EU-Schweinepreise: Märkte im ruhigen Fahrwasser
In der aktuellen Schlachtwoche ist der europäische Schlachtschweinemarkt unverändert ruhig. Viele Notierungen bewegten sich seitwärts, darunter auch das Dreigestirn
Deutschland, Niederlande, Dänemark. Auch der seit Jahresbeginn in Spanien stattfindende Preisanstieg flacht sich mittlerweile ab. Ein spürbares Plus von 1,8 Cent konnten sie Franzosen für sich verbuchen. Damit baut Frankreich den zweiten Rang im europäischen Gefüge der fünf größten, Schweine haltenden Länder in der EU aus. Unangefochten ist Spanien auf Platz 1.
Äußerst unbefriedigend ist aus Sicht der deutschen Erzeuger die deutsche Notierung, die sich nun schon seit fünf Wochen nicht weiter nach oben bewegt. In Großbritannien konnte die Notierung um korrigierte 1,8 Cent zulegen. Doch nach Angaben der BPEX fehlen zur kostendeckenden Erzeugung von Schlachtschweinen derzeit 0,35 GBP (entsprechen 0,41 EUR). Mit dem kräftigen Anstieg der Futtermittelkosten und der daraus resultierenden, fehlenden Rentabilität der Schweinehaltung haben auch die Spanier zu kämpfen. Obwohl der spanische Schweinebestand nach aktuellen Viehzählungsergebnissen um 1,8 Prozent zulegte, ist nach Angaben der AMI von rückläufigen Bestandszahlen im zweiten Halbjahr 2011 auszugehen. Kurzfristig soll dort das Lebendangebot jedoch etwas größer ausfallen und große Preissprünge nach oben verhindern.
Tendenz für den deutschen Markt: In den Karnevalshochburgen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, haben einige Schlachtunternehmen die Produktion während der tollen Tage etwas zurückgefahren. Nach Aschermittwoch werden die Schlachtbänder wieder auf Hochtouren laufen und der Fleischabsatz die nötigen Impulse liefern. Von einem Angebotsstau ist angesichts leicht rückläufiger Gewichte nicht auszugehen. Die weiteren Aussichten sind positiv, mindestens aber stabil einzuschätzen.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 08.03.2011









2011_03_08
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