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27.11.2012

EU-Schweinepreise: Preisdruck hält EU-weit an; Dänemark trotzt mit Preisanstieg

2012_11_27

In der aktuellen Schlachtwoche hält der Druck auf die Schweinepreise EU-weit an. Ausgehend von Deutschland, wo der Vereinigungspreis um 5 Cent nachgab, wurden auch in den Nachbarländern die Notierungen z.T. deutlich korrigiert. Am stärksten gaben dabei die Preise in den Niederlanden mit umgerechnet 7 Cent nach. In Österreich und Belgien orientierte man sich an der Vorgabe aus Deutschland und reduzierte die Preise um 5 Cent.

Auch in Südeuropa setzen die Schweinepreise ihre Talfahrt fort. In Spanien wurde die Notierung um umgerechnet 2 Cent gesenkt, damit hat Spanien seit langer Zeit die Spitzenposition im Preisvergleich der fünf größten Schweine haltenden EU-Mitgliedsstaaten abgeben müssen. Als Ursache werden aus spanischer Sicht das aktuell überdurchschnittliche Angebot sowie die schwächelnde Nachfrage angeführt. Insbesondere der Export nach Russland laufe nicht mehr wie vor einigen Wochen. Einige spanische Schlachtbetriebe hätten dem Vernehmen nach ihre Exportkontingente in Richtung Moskau für dieses Jahr bereits ausgeschöpft.

Völlig entgegen diesem Trend sind die Preise in Dänemark in der aktuellen Schlachtwoche um + 4 Cent gestiegen. Anders als in den übrigen EU-Staaten kann das Angebot an schlachtreifen Tieren die aktuelle Nachfrage dort nicht vollständig decken. Hierzu passt auch die Meldung, dass Danish Crown den Bau neuer Mastkapazitäten finanziell subventionieren will. Aber auch die Meldungen über die Lage auf den Exportmärkten klingen aus dänischer Sicht bei weitem nicht so negativ wie im Rest Europas.

Tendenz für den deutschen Markt: Die deutschen Schlachtunternehmen hatten sich für das vierte Quartal, in dem die Margen traditionell recht gut sind, wohl mehr ausgerechnet. Dementsprechend hält der Preisdruck auch zu Beginn der neuen Schlachtwoche an. Nahezu alle namhaften Schlachtunternehmen zahlen nur Hauspreise in Höhe von 1,75 €/kg. Aus Sicht der Landwirte ist die Geschlossenheit, in der die großen Unternehmen in diesen Tagen eigene Preise zahlen, sehr bedenklich. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der Preisentwicklung in Dänemark. Marktgerechte Preise – Fehlanzeige?! Gegenwärtig ist nicht abzusehen, dass der Druck kurzfristig nachlassen wird, die weitere Entwicklung ist daher unsicher.



2012_11_27

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