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Dammer Carneval:"Gänsemarsch" durch die ISN-Geschäftsstelle

ISN-Beiratsmitglied Hardy Wehming aus Damme beim Gänsemarsch

ISN-Beiratsmitglied Hardy Wehming aus Damme beim Gänsemarsch

Die traditionelle "Nachlese" des Dammer Carnevals ist der so genannte Gänsemarsch am Dienstag nach Carneval. Es ist Brauch, dass ausschliesslich Herren hintereinander weg durch sämtliche Geschäfte der Stadt ziehen, im Gänsemarsch sozusagen. In diesem Jahr war auch die ISN-Geschäftsstelle eine Station des "Marsches". Die rund zweihundert Männer, unter den auch Schweinehalter waren, wurden natürlich dabei mit leckerer "Bierknacker" versorgt. Unter den Teilnehmern des Zuges waren u.a. auch ISN- Geschäftsführer Detlef Breuer, ISN-Beiratsmitglied Hardy Wehming und ISN-Mitglied Hendrik Meyer Möhlenhoff.

Ulrich Steinemann

Ulrich Steinemann

Sogar der Geschäftsführer des Unternehmens "Steinemann Wurst- und Fleischspezialitäten" Ulrich Steinemann aus Steinfeld machte bei dem Rundgang mit und freute sich über die köstliche Wurst. "Da werden die Schweinepreise nochmal zusätzlich angekrubelt", war die Gesamtbilanz der Teilnehmer.

ISN-Mitglied Hendrik Meyer Möhlenhoff

ISN-Mitglied Hendrik Meyer Möhlenhoff

Der Höhepunkt des närrischen Treibens in Damme, dem Sitz der ISN-Geschäftsstelle, waren die großen Festumzüge am Sonntag und Montag durch die kleine Stadt nördlich von Osnabrück.


Nachdem Christian Wulff seine Teilnahme an den Rosenmontags-Feiern in Nordwestdeutschlands Carnevalshochburg in den vergangenen Jahren wegen mehrfach absagt hatte, reiste Niedersachsens Ministerpräsident gestern an. Er zeigte sich während des Empfanges im Rathaus als beinahe begnadeter Büttenredner. Im Anschluss an die traditionelle Schlüsselübergabe fuhr er ein Stück des Umzugsweges mit.

Erwartet wurden zum Dammer Carneval eine Woche vor dem eigentlichen Rosenmontag mehrere 10.000 Besucher. Fast ganz Damme war in „Schweinehalterhand“, denn das Gros der Wagen wurde wie erwartet von Treckern hiesiger Bauern gezogen. Damit ist der Umzug der größte Norddeutschlands und verweist Osnabrück, Braunschweig und Berlin - nicht nur in der Schweinehaltung - auf die hinteren Plätze.

Auch ein Teil der Mitarbeiter der ISN-Geschäftsstelle unterstützete als aktive Karnevalisten diesen jahrhundertealten, kulturhistorisch bedeutsamen Brauch. Die Tradition, eine Woche vor den anderen zu feiern stammt aus dem Jahre 1892. Die katholische Kirche wollte den Gläubigen damals an den Karnevalstagen eine 40 Stunden lange Gebetsübung "aufbrummen". Damit sollten die Dammer für ihre Sünden büßen und in Ruhe den Herrn um Verzeihung bitten. Damit wäre der Rosenmontag als Möglichkeit ausgiebig zu feiern passé gewesen. Aber die Dammer waren schlau: Sie verlegten einfach die karnevalistischen Feierlichkeiten auf die Woche davor. So konnten sie in Ruhe beten und mussten doch nicht aufs Trinken, Tanzen und Feiern verzichten. Und so ist es bis auf den heutigen Tag geblieben.

 



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