27.04.2011

EU-Schweinepreise: Gute Nachfrage treibt Preise in die Höhe

2011_04_27

In beflügelndem Optimismus befindet sich der europäische Schlachtschweinemarkt auch in der neuen Schlachtwoche. Wieder konnten etliche Notierungen den Preisanstieg fortsetzen und spürbar zulegen. Den stärksten Preisanstieg verbuchte Italien, wobei das Land in den letzten Wochen auch einen Preisrückgang hatte hinnehmen müssen. Deutlich zulegen konnte auch Großbritannien, gefolgt von Deutschland, den Niederlanden im Fahrwasser sowie Österreich und Belgien. Nur unverändert zeigten sich die Notierungen in Spanien, Frankreich, und Schweden.

Die dänische Notierung bewegte sich ebenfalls nur seitwärts und liegt nun mit dem niederländischen Preisniveau exakt gleichauf. Sollte Dänemark in der nächsten Schlachtwoche nicht nachziehen, hat es den letzten Rang unter den fünf schweinereichsten EU-Mitgliedsstaaten nach langer Zeit wieder sicher. Die Niederlande und Deutschland verringerten durch den jüngsten Preisanstieg den Preisabstand zum Spitzenreiter Spanien und Zweitligisten Frankreich deutlich.

 

Positive Aussichten verspricht auch die jüngste Einschätzung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums. Danach sollen die weltweiten Schweinefleischimporte um etwa 7 Prozent steigen. Hintergrund ist der steigende Importbedarf in Südkorea aufgrund des MKS-Seuchenzuges, eine steigende Nachfrage sowohl aus China als auch aus dem durch Erdbeben und Tsunami gebeutelten Japan. Auch Russland dürfte verstärkt Schweinefleisch nachfragen, da die geplante Ausweitung des russischen Schweinebestandes durch das dürrebedingte Futtermittelangebot schwieriger werden wird.

 

Tendenz für den deutschen Markt: Das Angebot an schlachtreifen Schweinen trifft nach den Osterfeiertagen auf eine sehr rege Fleischnachfrage. Mit Blick auf Ostern bieten sich den Erzeugern in diesem Jahr ungewöhnlich vorteilhafte Marktbedingungen: Nicht immer waren in den Vorjahren die Temperaturen so mild und ermöglichten über Ostern ein brummendes Grillfleischgeschäft. Dass parallel die Spargelzeit so früh und gut anlief, treibt ebenfalls die Fleischpreise nach oben. Für die kommende Notierung ist mit einem starken Preisanstieg zu rechnen.

 

Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 27.04.2011



2011_04_27

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