05.12.2011 RSS Feed

Einkommen der US-Farmer erstmals über 100 Milliarden Dollar

Quelle:wikimedia

Das Nettoeinkommen der Farmer in den Vereinigten Staaten wird in diesem Jahr voraussichtlich erstmals die Marke von 100 Mrd $ (74,8 Mrd Euro) übertreffen. Davon geht das US-Landwirtschaftsministerium, nach Agra Europe, aus.

 

Laut einem Bericht, den das Agrarressort diese Woche in Washington vorlegte, wird das Bruttoeinkommen der Landwirtschaft gegenüber 2010 um mehr als 15 % auf 420,8 Mrd $ (314,7 Mrd Euro), die Produktionsausgaben aber nur um 12 % auf 320,0 Mrd $ (239 Mrd Euro) steigen. Im Ergebnis wird sich das Netteinkommen der landwirtschaftlichen Betriebe vor Steuern um 21,8 Mrd $ (16,3 Mrd Euro) oder 28 % auf 100,9 Mrd $ (75,5 Mrd Euro) verbessern.

 

Ausschlaggebend dafür sind im Einzelnen vor allem die höheren Preise für Mais, Weizen und Baumwolle sowie für Milch und rotem Fleisch. So wird erwartet, dass die Erlöse für pflanzliche Produkte im Jahresvergleich insgesamt um 16 % auf das Rekordniveau von 200,6 Mrd $ (150,0 Mrd Euro) zulegen, die für tierische Erzeugnisse um 17 % auf den 165,4 Mrd $ (123,7 Mrd Euro). Beim mittleren Haushaltseinkommen einer landwirtschaftlichen Familie, einschließlich der nichtagrarischen Einnahmen, wird allerdings nur von einer Zunahme um gut 1 % auf 54 817 $ (40 998 Euro) ausgegangen. Agrarminister Tom Vilsack wertete den aktuellen Einkommensbericht zur Landwirtschaft als gute Nachricht für das ländliche Amerika und die Wirtschaft insgesamt. Mehrere Faktoren hätten diese Zahlen möglich gemacht, darunter auch das Rekordhoch bei den Agrarexporten von 137,4 Mrd $ (102,8 Mrd Euro) in dem bis September dauernden Haushaltsjahr 2011.

 

Während sich die Landwirte in den USA auf nahezu allen Absatzmärkten zuletzt über höhere Preise für ihre Produkte freuen konnten, mussten sie aber gleichzeitig zum Teil ebenfalls deutlich höhere Preise auf der Ausgabenseite verkraften. Auch inflationsbereinigt bedeuten die voraussichtlichen Produktionskosten von 320 Mrd $ (239,3 Mrd Euro) in diesem Kalenderjahr nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums einen neuen Höchststand, der den bisherigen Rekord aus dem Jahr 1979 ablöst. Zu Buche schlagen nach den Berechnungen des Washingtoner Agrarressorts auf der Kostenseite der Farmer und Rancher vor allem der Anstieg der Ausgaben für Futtermittel um 23 %, für Dünger um 28 %, für Treib- und Schmierstoffe um 27 % sowie für Tiere um 18 %, so Agra Europe.



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