Dänische Schweineproduktion vor großen Herausforderungen - Kostendruck, Haltungsverfahren und Tiergesundheit
Bernhard Glöckler, Rudolf Wiedmann, LSZ BoxbergGegenüber Deutschland höhere Lohnkosten und abnehmende Schlachtzahlen
Im arbeitsintensiven Schlachtgewerbe wird ständig an einer Steigerung der Produktivität gearbeitet, um die relativ hohen dänischen Lohnkosten zu verringern. Im größten dänischen Schlachtbetrieb von Danish Crown in Horsens, der 2004 für 300 Millionen Euro gebaut wurde, hat deshalb die Automatisierung mittels Robotertechnologie einen großen Stellenwert. Stündlich werden auf 3 Fertigungsstraßen 1.200 Schweine geschlachtet. Mit einem Höchstmaß an Hygiene kann gekühltes Fleisch für die Märkte in Deutschland, Polen und Großbritannien bis zu 9 Tagen in Form von Frischfleisch angeboten werden. Trotz aller Rationalisierungsmaßnahmen und Konzentration auf nur wenige Schlachthöfe hat Danish Crown auch künftig zwei Probleme: Mit durchschnittlich 25 Euro kostet die Arbeitsstunde erheblich mehr als auf den deutschen Schlachthöfen.
So wundert es nicht, dass immer mehr Schlachtschweine lebend nach Deutschland verkauft werden und so die Festkosten der dänischen Schlachthöfe durch stagnierende oder zurückgehende Stückzahlen in die Höhe treiben.










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