Deutsche Ferkelerzeuger unter Zugzwang: Niederländer und Dänen knacken ’5-Millionen-Importgrenze’
AK-10-Status in den Niederlanden erst ab 2007
Im Jahr 2004 hatten die Dänen im Vergleich nur ca. 1,92 Mio. Ferkel nach Deutschland exportiert. Im folgenden Jahr haben sie diese Zahl somit um sage und schreibe rund 56% gesteigert. Die Niederländer haben 2004 etwa 1,89 Mio. Ferkel nach Deutschland vermarktet. Sie haben ihren Ferkelexport 2005 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 6% erhöht.
Die Gründe hierfür sind in beiden Ländern ähnlich gelagert: So sind in Dänemark in den letzten fünf Jahren zunehmend Schweinehalter aus der Mast aus- und in die Ferkelerzeugung eingestiegen, weil sich die Auflagen für die Mast immer weiter verschärft haben. So sind u.a. die Anforderungen an die nachzuweisende Fläche gestiegen. Im Ergebnis ist es im Laufe der Jahre schwieriger geworden, überhaupt eine Baugenehmigung für einen Maststall zu bekommen. Für das laufende Jahr 2006 ist davon auszugehen, dass die Zahl der von Dänemark nach Deutschland exportierten Ferkel noch weiter ansteigen wird.
Seit Einführung der so genannten
Aufgrund dieser Entwicklung und aufgrund der verbesserten Leistung in der Ferkelerzeugung erwartet die NVV, dass die Ferkelexporte im laufenden Jahr weiter ansteigen. Die Niederländer haben hierbei allerdings nicht nur den deutschen Markt, sondern besonders den osteuropäischen im Visier.
Die Entwicklung des Ferkelexports hängt für die Niederländer allerdings auch wesentlich davon ab, wann sie den so genannten Artikel-10-Status (Freiheit von der Aujeszky´schen Krankheit) erreichen. Denn diesen können sie nicht, wie ursprünglich geplant, für das laufende Jahr, sondern frühestens für 2007 beantragen. Sobald die EU den Antrag genehmigt hat, wird der Ferkelexport in AK-freie Länder wie z.B. Deutschland deutlich einfacher und kostengünstiger, weil die bisher vorgeschriebenen Bluttests entfallen. Diese haben die niederländische Schweinebranche bisher jährlich rund 16 Mio. Euro gekostet. Auf den Ferkelexport wird sich dies allerdings erst ab 2007 auswirken.
Insgesamt werden die Entwicklungen vor allem in Dänemark den Wettbewerb am deutschen Ferkelmarkt auch in diesem Jahr weiter verschärfen.
Rund drei Millionen Ferkel haben unsere Schweinehalter im vergangenen Jahr 2005 nach Deutschland exportiert, so Hans Aarestrup von den Danske Svineproducenter gegenüber der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands mit Sitz in Damme. Zusammen mit den voraussichtlich über zwei Millionen Ferkeln aus den Niederlanden wird damit nach Angaben der ISN erstmals die
5–Millionen–Importgrenzegeknackt.
Im Jahr 2004 hatten die Dänen im Vergleich nur ca. 1,92 Mio. Ferkel nach Deutschland exportiert. Im folgenden Jahr haben sie diese Zahl somit um sage und schreibe rund 56% gesteigert. Die Niederländer haben 2004 etwa 1,89 Mio. Ferkel nach Deutschland vermarktet. Sie haben ihren Ferkelexport 2005 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 6% erhöht.
Die Gründe hierfür sind in beiden Ländern ähnlich gelagert: So sind in Dänemark in den letzten fünf Jahren zunehmend Schweinehalter aus der Mast aus- und in die Ferkelerzeugung eingestiegen, weil sich die Auflagen für die Mast immer weiter verschärft haben. So sind u.a. die Anforderungen an die nachzuweisende Fläche gestiegen. Im Ergebnis ist es im Laufe der Jahre schwieriger geworden, überhaupt eine Baugenehmigung für einen Maststall zu bekommen. Für das laufende Jahr 2006 ist davon auszugehen, dass die Zahl der von Dänemark nach Deutschland exportierten Ferkel noch weiter ansteigen wird.
Seit Einführung der so genannten
Schweinequotenin den Niederlanden haben auch die dortigen Schweinehalter vermehrt umgesattelt, sind von Mästern zu Ferkelerzeugern geworden.
Seit Anfang dieses Jahres können die Mäster bei uns ihre Mastschweinequoten gegen Sauenquoten eintauschen, so Wyno Zwanenburg von den Nederlandse Vakbond Varkenshouders (NVV). Hierauf haben einige große Sauenbetriebe bereits hingearbeitet und werden ihre Sauen kurzfristig aufstocken.
Aufgrund dieser Entwicklung und aufgrund der verbesserten Leistung in der Ferkelerzeugung erwartet die NVV, dass die Ferkelexporte im laufenden Jahr weiter ansteigen. Die Niederländer haben hierbei allerdings nicht nur den deutschen Markt, sondern besonders den osteuropäischen im Visier.
Die Entwicklung des Ferkelexports hängt für die Niederländer allerdings auch wesentlich davon ab, wann sie den so genannten Artikel-10-Status (Freiheit von der Aujeszky´schen Krankheit) erreichen. Denn diesen können sie nicht, wie ursprünglich geplant, für das laufende Jahr, sondern frühestens für 2007 beantragen. Sobald die EU den Antrag genehmigt hat, wird der Ferkelexport in AK-freie Länder wie z.B. Deutschland deutlich einfacher und kostengünstiger, weil die bisher vorgeschriebenen Bluttests entfallen. Diese haben die niederländische Schweinebranche bisher jährlich rund 16 Mio. Euro gekostet. Auf den Ferkelexport wird sich dies allerdings erst ab 2007 auswirken.
Insgesamt werden die Entwicklungen vor allem in Dänemark den Wettbewerb am deutschen Ferkelmarkt auch in diesem Jahr weiter verschärfen.
Die Luft für die Sauenhalter in kleinstrukturierten Regionen wie Süddeutschland wird sehr dünn werden, schlussfolgert die ISN. Sie geht hier von einem beschleunigten Strukturwandel aus. Nur, wer marktfähige Partien erzeugen könne und dabei Kosten und Leistungen fest im Griff habe, werde künftig weiter Ferkel erzeugen können.










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