12.02.2004 RSS Feed

Deutsche, dänische und niederländische Schweinehalter arbeiten künftig enger zusammen

Dspnvv2kl ISN, Danske Svineproducenter und Nederlands Vakbond Varkenshouders vereinbaren enge Kooperation bei Markt- und Politikfragen

(ISN ck 12.02.04) Anfang Februar trafen sich Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Nord-Westdeutschland e.V. (ISN), der Danske Svineproducenter (DSP) und der Nederlands Vakbond Varkenshouders (NVV) im niedersächsischen Damme. Die ISN vertritt mit 12.000 Mitgliedern rund 70 % der deutschen Schweineproduktion, die DSP vertritt etwa 1.500 Schweinehalter und damit ca. zwei Drittel der dänischen Schweineproduktion. Die NVV zählt ca. 3.000 Mitglieder und vertritt damit etwa die Hälfte der niederländischen Schweineproduktion.

In einer zweitägigen Arbeitstagung stimmten die drei führenden nationalen Fachverbände ihre jeweiligen Positionen zu aktuellen Themen der Schweinehaltung ab. Ferner vereinbarten sie, künftig enger zusammenzuarbeiten und sich in regelmäßigen Abständen in weiteren Gesprächen u.a. über Markt- und Politikfragen abzustimmen.

So waren sich die Schweinehalter darüber einig, dass die Vorschriften über Tiertransporte zur Zeit in eine völlig falsche Richtung laufen. Der Antrag für die EU-Richtlinie sieht die Beschränkung der Transportdauer von 24 auf 9 Stunden mit anschließender 12-stündiger Pause vor. Mit dieser Regelung ist keinem gedient, so die drei Fachverbände. Die Transportdauer einzuschränken, mache ökonomisch keinen Sinn. Dies sei gerade vor dem Hintergrund des sich erweiternden Europas kontraproduktiv. Dem Tierschutz könne man damit auch nicht dienen, da vor allem das Be- und Entladen bei den Schweinen Stress verursache und nicht der Transport selbst. Einzige sinnvolle Lösung sei es, bei Beibehaltung der Transportdauer von 24 Stunden die Qualität des Transportes zu verbessern.

Angesichts der länderübergreifenden Konzentration der Schlachtunternehmen komme einem Vergleich von Schweinepreisen aus Erzeugersicht auf europäischer Ebene immer größere Bedeutung zu. Daher hat die ISN einen Europäischen Schweinpreisvergleich erstellt. Ergebnis des Vergleiches ist, dass sich die Preise im Laufe des zweiten Halbjahres 2003 immer weiter angenähert haben. Die EU-Ländergrenzen verlieren damit zunehmend an Bedeutung.
Neben den Auszahlungspreisen sehen die drei Fachverbände das Vergleichen von Produktionskosten ebenfalls als sehr wichtig an und vereinbarten auch diesbezüglich engere Zusammenarbeit, die der Markttransparenz im jeweiligen Land dienen soll.


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