Die Europäische Kommission wird auf absehbare Zeit nicht vorschlagen, die Transportzeit für Schlachttiere auf acht Stunden zu begrenzen, so Agra-Europe. Das hat EU-Gesundheitskommissar John Dalli am Dienstag vergangener Woche gegenüber dem Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments klargestellt.
Dalli rief die Abgeordneten dazu auf, der Realität ins Auge zu schauen: Die Schlachtbranche habe sich in den vergangenen Jahrzehnten vollkommen umstrukturiert. Die Unternehmen seien enorm gewachsen und hätten sich räumlich konzentriert. Viele kleinere Schlachthöfe seien aus wirtschaftlichen Erwägungen geschlossen worden. Das führe zwangsläufig zu längeren Anfahrtszeiten.
Dalli betonte, dass er diese Entwicklung nicht unbedingt begrüße, aber sie sei nun einmal eingetreten. Derzeit sei es nicht ratsam, neue Vorschriften zu schaffen. Stattdessen müsse man sich darauf konzentrieren, dass die bestehenden Vorschriften in den Mitgliedstaaten auch durchgesetzt würden. Regelverstöße müssten bekämpft werden, so der Kommissar. Das Europaparlament hatte sich im März für die Begrenzung der Transportzeit von Schlachttieren auf acht Stunden ausgesprochen.










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