In einem niedersächsischen Betrieb, in dem wegen nachgewiesener Dioxin-Grenzwertüberschreitungen bei den Futtermitteln Probeschlachtungen durchgeführt wurden, gab es heute einen positiven Befund: In einem Fall wurde der Grenzwert überschritten. In einem anderem Betrieb mit demselben Futtermittellieferanten wurde eine Dioxin-Menge im Streubereich des Grenzwertes ermittelt.
Der positive Fall im Landkreis Verden kommt aus der Reihe der aktuell gesperrten Betriebe. In diesem Fall sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten.
Zum Einen betreibt der Landwirt eine kleine Futtermühle, in der er selbst die Komponenten mischt und dafür Fette der Firma Harles und Jentzsch bezog. Zum Anderen mischte er in die betroffenen Mischfutterpartien einen relativ hohen Fettanteil ein. Der Landwirt hält 536 Schweine von denen nun 140 geschlachtet werden, da sie den Grenzwert von 1,0 Pikogramm pro Gramm um 0,5 Pikogramm überschreiten (Anmerkung: 1 Billion Pikogramm = 1 Gramm).
Der Betrieb ist seit Ende Dezember gesperrt und darf seitdem keine Schweine mehr vermarkten. Die Vorkehrungen des Landes Niedersachsen haben nach unserem Kenntnisstand insoweit zuverlässig gegriffen.
Die ISN bleibt dabei: Aufgrund der bisher bekannten Belastungen der Mischfettsäure, der üblicherweise eingesetzten Fettanteile im Schweinemischfutter und der zur Erzeugung eines Schlachtschweines verwendeten Futterarten und Futtermengen sind relevante Belastungen im Fleisch kaum möglich. Eine akute Gesundheitsgefahr besteht auch nach behördlicher Auffassung nicht. So sieht beispielsweise das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) keine Gefahr für Verbraucher.










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