EU-Schweinepreise: Preisdruck deutscher Schlachtunternehmen: Starke Verunsicherung der Märkte
In der aktuellen Woche können die Schlachtunternehmen auf nahezu allen europäischen Märkten deutliche Preisrückgänge durchsetzen. Am größten fällt der Preisrückgang in Deutschland und den Niederlanden mit 9 bzw. 8 Cent aus. Bereits am vergangenen Donnerstag und damit schon vor der Bekanntgabe des Preises der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften, hatte die VION ihren Preis für Deutschland um 10 Cent nach unten korrigiert und hierdurch großen Druck auf den Markt ausgeübt. Im Schlepptau von Deutschland gerieten auch in anderen Nachbarländern die Preise unter stärkeren Druck, so zum Beispiel in Österreich und Belgien mit jeweils minus 6 Cent. Im Vergleich zu Deutschland und den Niederlanden fällt der Preisrückgang in Dänemark mit umgerechnet 4 Cent relativ gering aus. Dänemark profitiert weiter von stabilen Fleischgeschäften in Richtung Großbritannien und Asien, insbesondere nach Japan und China.
Tendenz für den deutschen Markt: Im Fleischgeschäft sind insbesondere die Preise für Schinken und Lachse stark unter Druck geraten. Hier laufen, typisch für diese Jahreszeit, die Geschäfte sehr schleppend. Die Preise für Nacken, Schultern und Bäuche sind dagegen weniger stark im Preis gefallen, da sie zum einen für die kommende Grillsaison eingelagert werden und zum anderen durch den Export nach Asien, insbesondere nach Südkorea, gestützt werden. Aus heutiger Sicht ist nur schwierig zu beurteilen, ob sich die Fleischnachfrage zu den stark reduzierten Kursen beleben wird und sich somit die Erzeugerpreise stabilisieren können.









EU-Schweinepreisvergleich 10.01.2012
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