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04.12.2012

EU-Schweinepreise: Preissenkungen unvermeidbar; Boden erreicht?

ESPV 04.12.12

Der Druck auf die EU-Notierungen hält auch in der aktuellen Schlachtwoche an.

 

Eine Ursache, die allen europäischen Ländern direkt oder indirekt zu schaffen macht, sind die aus EU-Sicht schleppend verlaufenden Exporte in die Drittlandsmärkte. In Richtung Russland hat sich der Boom nach dem WTO-Beitritt zuletzt merklich abgekühlt. Brasilianische, US-amerikanische und kanadische Importeure sind derzeit gefragter, da sie zu einem günstigeren Preisniveau anbieten können. Gleichzeitig steht europaweit ein ausreichendes Angebot mit teilweise deutlich gestiegenen Schlachtgewichten zur Verfügung.

 

In Deutschland konnte man in dieser Woche dem Druck der deutschen Schlachtunternehmen nicht standhalten. Der Vereinigungspreis wurde daher nach zwei Hauspreiswochen in Folge auf die Preisvorstellung der großen Schlachtunternehmen herabgesetzt. Auch in Österreich mussten die Preise um -5 Cent nach unten korrigiert werden. Ähnlich wie in Deutschland sind auch hier die Schlachtgewichte in den vergangenen Wochen gestiegen.

 

In den südeuropäischen Mitgliedsstaaten sind die Preisrückgänge in den vergangenen Wochen etwas moderater ausgefallen, jedoch stehen auch hier die Notierungen weiter unter Druck. In Frankreich gaben bereits am vergangenen Donnerstag die Kurse um umgerechnet -4 Cent nach, in Spanien wurden die Preise um umgerechnet -2 Cent gesenkt.

 

Wieder einmal nicht betroffen von den Preissenkungen sind die dänischen Schweinehalter. Hier fällt weiterhin das Angebot relativ knapp aus, so dass der Preis hier unverändert notierte.

 

Tendenz für den deutschen Markt: Die angebotenen Stückzahlen fließen derzeit reibungslos ab. Aus heutiger Sicht dürften stabile Erzeugerpreise für die kommende Schlachtwoche die Folge sein.



2012_12_04

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