der Vorwoche jedoch vergleichsweise gering aus. Neben der unveränderten Notierung in Deutschland gab es auch in vielen anderen Staaten, wie z.B. Österreich und Italien keine Preisänderung.
Es scheint also mehr als fraglich, ob die negative Markteinschätzung einiger großer deutscher Schlachtunternehmen in den letzten Tagen wirklich gerechtfertigt war. Insbesondere bei der VION scheint es für den deutschen Unternehmensbereich jetzt Strategie zu sein, bereits am Donnerstag ihren Preis für die kommende Woche den Lieferanten schriftlich mitzuteilen. Durch Preismeldungen, die weit unter den realen Angebots- und Nachfrageverhältnissen auf dem Lebendmarkt liegen, soll offensichtlich Angst vor Hauspreisen geschürt und Druck auf Preismelder ausgeübt werden. Oder soll damit gar das von vielen Erzeugern, Vermarktern und Schlachtunternehmen akzeptierte System der Preisfindung in Deutschland ad absurdum geführt werden? Sicher ist, dass mit diesen negativen Markteinschätzungen alle Beteiligten stark verunsichert werden, nicht zuletzt auch auf der Stufe der Fleischabnehmer. Eine negative Preisspirale für die gesamte Kette ist die Folge.
Tendenz für den deutschen Markt: Das Angebot an schlachtreifen Schweinen fällt in Deutschland derzeit eher unterdurchschnittlich aus und wird stetig nachgefragt. Marktbeteiligte berichten, dass die Nachfrage der Schlachtunternehmen derzeit das Angebot sogar übersteigt. Für die kommende Schlachtwoche dürften daher mindestens stabile Notierungen die Folge sein.









EU-Schweinepreisvergleich 17.01.2012
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