02.06.2010 RSS Feed

Ebergeruch lässt sich züchterisch reduzieren

Eber Den Ebergeruch rein züchterisch in acht bis zehn Jahren zu reduzieren, halten Experten für durchaus möglich, berichtet fleischwirtschaft.de.


Das Thema Ebermast war ein Programmpunkt auf der Arbeitstagung Tierernährung 2020 – Herausforderungen an die anwendungsorientierte Forschung, die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) gemeinsam mit dem Verband der Landwirtschaftskammern unter Mitarbeit des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) sowie der Fachgruppe Tierernährung des Verbands Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) ausgerichtet wurde.

Angesichts des hohen Drucks von Tierschutzorganisationen erscheine wegen der Zeitspanne eine solche Lösung politisch nur bedingt hilfreich, so die einhellige Meinung. Auf der Tagung wurde zudem kritisch angemerkt, dass die Kastration sowie die Impfung mit zweimaliger Injektion insbesondere hinsichtlich des Schmerzes für das Ferkel diskutiert würden, während die bei der Mast von Ebern zu erwartenden Rangkämpfe und Verletzungen der männlichen Tiere im Zeitraum der Pubertät bisher kein Thema seien. Überdies zeigten Versuchsergebnisse, dass Eber gerade am Ende der Mast noch höchste Zunahmen erreichten und so höhere Anforderungen an die Nährstoffversorgung in der Endmast stellten als Sauen und Kastraten.

Diskutiert wurde auch die Forderung des LEH nach hochstandardisierter Ware. Dabei könnte auch eine stärkere Berücksichtigung verschiedener Aspekte bei der Haltung und der Produktion verlangt werden, so etwa in den Bereichen Gesundheit sowie Tier- und Klimaschutz. Die Experten machten deutlich, dass nicht alle vom Handel erhobenen Forderungen im Hinblick auf Qualitätsmerkmale derzeit objektiv wissenschaftlich begründbar oder auf originäre Kundenwünsche zurückzuführen seien. Sie dienten auch der Produktprofilierung zum Zweck der Kundenbindung und einer höheren Wertschöpfung.


Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 22/2010

 



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