EU-Schweinepreise: Fortsetzung der Preisrallye
Der europäische Schlachtschweinemarkt setzt in der neuen Schlachtwoche seine Preisrallye fort. Bei den meisten Notierungen zeigte sich ein deutlicher Spielraum nach oben. Eindeutig die Nase vorn hatte Belgien mit einem Preisanstieg von korrigierten 5 Cent. Dänemark verbuchte nach fünf Wochen ohne jede Preisbewegung endlich einen spürbaren Notierungsanstieg und verhinderte damit um 5 vor 12
, auf den letzten Rang im europäischen Preisgefüge der fünf bedeutenden Schweinehalternationen abzurutschen. Die Niederlande liegen mit der korrigierten Notierung marginal hinter Dänemark. Große Enttäuschung herrschte in Deutschland über den geringer als erwartet ausfallenden Preisanstieg von nur 4 Cent.
In Spanien zog die Notierung erstmalig seit Kalenderwoche 10 wieder an und verfehlt mit einem korrigierten Preisniveau von 1,698 EUR haarscharf die magische 1,70 – Euro – Marke. Aufgrund ausgeglichener Marktverhältnisse blieb der französische Preis unverändert. In Tschechien hat sich der rückläufige Schweinebestand auf die Fleischproduktion ausgewirkt. So wurden im 1. Quartal 2011 4,7 Prozent weniger Schweine geschlachtet.
Tendenz für den deutschen Markt: Das Angebot an schlachtreifen Schweinen hatte am Wochenende zugenommen und wird zu Beginn der neuen Schlachtwoche aber zügig abgearbeitet. Obwohl die Schlachtunternehmen gewohnheitsmäßig über nicht umzusetzende Preisaufschläge klagen, ist derzeit weiter von einer guten Fleischnachfrage auszugehen. Während die Schlachtunternehmen eine Verschnaufpause fordern, müsste sich aus Erzeugersicht der Preisanstieg weiter fortsetzen.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 03.05.2011









2011_05_02
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