EU-Schweinepreise: Endlich steigender Markt
Der europäische Schlachtschweinemarkt zeigt sich in der neuen Schlachtwoche im Aufwärtstrend. Allen voran legte die deutsche Notierung um 7 Cent zu und lieferte damit den angrenzenden Nachbarländern eine gute Vorlage. Die belgische Notierung, die auf dem Lebendgewicht basiert, legte in der korrigierten Rechnung sogar um 7,4 Cent zu. Dennoch zogen die Preise nicht überall in gleicher Höhe an. Die Niederlande konnten einen Preisanstieg von korrigierten 5,8 Cent umsetzen. Die Preissteigerungen fielen auch in Dänemark deutlich geringer aus, ebenso Großbritannien.
In Spanien setzte sich der vor Wochen eingesetzte Preisanstieg nicht fort und die Notierung blieb unverändert. Auch Schweden bewegte sich seitwärts. Nur marginal tendierte Frankreich nach oben. Den aktuellen russischen Klagen über den hohen Importbedarf an Fleischerzeugnissen Russlands steht die Aussicht auf Lockerung der dioxinbedingten Exporteinschränkungen für deutsches Fleisch ab Ende März gegenüber gestellt. Obwohl von Präsident Medwedew nicht gern gesehen: Der Fleischbedarf ist mit russischen Erzeugnissen allein nicht zu decken, so dass bald sicher wieder einfacher Transporte mit Schweinefleisch und lebende Schweine nach Russland rollen werden.
Tendenz für den deutschen Markt: Die Nachfrage der Schlachtunternehmen nach schlachtreifen Schweinen hat nach der deutlichen Preiserhöhung von 7 Cent am Freitag nicht nachgelassen. Die Schlachtbänder laufen auf Hochtouren. Der Markt präsentiert sich so freundlich, dass ein weiterer, moderater Preissprung zur nächsten Notierung möglich scheint.
Quelle und Copyright: ISN e.V., Damme, http://www.schweine.net, 15.03.2011









2011_03_15
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