30.11.2011 RSS Feed

Edeka will Tierschutz voranbringen

Edeka

Deutschlands größter Lebensmitteleinzelhändler EDEKA hat das Thema Tierschutz auf seine Fahnen geschrieben und will dazu längerfristig Verbesserungen in der Nutztierhaltung erreichen, berichtet Agra Europe.

 

Der Werksleiter des Edeka Nordfrische Centers, Roland Ferber, stellte in der vergangenen Woche bei der Fachtagung Vieh und Fleisch des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) in Montabaur klar, dass der Handelskonzern die Deutungshoheit zu diesem Thema nicht den Schlachtunternehmen beziehungsweise der Landwirtschaft überlassen wolle. Ferber geht davon aus, dass sich unter einer neuen Bundesregierung beim Tierschutz einiges ändern wird.

 

Zudem erwarteten die Verbraucher glücklichere Tiere. Gleichzeitig betonte der Betriebswirt und Fleischermeister, dass EDEKA mit der Landwirtschaft als Partner nach Lösungen suchen wolle, damit alle in der Wertschöpfungskette noch etwas verdienen könnten. Wir werden nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, versprach Ferber.

 

Zunächst sollen dem Werksleiter zufolge gemeinsam mit Erzeugergemeinschaften unter wissenschaftlicher Begleitung Musterbetriebe mit Modellställen aufgebaut werden, um zu prüfen, was die jeweilige Tierschutzmaßnahme kostet, so Agra-Europe. Auch sei zu sehen, ob der Verbraucher dies annehme und bezahle. EDEKA hat laut Ferber in einem Ende 2010 ins Leben gerufenen Arbeitskreis Prioritäten zum Tierschutz in der Nutztierhaltung benannt. Bei der Schweinehaltung sind nach Angaben des Betriebswirts vorrangig die betäubungslose Ferkelkastration und das Schwänzekupieren sowie der Antbiotikaeinsatz anzugehen,

 

McDonalds verzichtet auf Fleisch kastrierter Mastschweine

Relativ gut aufgestellt in Sachen Tierschutz sieht sich derzeit die Fast-Food-Kette MacDonald´s in Deutschland. Die Leiterin der Unternehmensabteilung Public Affairs in München, Eva-Maria Haas, stellte in Montabaur fest, dass McDonald´s in dieser Frage weiter sei als andere in der Branche.

So werde seit Anfang dieses Jahres auf Fleisch kastrierter Mastschweine verzichtet. Die Ansprüche der Konsumenten seien gestiegen. Ihnen sei die soziale Zustimmung zu den angebotenen Lebensmitteln wichtig, die Herkunft Deutschland sowie die Einfachheit der Lebensmittel. Nach Angaben von Haas wird Vertrauen vor allem durch ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis, durch soziale und ökologische Nachhaltigkeit, durch Kundenorientierung, einen starken Service und durch Qualität als wichtigstem Aspekt gewonnen.

 

 

 



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