Dioxin-Grenzwerte: Eine Frage der Relation
Die Experten Prof. Dr. Gerhard Greif und Prof. Dr. Jörg Hartung von der Tierärztlichen Hochschule Hannover stellen im Interview für die "Hannoversche Zeitung" am 12.01. klar: "Die Qualität unserer Nahrung hat nichts mit der Betriebsgröße zu tun". Die heutige Form der Tierhaltung sei nicht die Erfindung böswilliger Bauern, sondern den Markterfordernissen geschuldet. "Die Betriebe sollen in ausreichender Menge und Qualität liefern, die Produkte sollen kostengünstig, umweltverträglich und mit dem Tierschutz vereinbar sein. Das können nur spezialisierte Betriebe leisten."
Fachlich nicht gerechtfertigt sei zudem die Empfehlung, jetzt auf Bioeier umzusteigen. Eier von freilaufenden Hühnern können ebenfalls Dioxin enthalten, weil das Gift in der Umwelt weit verbreitet ist. In einem Leitfaden für Tierhalter (Dioxin- und PCB-Einträge in Lebensmittel vermeiden)stellte das Bundesumweltministerium bereits im Jahr 2009 fest: "Bioprodukte" enthalten nicht mehr Dioxine. Aber eben auch nicht weniger.
In dem Leitfaden findet sich übrigens auch der Hinweis, dass die Dioxinbelastung in tierischen Produkten seit Jahren rückläufig ist. In der Umwelt sei die Dioxinbelastung sogar um 90 Prozent zurückgegangen. Darauf weist der Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) in einer Presseerklärung vom 12.01. hin.
Interessante Einblicke und wissenschaftlich belegte Antworten auf die aktuelle Dioxinproblematik gibt Lebensmittelchemiker Udo Pollmer. ISN meint: sehr hörenswert!
Hier finden Sie den Videobeitrag von Udo Pollmer
In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass der Grenzwert für Dioxine für Fische beispielsweise viel höher liege, als für Eier oder Fleisch.
Schweinefleisch muss im Vergleich zu anderen Tierarten die niedrigsten Grenzwerte einhalten .
Machen Sie sich selbst ein Bild:










Übersicht zu den Dioxingrenzwerten
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