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       <title>ISN - schweine.net - Kommentare</title>
       <link>http://www.schweine.net/</link>
       <description>Kommentar</description>
       <language>de-de</language>
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           <title>Das Märchen von der europäischen Wettbewerbsgerechtigkeit - Ein Kommentar von Birgit Scharlau</title>
           <link>http://www.schweine.net/das_maerchen_von_der_europaeischen_wettbewerb_1.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Das Märchen von der europäischen Wettbewerbsgerechtigkeit - Ein Kommentar von Birgit Scharlau&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Tue, 01 Nov 2011 12:50:00 +0100</pubDate>
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           <title>„Schlachter ohne Anstand“ ein Kommentar von Carsten Spieker, ISN Beiratsmitglied</title>
           <link>http://www.schweine.net/schlachter_ohne_anstand_ein_kommentar_von_carsten.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Nachdem die Schlachter über Monate mit angeblich &quot;spitzem Bleistift&quot; über neuen Abrechnungsmasken gebrütet haben, war man doch nicht in der Lage, den Vermarktungspartnern rechtzeitig die Parameter für die Bezahlung der Schweine mitzuteilen. Das Mysterium neue Maske wurde von den meisten Schlachtern erst Stunden vor Inkrafttreten der Neuregelung offenbart.&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Wed, 12 Oct 2011 14:51:00 +0100</pubDate>
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       </item>
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           <title>&quot;Maskenkreativität&quot; ein Kommentar von ISN-Beiratsmitglied Hartwig Wehming</title>
           <link>http://www.schweine.net/maskenkreativitaet_ein_kommentar_von_isn_beir_1.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Interessant ist, was die aktuellen Masken so zutage fördern: So lernte ich dieser Tage, dass die EGO (Erzeugergemeinschaft) aus Osnabrück die im eigenen Schlachthof in GM-Hütte geschlachteten Schweine nicht nur nach FOM abrechnet (Stechsonde), sondern noch zur Berücksichtigung der Fleischigkeit das Fleischmaß mit einbezieht. Ist ja interessant, wo doch der MFA sich genau aus SM und FM berechnet. Zudem ist bei der neuen Berechnungsformel ja sowieso die aktuelle Genetik berücksichtigt - macht also gerade nach der Umstellung ab 04. Oktober keinen Sinn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
Den vollständigen Kommentar lesen Sie im Mitgliederbereich:</description>
           <pubDate>Fri, 30 Sep 2011 09:29:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>„Marktkonforme Abrechnungsmethode“?  = Abzockmaske in Reinkultur! Ein Kommentar von Markus Jeiler, ISN-Beirat zur Tönnies-Maske</title>
           <link>http://www.schweine.net/marktkonforme_abrechnungsmethode___abzockmaske_in.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Wenn es nicht so traurig wäre und die finanzielle Situation der Schweinehalter nicht so dramatisch, könnte man eigentlich darüber lachen oder zumindest schmunzeln, wie einfältig und platt die Schlachtbranche versucht die Schlachtschweine billig zu schießen (kaufen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um dem Landwirt dann zu erklären, dass ER es ist, der nicht marktkonform produziert, bedient man sich dann einer sogenannten Abrechnungsmaske, die den genauen Bedarf an Fleischprodukten am Markt widerspiegeln soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hat der Schweinehalter dann über mühsame Zuchtarbeit, Umstellung von Haltungs- und Fütterungsmanagement und Anpassung seiner Verkaufsstrategie es irgendwie geschafft, die Kriterien der Abrechnungsmaske einigermaßen einzuhalten, hat sich - schnell wie der Wind – angeblich das Kaufverhalten und damit die Abrechnungsmaske wieder komplett gedreht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offensichtlicher wie es die neue Tönnies - Maske zeigt, dass es eigentlich nur darum geht die Schweine so billig wie möglich an den Schlachthaken zu bekommen, hat es noch keine Abrechnungsmethode geschafft. Vorher war es der Bauch, nun ist es angeblich der Schinken  mit dem die Schlachter im Verkauf ein Problem haben. Das heißt aber noch lange nicht, oder sogar erst recht nicht, dass man die Bedeutung dieses Teilstückes im Verkauf von gut ein Drittel auf die Hälfte anheben muss. Wir können den Schinken schließlich nicht wegzaubern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist schlicht nicht machbar!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andersrum gesehen, müsste man daraus schließen, dass der Schlachter zukünftig dem Schinken im Verkauf eine sehr viel höhere Bedeutung beimessen will. Das es aber der Export ist, der super läuft, und damit auch die typischen Exportartikel eigentlich stetig im Wert angestiegen sind, da spricht im Einkauf keiner mehr von.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es zeigt uns ganz klar, dass wir durch unsere immer mehr exportabhängige Produktion, einer immer kleineren aber dafür umso mächtigeren Abnehmerschaft gegenüberstehen. Es hilft in unserem Markt wenig, wenn wir insgesamt zwar noch eine breit gefächerte Schlachterlandschaft haben, aber am Ende nur noch 3 - 5 Schlachtunternehmen tatsächlich den Ton angeben. Das zeigt doch der aktuelle Maskenball: Auch wenn die Vion noch nicht mit ihren Masken raus ist, wird klar: Kaum legt einer vor, dann ziehen die anderen nach und &quot;bessern&quot; ihre Masken nach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich finde es schon ziemlich frech, wie offensichtlich und plump man uns für dumm verkaufen will. Es ist eine Frechheit, wie maßlos und unverhältnismäßig hier mit Abzügen alles andere als gegeizt wird. Meiner Meinung nach ist diese Maske nichts anderes als modernes Raubrittertum!&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Fri, 23 Sep 2011 11:28:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_116228.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>Auf der Suche nach anderen Vermarktungswegen...ein Erfahrungsbericht von Ansgar Lünnemann, ISN-Beirat</title>
           <link>http://www.schweine.net/auf_der_suche_nach_anderen_vermarktungswegen...ein.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Seit geraumer Zeit liegt der Vereinigungspreis bei 1,53 Euro. Markt findet offensichtlich nicht mehr statt. Dieses sorgt sicherlich nicht gerade für Optimismus! Am 3. Oktober kommen nun auch noch die neuen Masken. Kaum jemand weiß, wie damit umzugehen ist!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit anderen Worten gesagt:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Schweinepreis ist auf einem nicht kostendeckenden Niveau – die neuen Masken wieder nur reine Abzugsmasken! Die Schlachter haben in keinster Weise Interesse daran, eine neue Abrechnungsmaske zu entwickeln, bei der das Kilo Schweinefleisch für Sie teurer wird. Die Schulter verschwindet aus der Abrechnungsmaske, dafür kommt ein &quot;optimaler Gewichtsbereich&quot; hinzu. Es sei mal dahin gestellt, für wen der Gewichtsbereich &quot;optimal&quot; ist? Soviel ich sicher, der Landwirt profitiert davon nicht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Vereinigungspreis als durchschnittlichen Auszahlungspreis einer Partie zu bekommen ist fast unmöglich! Einzelne Tiere, die nicht im die Norm passen – jeder kennt das! Sie machen den Schnitt kaputt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe für mich einen anderen Vermarktungsweg gesucht und vermarkte so schon seit fast 10 Jahren meine Schweine im &quot;Schnittverkauf&quot;, oder auch &quot;Lebendverkauf&quot;!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verschiedene Viehhändler schauen sich dabei die Schweine an, die vermarktet werden sollen und geben dann einen Preis ab. Der Meistbietende bekommt dann den Zuschlag, wie bei Ebay!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Regel werden Auf- bzw. Abschläge zum Vereinigungspreis ausgehandelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ausschlachtung errechnen wir anhand des Lebensgewichts auf der Fahrwerkswaage. Der Prozentsatz wurde zuvor auch ausgehandelt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gewichtsbegrenzungen bei den einzelnen Schlachtschweinen lehne ich konsequent ab. Natürlich muss das Durchschnittsgewicht ungefähr passen, das ist klar!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Verladen weiß ich schon an der Waage, wie viel ich für die Schlachtschweine bekomme und dieses garantiert ohne böse Überraschungen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Vermarktungsstrategie fordert natürlich ein gewissen Vertrauen an den Viehhändler – und umgekehrt sicherlich auch! Ein fairer und ehrlicher Umgang mit seinen Geschäftspartnern ist hierbei unumgänglich!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch den &quot;Lebensvermarktung&quot; hat der Viehhändler ein hohes Interesse die Schweine meist gewinnbringend zu verkaufen. Er ist nun kein &quot;Vermittler&quot; mehr zwischen Schlachthof und Landwirt und trägt selber das Risiko, an den &quot;falschen&quot; Schlachter zu gelangen. Bei geschickter Vermarktung kann er jedoch auch gutes Geld verdienen!&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Fri, 23 Sep 2011 09:56:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>„Verbandsklagerecht NRW: Einfacher wird es nicht“ ein Gastkommentar von Anselm Richard,stellvert. Chefredakteur des Ldw. Wochenblatt Westfalen-Lippe</title>
           <link>http://www.schweine.net/verbandsklagerecht_nrw_einfacher_wird_es_nicht_ein.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Machen wir uns nichts vor: Dass das neue Gesetz über das Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine den Landtag passieren wird, daran besteht kein Zweifel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwar wehrt sich die Opposition lautstark und mit Nachdruck dagegen, aber die Mehrheitsverhältnisse im Düsseldorfer Parlament sind eindeutig. Neben den Abgeordneten der Regierungskoalition werden auch die Linken für den Gesetzentwurf stimmen. Ob dahinter echter politischer Konsens steht oder Opportunismus, ist egal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
Massive Behinderung für tierhaltende Landwirte?
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tierhalter und Landwirtschaftsverbände befürchten Schlimmes, wenn Anfang des kommenden Jahres die neuen Spielregeln zum Beispiel für Stallneubauten gelten. Sie prophezeien, dass die Entwicklung der landwirtschaftlichen Tierhaltung massiv behindert wird und sowohl Bauern als auch Behörden in einen Kleinkrieg mit den Tierschutzvereinen hineingezogen werden. Denn diese Gruppierungen sollen nach dem Willen der Landesregierung künftig bei allen bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen mitwirken und gegebenenfalls klageberechtigt sein – als Treuhänder der Tierinteressen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Wochenblatt-Interview, nachzulesen in Ausgabe 37, bemüht sich Umweltminister Johannes Remmel zwar, die Wogen zu glätten. Das Gesetz richte sich nicht gegen die Landwirte, man begleite die Bauern positiv. Außerdem werde das Tierschutzrecht an sich doch gar nicht verändert. Die befürchtete Klageflut werde ausbleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Beschwichtigungspolitik wird aber nicht die Probleme lösen, die sich ankündigen. Denn selbst wenn man dem Minister den besten Willen unterstellt: Entscheidend ist, was die Praxis demnächst zu spüren bekommt. Das ist nicht unbedingt deckungsgleich mit dem, was Johannes Remmel sagt oder will. Geht es wirklich nur um reine Formfragen, die in anderen Rechtsbereichen schon eine Selbstverständlichkeit darstellen? Wohl kaum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu erwarten ist eher, dass sich schon bald jeder Bauherr, der einen Stall für Rinder, Schweine oder Geflügel plant, auch konkret mit den Einwendungen des organisierten Tierschutzes auseinandersetzen muss. Und wer eine Ausnahmegenehmigung für das Kürzen von Schnabelspitzen beantragt oder erhalten hat, dem geht es genauso.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
Genehmigungsverfahren in die Länge ziehen
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Recht hat Johannes Remmel, wenn er an den Fortbestand der geltenden Vorschriften erinnert. Tierschutzgesetz und -verordnungen werden nicht angetastet. Die Strategie der Tierschutzvereine wird deshalb auch nicht sein, auf dem Klageweg andere Haltungsformen oder -systeme durchzusetzen. Sie werden vielmehr darauf setzen, Genehmigungsverfahren durch ihre &quot;Mitwirkung&quot; in die Länge zu ziehen, die korrekte Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen permanent infrage zu stellen und durch mehr oder weniger öffentlichen Widerspruch und Protest Negativwerbung für die betroffenen Tierhalter zu betreiben. Auch und gerade dafür bietet der Gesetzentwurf die Grundlage. Die Zermürbungstaktik wirkt oft besser als klare Verbote. Irgendwann vergeht den Bauern die Lust...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bauamtsmitarbeiter und Amtsveterinäre sehen sich künftig häufiger mit den Einwendungen der Tierschützer konfrontiert und müssen sich gründlich damit auseinandersetzen. Denn im Zweifelsfall werden nicht die Landwirte vor den Verwaltungsgerichten verklagt, sondern die kommunalen Behörden. Absehbare Folge: Im vorauseilenden Gehorsam werden die Tierschutzvorschriften, wo immer Ermessensspielraum besteht, möglichst streng ausgelegt, um Scherereien gleich auszuschließen. Mit den Konsequenzen müssen die Tierhalter leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
Stimmung gegen intensive Tierhaltung
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offiziell nennen Landesregierung und Abgeordnete der Partei Bündnis90/Die Grünen rein formale Begründungen für die Gesetzesinitiative. Da ist die Rede von Rechtssicherheit, gesellschaftlicher Beteiligung und Augenhöhe zwischen Tierhalter- und Tierinteressen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ihre Kollegen im Bundestag oder auch anderswo polemisieren zur selben Zeit weiter gegen &quot;Massentierhaltung, Agrarlobby und Agrarindustrie&quot;. Die glühendsten Gegner intensiver Tierhaltung sind mit Remmels Parteifreunden vernetzt und organisatorisch verflochten. Auch Johannes Remmel selbst sprach bei der Vorstellung des Gesetzentwurfs von den Tieren, die bald &quot;nicht mehr rechtlos den Interessen der Tierhalter ausgeliefert&quot; seien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man muss Düsseldorf gar keine &quot;perfide Kampagne zu Lasten der Tierhalter&quot; vorwerfen, wie es im Landtag der CDU-Agrarsprecher Rainer Deppe tat. Nicht wegzudiskutieren ist, dass sich die Rahmenbedingungen für Schweine-, Rinder- und Geflügelhalter weiter zum Negativen verändern. Der organisierte Tierschutz wird als zusätzliche Kontrollinstanz den fachkundigen Amtstierärzten an die Seite gestellt, um nicht zu sagen vorgesetzt: Ehrenamtlich-ehrgeizig und hochmotiviert – aber eben von Laien geführt. Einfacher wird es damit nicht.&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Fri, 16 Sep 2011 13:10:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>&quot;Nichts ist so beständig wie der Wandel - Ferkelnotierung NRW&quot; ein Kommentar von ISN-Beiratsmitglied Dirk Schulz</title>
           <link>http://www.schweine.net/nichts_ist_so_bestaendig_wie_der_wandel___ferkelno.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Alle Jahre wieder, so möchte man wohl sagen, fehlt offensichtlich Unruhe im Markt. Im Juli 2007 wurde die NRW-Ferkelnotierung grundlegend angepasst und landete 2,50€ tiefer. Großer Unmut vor allem bei den Ferkelerzeugern war die Folge. Man gelobte Besserung und versprach &quot;beim nächsten Mal&quot; frühzeitige und offene Kommunikation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der 14ten Woche in 2011 nun die Zusammenführung der Notierungen NRW und Niedersachen. Der zunehmende und untypische Gleichklang der beiden Notierungen ab Herbst 2010 fiel schon ins Auge; offensichtlich eine Vorbereitung auf das, was geplant war und kommen sollte. Vertrauenerweckend sieht das nicht aus, bedenke man welche Werte jede Woche auf Basis dieser Notierung abgerechnet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass in der ersten &quot;Nordwest-Woche&quot; die angekündigte Notierungsanhebung von 46,50€ auf 48,00€ stattfand, darf nun wirklich niemanden wundern. Der Gipfel ist jedoch eine Empfehlung zur Kürzung der Zuschläge um 1,50€ auf Basis der NRW-Notierung. Sowohl die AuF- als auch die Dänennotierungen stiegen in diesem Zeitraum, also ist zumindest ein Teil der Steigerung dem flotteren Markt geschuldet und nicht systembedingt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht nicht um eine Besserstellung von Ferkelerzeuger oder Mäster, es geht um ein transparentes und präzise den Markt abbildendes Notierungssystem. Da die Interessen der Vermarkter nicht immer im Gleichschritt mit denen der Käufer und Verkäufer gehen, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass durch ausreichende Kontrollen neutraler Stellen ein präzises Abbild des Marktes geschaffen wird. Das sollte im grundlegenden Interesse aller Beteiligten sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn dann noch hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird, dass die Kürzungen vom Ferkelerzeuger nicht einmal beim Mäster ankommen, sondern unterwegs &quot;versickern&quot; wird einem ganz anders.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verlierer sind bisher mal wieder die Landwirte! Das Potenzial, um das Vertrauen der Landwirte für die Nordwest-Notierung zu gewinnen, ist noch lange nicht ausgeschöpft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dirk Schulz, Sauenhalter aus Nordrhein-Westfalen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
Mehr zu diesem Thema lesen Sie auch in unserem aktuellen Mitgliederrundbrief.</description>
           <pubDate>Thu, 21 Jul 2011 14:13:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>Quo vadis Vermarktung? – Gastkommentar von Thomas Otto, Schweinehalter aus Hessen</title>
           <link>http://www.schweine.net/quo_vadis_vermarktung__gastkommentar_von_thomas_ot.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Liebe Berufskollegen,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;aktuell haben wir es mit einem ruinösen Markt für Ferkelerzeuger und Schweinemäster zu tun. Bereits jetzt sind die Futterkosten so hoch, wie in dem für Schweinehalter katastrophalen Jahr 2007/2008. Aufgrund der derzeitigen Witterungslage ist keine Verbesserung des Angebotes an Getreide und damit eine Futterkostenreduzierung in Sicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Dioxinskandal vom Januar 2011 und die dadurch in Anspruch genommene Einlagerung in die private Lagerhaltung belasten zusätzlich den Markt. Das Einlagerungen in Niedrigpreisphasen und die staatlich geförderte Lagerhaltung, ausschließlich der Schlachtindustrie dienlich sind, ist bekannt und wird von einigen Marktbeteiligten recht kommentarlos hingenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die von Herrn Tönnies in seiner Bilanzpressekonferenz Anfang Februar gemachte Aussage:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&quot;In wenigen Wochen werde die Krise auf dem Fleischmarkt nach den Funden von Dioxin im Futter von Geflügel und Schweinen überwunden sein, sagte Tönnies. «Die Produktion läuft seit zwei Wochen auf Volllast.» Die Verunreinigung des Futters sei eine «kriminelle Handlung gewesen, die man nicht verhindern kann». Den Unternehmen seien erhebliche Mehrkosten durch Lagerung und Dioxin-Tests entstanden. Auf diesen Kosten bleibe die Branche wohl sitzen.&quot; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;steht in einem krassen Gegensatz zu den Tatsachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sicherlich ist es so, dass auf die Schlachtunternehmen erhebliche Mehrkosten zugekommen sind, die durch Lagerung und die Dioxin-Tests entstanden. Ich bezweifle jedoch, dass durch den Dioxinskandal die Marge der Schlachtunternehmen zwischen Einkauf und Verkauf reduziert worden ist. Den Schaden tragen die Landwirte, die erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Ausgehend von einer wöchentlichen Schlachtung von ca. 1 Mio. Mastschweinen haben die Landwirte Umsatzeinbußen von insgesamt ca. 80 bis 100 Mio. € zu verzeichnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn der viel beschworene Markt alles regeln soll, so tut er das nur, wenn die Marktpartner auf &quot;Augenhöhe&quot; verhandeln können. Das ist allerdings im Moment eine Illusion. Die Konzentration auf der Abnehmerseite wird zu ähnlichen Verhältnissen wie in Dänemark oder der Geflügelbranche führen. Der Landwirt wird zum Angestellten im eigenen Stall (eventuell auch nur Angestellter).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es findet keine faire Preisfindung mehr statt. Die großen Marktteilnehmer auf der Abnehmerseite drohen nicht nur mit Hauspreisen, sondern setzen diese auch radikal durch. Wenn wir als Landwirte bestehen und nicht von der Industrie geschluckt werden wollen, müssen wir von der Ablieferungsmentalität verabschieden und unsere Produkte aktiv vermarkten. Dies ist eine große Herausforderung! Leider werden die Märkte nicht nur von Angebot und Nachfrage beeinflusst, sondern auch Gerüchte und Spekulationen sind maßgeblich an der Preisfindung beteiligt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn wir aktive Vermarktung betreiben wollen, müssen wir einiges ändern, um als gleichwertige Marktpartner anerkannt zu werden. Dazu muss einem großen Nachfrager, ein großer Anbieter gegenüberstehen. Hierbei helfen nicht Erzeugergemeinschaften, die 200.000 - 300.000 Mastschweine vermarkten, sondern Gemeinschaften, welcher Rechtsform auch immer, die mindestens 20% des Schlachtschweineaufkommens in ganz Deutschland hinter sich wissen. Erst wenn die Schlachtindustrie sich in eine gemeinsame Strategie für höhere Erzeugerpreise einbeziehen lässt und sich nicht als Preisdrücker des Lebensmitteleinzelhandels versteht, ist eine den Produktionskosten angemessene Preisfindung möglich. Es geht bei dieser Preisfindung um einen angemessenen Basispreis, der Spielraum für &quot;sonstige&quot; Auf- und Abschläge soll erhalten bleiben und genügend Eigenständigkeit des Einzelnen wahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu kommen die vielfältigen Probleme der Mastschweinevermarktung. Schwankende Ausschlachtungsergebnisse, merkwürdige Unregelmäßigkeiten bei den FOM- und auch Auto-FOM-Werten, werfen zu mindestens Zweifel an der Erfassung dieser Werte auf. Die &quot;neutrale&quot; Klassifizierung, die von uns Landwirten mit bezahlt wird, scheint ihren Anforderungen nicht gerecht zu werden. Ich werbe dafür, dass die Landwirte &quot;freie&quot; Klassifizierer auf die Schlachthöfe schicken können und dass diese Personen freien Zugang zu allen Wiegeeinrichtungen und Klassifizierungsgeräten erhalten, schließlich hat ja keiner etwas zu verbergen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiterer diskussionswürdiger Punkt, sind die Vorkosten. Die Kosten für den Transport sind gerechtfertigt, aber wie sieht es mit den Erfassungskosten oder Schlachthofkosten aus, was hat der Lieferant damit zu tun? Unterschiede von 1,50 - 5,00 € pro Tier, die zur Diskussion stehen, ergeben bei 50 Millionen vermarkteten Tieren einen hohen Betrag, der an der Landwirt vorbei geschleust wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu hoffen ist, dass die Schlachtindustrie erkennt, dass sie mit der Landwirtschaft einen starken Partner an der Seite hat, der gleichzeitig fair behandelt werden will. Es darf nicht sein, dass der derzeitig ruinöse Markt allein auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Thomas Otto aus Wabern (Hessen) bewirtschaftet mit seiner Familie einen Schweinemastbetrieb. Mit zwei weiteren Partnern betreibt Herr Otto Sauenhaltung.&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Tue, 31 May 2011 09:31:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_115743.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>Schweinemarkt brummt – beschleunigter Preisanstieg nötig - Kommentar von Christian Haskamp, ISN-Vorstandsmitglied</title>
           <link>http://www.schweine.net/schweinemarkt_brummt__beschleunigter_preisanstieg.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Im Lebensmitteleinzelhandel und bei den Metzgern waren Grillartikel vor Ostern sehr begehrt und vor den Fleischtheken bildeten sich bereits frühmorgens lange Schlangen von kaufwilligen Kunden. Angesichts der enormen Nachfrage waren Grillartikel später am Tag teilweise sogar ausverkauft, so dass auf Geflügelfleisch ausgewichen werden musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zusätzliche Impulse kommen derzeit vom frühen Beginn der Spargelsaison, denn man will ja schließlich auch noch die entsprechenden Beilagen zum Spargel essen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fast alle namhaften Schlachtunternehmen haben am Karfreitag und/oder Ostermontag geschlachtet, um ausreichend Ware an ihre Kunden ausliefern zu können. Daher ist, anders als in vielen Jahren zuvor, in diesem Jahr kein Angebotsdruck an schlachtreifen Schweinen entstanden. Im Gegenteil – Schlachtschweine sind gefragt wie selten zuvor und werden mir als Schweinemäster regelrecht aus den Händen gerissen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die kommende Notierung ist daher endlich ein sehr deutlicher Preisanstieg nötig. Schon in den vergangenen Jahren sind in der Woche nach Ostern die Preise sehr häufig angestiegen. Das muss in diesem Jahr bei den optimalen Rahmenbedingungen umso stärker möglich sein. Schließlich ist für das kommende Wochenende am 1. Mai wieder strahlender Sonnenschein vorhergesagt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich jedenfalls lasse mir mit der Vermarktung meiner schlachtreifen Schweine erst einmal viel Zeit – zum bisherigen Preis von 1,58 €/kg Schlachtgewicht ist bei mir schon seit einigen Tagen kein Schwein mehr zu kaufen! Da müssen schon deutliche Aufschläge gezahlt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wirtschaftliche Situation von Ferkelerzeugern und Schweinemästern ist nach wie vor miserabel. Wir brauchen schnellstmöglich ein Preisniveau von mindestens 1,75€/kg Schlachtgewicht, um überhaupt kostendeckend Schweinefleisch erzeugen zu können! Für die Schweinehalter und ihre Vermarktungspartner bietet sich jetzt die Chance, dieses Ziel schnell zu erreichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Haltet Eure Schweine fest, lasst die Vermarkter schmoren und fordert höhere Preise!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Tue, 26 Apr 2011 17:07:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>Angrillen? LEH füllt sich die Taschen…! Ein Kommentar von ISN-Beiratsmitglied Hartwig Wehming</title>
           <link>http://www.schweine.net/angrillen_leh_fuellt_sich_die_taschen_ein_kommenta.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Das sommerliche Wetter lädt zum &quot;Angrillen&quot; ein – wird aber auch Zeit. Schließlich ist es bereits fast April. Die Preise an der Fleischtheke beim LEH ließen mich verwundert auf den Kalender schauen – ist heute der erste April?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da im Hause Wehming in den nächsten Wochen der zweite Nachwuchs ansteht, habe ich den Anhänger mit den Pflanzkartoffeln wieder in die Halle gefahren, um dann meiner Frau beim abendlichen großen Einkauf zu helfen. Wie sich schon bald herausstellte, war ich gut beraten einen gut gefüllten Geldbeutel mitzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im &quot;Angebot&quot; sollte Grillfleisch sein. Ich hatte noch die Preise vom letzten Sommer im Kopf und bereits gedanklich grobe Abschläge gemacht – denn die Schlachter hatten sich ja bereits im Januar für 1,12 € je kg Schlachtgewicht jede Menge Fleisch ins Kühlhaus gepackt. Gerade knapp hundert Euro hatte ich derzeit für jedes Schwein auf das Konto bekommen – von einer ansatzweisen Kostendeckung weit entfernt. Und auch jetzt – bei 1,51 € - sind mit ca. 135 € gerade das Ferkel und die Futterkosten gedeckt – die Arbeit mache ich dabei für lau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An der Ladentheke dagegen wird mit &quot;Grillzauber&quot; richtig Kasse gemacht – einfaches Kotelett schlägt derzeit mit knapp 4,60 € je kg zu Buche. Wer Nackensteaks möchte (war am Dienstag in einigen Filialen bereits ausverkauft (!) muss mit ungefähr 5 € etwas tiefer in die Tasche greifen. Mal ganz abgesehen von den edleren Teilen, wie dem Filet oder einem Lachssteak, dass dann schon bei fast 10€ liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da stellt sich doch die Frage, wo bleibt eigentlich das Geld? Gerade in der Grillsaison wird wieder klar, dass das Verhältnis in Deutschland nicht stimmt. Hier wird Marge gemacht und der günstige Einstandspreis nicht an den Verbraucher weitergereicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist das vielleicht Taktik? Soll der Verbraucher bereits auf höhere Fleischpreise eingeschworen werden? Die Weltmarktpreise für Fleischwaren ziehen an – ich bin gespannt und der LEH macht sich die Taschen voll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Shareholder freut es. Die Steakholder sind gefrustet.&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 31 Mar 2011 15:55:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>„Jenseits der Vernunft“ ein Gastkommentar von Dr. Karl-Heinz Tölle, Chefredakteur Ldw. Wochenblatt Westfalen-Lippe</title>
           <link>http://www.schweine.net/jenseits_der_vernunft_ein_gastkommentar_von_dr._ka.html</link>
           <description>&lt;p&gt;In der vergangenen Woche hat Bundeslandwirtschafts ministerin Ilse Aigner den Holzhammer hervorgeholt und zum Rundumschlag gegen die Tierhalter ausgeholt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von der Käfighaltung von Legehennen bis zur Kastration der Ferkel hat sie einige sensible Bereiche in der Tierhaltung kritisiert und Maßnahmen angekündigt. Bauernverband und Parteikollegen wurden scheinbar von ihrer „spontanen Eingebung“ überrollt, wie die ungewöhnlich heftige Kritik des Borkener CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Röring zeigt. Sind es die bevorstehenden Landtagswahlen, ist es die Angst um den eigenen Ministerposten oder ist es der Druck der Tierrechtsorganisationen, der diese Stimmungswandlung bei der CSU-Ministerin herbeigeführt hat? Mit sachlicher Argumentation ist es jedenfalls nicht zu erklären, warum sie die Bauern plötzlich an den Pranger stellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute so, morgen so&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unbegreiflich ist, dass ein System wie die Haltung der Legehennen in ausgestalteten Käfigen plötzlich nicht mehr tiergerecht sein soll – denn noch vor wenigen Jahren wurde es so eingestuft. Mit zusätzlichem Erkenntnisgewinn und mit verlässlicher Politik hat das jedenfalls nichts zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vergangene Woche wurden beim Bäuerinnenforum auf Haus Düsse erste Einzelheiten für den Entwurf eines Agrarinvestitionsförderprogrammes NRW vorgestellt. Man will zum Beispiel die „artgerechte“ Tierhaltung besonders fördern. Mit Geld versucht die Landesregierung die Betriebe in Richtung Ökolandwirtschaft zu schieben. Hoffentlich will der Markt diese Richtung auch!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Förderung muss auf eine Verbesserung der Tierhaltung ausgerichtet sein, nicht aber auf Ideale einer vermeintlich so guten alten Zeit. Den Bauern ist zu raten, genau den Nutzen der Förderung einem möglichen zusätzlichen Aufwand gegenüberzustellen. Schlimm ist es, dass den Tierhaltern, die nicht in die Ideologie der Landesregierung passen, durch erhöhte Auflagen Steine in den Weg gelegt werden sollen. Sie haben keine Wahl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tierschutz zusammen mit den Bauern fördern!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie kann es sein, dass alle bisherigen Bemühungen der Bauern, ihre Haltungssysteme weiterzuentwickeln, einfach ignoriert werden? Effektiver Tierschutz kann nur zusammen mit den Bauern stattfinden. Gerade das Beispiel Ferkelkastration zeigt, wie es geht. Der Vorschlag der Bauern, mittelfristig auf die Kastration ganz zu verzichten, ist das Idealziel – mehr als der Tierschutz gefordert hat. In vielen Forschungsprojekten werden nun Lösungen für die Ebermast gesucht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wissenschaftler müssen aber genügend Zeit haben, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Aktionismus ist in der Situation nicht nur falsch, sondern hinderlich. Was bei Schnellschüssen passiert, können wir in den Niederlanden sehen. Dort müssen die Ferkel eine quälende CO2-Betäubung mitmachen – damit sie bei der Kastration stillhalten. Das Motto „Operation gelungen, Patient tot“ kann aber nicht gewollt sein. Für den Tierschutz jedenfalls ist es kontraproduktiv, wenn nicht ausgereifte Verfahren in den Betrieben eingesetzt werden. Es ist weder den Tieren noch den Bauern zuzumuten, als Versuchskaninchen herzuhalten. Forschung gehört in die Forschungseinrichtungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Emotional statt wissensbasiert – so sollte man keine Entscheidungen treffen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider werden in der Politik Entscheidungen oft nicht wissensbasiert, sondern jenseits der Vernunft getroffen. Stimmungen – und Stimmen – geben zu häufig den Ausschlag. Vorangetrieben werden die Emotionen dadurch, dass die Tierhaltung immer wieder durch schwarze Schafe in der Lebensmittelkette in Misskredit gebracht wird. Die einzelnen Negativbeispiele sind in den Medien sofort präsent – nicht aber der positive Normalfall. Umso achtsamer müssen die Landwirte sein, ob auf dem eigenen Betrieb oder dem des Berufskollegen etwas aus dem Ruder läuft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es nützt nichts, Probleme zu verschweigen. Sie müssen aktiv angegangen werden. Besonders wichtig ist es, dass die Bauern Entwicklungen in der Landwirtschaft – ob Größenwachstum oder Leistungszucht – kritisch hinterfragen. Sie sind die Experten und können sich am besten ein Urteil erlauben. Dann müssen sie aber auch die Meinung innerhalb und außerhalb des Berufsstandes äußern – Schweigen bringt niemanden weiter. Nur wenn die Bauern diesen kritischen Blick auf ihre eigene Produktionsweise behalten, bleibt die Akzeptanz in der Bevölkerung.&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Fri, 18 Feb 2011 10:06:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>Nach der Dioxin-Krise: Preise steigen, alles wieder gut? Ein Kommentar von ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack</title>
           <link>http://www.schweine.net/nach_der_dioxinkrise_preise_steigen_alles_wieder_g.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Die Schweinepreise steigen. Endlich! Alles wieder gut? Eindeutig nicht! Zwar erholt sich der Markt zusehends, aber die entstandenen Schäden für die Schweinehalter sind immens und die Nachwirkungen der Krise werden uns noch lange beschäftigen. Schließlich sind auch noch nicht alle Betriebe wieder freigegeben, also ist zumindest aus medialer Sicht theoretisch noch einiges an Skandalpotential vorhanden. Eines wird aber schon jetzt deutlich:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch „Zündelei“ entflammte sich mit rasender Geschwindigkeit ein feuriger Skandal. Unabhängig davon, was tatsächlich an Gefährdungspotential dahinter steckte, hat uns der mediale Flächenbrand gehörig die Schweinepreise nieder gefackelt. Auffällig war, wie rasend schnell der Funke übergesprungen ist. Völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde das aktuelle Geschehen eiligst dazu genutzt, um laut, unsachlich und einseitig eine Systemdebatte zu entfachen. Es ist erschreckend, wenn man sieht, wie große TV-Talkerinnen ihre persönliche Meinung dem Fernsehzuschauer von Vornherein aufdrücken und der Landwirt im Dioxin-Skandal auf einmal von der Opfer- in die Täterrolle gedrängt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In ihrer Medienarbeit hat die ISN diese Frage eindeutig beantwortet. Die Landwirte sind unschuldig in diese Krise hineingezogen worden und das ist ganz klar keine Frage der Produktionsbedingungen! In dieser hektischen und von Skandalisierung geprägten Phase ist es schwierig, fundierte und sachliche Information an die Journalisten zu vermitteln. Getreu der Plattitüde „Jeder kommuniziert immer“ haben die ISN und die JungeISN in den letzten Wochen trotzdem mit tatkräftiger Unterstützung von einer Vielzahl von Mitgliedern so viele Anfragen aus Presse, Hörfunk und Fernsehen abgearbeitet, wie sie nur irgendwie leisten konnten. Realistisch betrachtet muss man feststellen, dass mit dieser Arbeit zwar durchaus erfolgreich einzelne auflodernde Feuer bekämpft werden konnten. Der Flächenbrand konnte damit trotz aller Anstrengungen jedoch nicht gelöscht werden! Und genauso erging es auch allen anderen landwirtschaftlichen Organisationen. Es fehlte eine schlagkräftige „Feuerwehr“, die sämtliche Maßnahmen schnell und wirksam koordiniert. Sicher, auch so können Brände nicht gänzlich verhindert, aber zumindest schnell und kontrolliert eingedämmt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht hier aber nicht nur um Krisenkommunikation. Denkt man allein an die ARD-Themenwoche „Ernährung“zurück, dann wird deutlich, dass die Branche auch in Friedenszeiten schlecht aufgestellt ist. Was fehlt, ist eine wirksame Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Idee, dass wir als Schweinehalter mehr für die Öffentlichkeitsarbeit tun müssen, ist nicht neu. Einzelne Organisationen decken bereits heute Teilbereiche dieser Aufgabe ab. Doch die Schlagkraft ist alles andere als zufriedenstellend. Dabei ist diese Arbeit auch aus einem anderen Grund so wichtig: Auch die Abnehmer auf den Exportmärkten beobachten intensiv die Berichterstattung der Medien in Deutschland.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir brauchen eine schnelle und schlagkräftige Einheit, die die vorhandenen Aktivitäten zielgerichtet konzentriert und den Medien als akzeptierter und kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung steht. Wir brauchen eine effiziente Branchenkommunikation, damit wir in der nächsten kritischen Situation und auch im „Alltagsgeschäft“ mit einer starken Stimme sprechen können. Wir müssen das Heft in die Hand nehmen, denn nach der Krise ist vor der Krise!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Fri, 04 Feb 2011 15:49:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>Lagerfähiger Gewinn für Schlachter? Nicht mit uns: Schweinepreise müssen rauf! Ein Kommentar von Vorstandsmitglied Christian Schulze Bremer</title>
           <link>http://www.schweine.net/lagerfaehiger_gewinn_fuer_schlachter_nicht_mit_uns.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Da hat das Geschehen rund um den Dioxin-Skandal die Märkte für Schweinefleisch ganz schön durcheinander gewirbelt. Einem historischen Preissturz folgt derzeit nur eine langsame Erholung. So geht das nicht!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Saisonale Schwankungen beim Schlachtschweinepreis kehren immer wieder. Jedes Jahr erreicht der Schweinepreis in den Sommermonaten sein Jahreshoch, während er in der Zeit um den Jahreswechsel schwächelt. Wer also als Schlachter Geld verdienen will, lagert rechtzeitig ein, um zur Grillsaison mit günstig eingekaufter Ware auf dem Markt zu sein. Das Prinzip ist nicht neu, wie in der Bibel zu lesen ist, kannten es schon die alten Ägypter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lagerfähiger Gewinn&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Jahr läuft es für die Schlachtunternehmen noch besser als sonst. Es gibt einen regelrechten Geldregen für Schlachter, die ihren Schirm einfach nur richtig halten, sprich einlagern.  Ein kleines Rechenbeispiel dazu:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein mittelgroßes Schlachtunternehmens hat die Möglichkeit 20.000 Tonnen Schweinefleisch einzulagern. Diese Ware konnte größtenteils zu Preisen zwischen 1,12 bis 1,20 € je kg eingekauft werden. Ausgehend vom Jahr 2008, in dem bei ähnlichen Futterkosten im Sommer ein Preisniveau von 1,80 € erzielt wurde, kann aus heutiger Sicht vorsichtig mit einem Preisniveau von 1,60 € und mehr im Sommer 2011 gerechnet werden. Auch die aktuellen Weltmarktpreise stützen diese These. Bei einer angenommenen Preisdifferenz von 40 Cent je kg könnte sich dieses Unternehmen innerhalb von wenigen Wochen rund 8 Millionen € Gewinn ins Kühlhaus packen. Natürlich fallen Kosten für die Kühlung, Zinsen und ähnliches an, die sind in diesem Fall jedoch zu vernachlässigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aufgeschoben, nicht aufgehoben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist ja durchaus hilfreich, dass die Mengen abfließen, jedoch mit der COPA-COGECA befürworteten Privaten Lagerhaltung von Schweinefleisch gibt man den Schlachtern die Möglichkeit, die günstig eingelagerten Bestände auch noch zu vergolden. Man kann sich die aktuellen Sorgen der großen Schlachtunternehmen vorstellen, angesichts dieser goldenen Zeiten nicht genügend Kühlhäuser für ihre Ware zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Luxusprobleme haben die deutschen Schweinehalter nicht. Im Gegenteil: nach Berechnungen der ISN haben sie in den letzten drei Wochen 75 Millionen Euro verloren! Aktuell sind Schlachtschweine gefragt, wie auch die Notierung der VEZG von Montag und die Ergebnisse der Internet-Schweinebörse vom Mittwoch zeigen. Der Preis muss jetzt in mehr als deutlichen Schritten steigen, damit die Schweinehalter endlich aus dem Tal der Tränen kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Diskussion um Liquiditätshilfen bringt uns nicht weiter. Genau wie die Private Lagerhaltung gilt hier: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Das Einzige was uns hilft, sind steigende Preise und zwar schnell!&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 27 Jan 2011 15:57:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>„Schwänze kupieren – Pauschaler Aktionismus in NRW“ ein Kommentar von Markus Jeiler, ISN-Beiratsmitglied</title>
           <link>http://www.schweine.net/schwaenze_kupieren__pauschaler_aktionismus_wiederh.html</link>
           <description>&lt;p&gt;„Schwänze kupieren – Pauschaler Aktionismus in NRW“ ein Kommentar von Markus Jeiler, ISN-Beiratsmitglied&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Parallel zu verschiedenen anderen Themen rückt nun das Schwänze kupieren in den Blickpunkt der Politik. Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium macht Nägel mit Köpfen und verschärft in einem Erlass die Bedingungen zum Kupieren von Schwänzen zum 01.01.2011 ohne konkrete Anweisungen/Hilfestellung für den Schweinehalter. Es ist damit zu rechnen, dass weitere Bundesländer folgen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leicht lassen sich Parallelen zu zwei weiteren heiß diskutierten Themen ziehen. In Bezug auf Ferkelkastration und Stallbauproblematik erleben wir in den letzten Wochen und Monaten vielerorts kurzfristigen und pauschalen Aktionismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Einflussfaktoren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nordrhein-Westfalen prescht in dieser Angelegenheit rigoros vor und lässt den Landwirt mit dem Problem allein stehen. Es wird nach einem Ausweg gesucht, aber konkrete Lösungsmöglichkeiten zur Schwanzbeißerproblematik werden nicht angeboten. Das fällt in der Praxis auch schwer, denn Schwanzbeißen kann durch enorm viele Faktoren ausgelöst bzw. eingedämmt werden. Auch war das Schwanzbeißen bereits Gegenstand unzähliger wissenschaftlicher Untersuchungen. Doch kein Wissenschaftler hat den Hauptschalter zur Verhinderung des Schwanzbeißens finden können. Wahrscheinlich ist es sogar eine Kombination aus mehreren Schaltern oder gar für jeden Betrieb eine ganz andere Kombination aus Schaltknöpfen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lediglich eins steht fest: &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir Schweinehalter haben gute Gründe dafür, dass wir seit Jahren vorbeugende Maßnahmen gegen Kannibalismus ergreifen. Das Kupieren von Schwänzen neugeborener Ferkel hat sich dabei als Prävention am besten bewährt, um die Schweine „unbeschadet“ durch die Mastphase zu bringen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nicht nur Kannibalismus kann zu blutigen Schwänzen führen. Erst letzten Herbst hatte ich dazu ein einschneidendes Erlebnis. Plötzlich entzündeten sich die Schwänze meiner Schweine, ohne dass ursächlich Schwänze gebissen wurden. Es handelte sich um einen Erreger der Schwanznekrosen verursachte. So kommt man unverschuldet in eine missliche Lage. Davor und danach hatte ich keine Probleme mit Schwanzbeißern – ich glaube vor allem weil ich die Schwänze kupiere-.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unverhältnismäßiger Dokumentationsaufwand &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz der ungeklärten Ursachen und fehlenden Lösungen droht uns Schweinehaltern in Nordrhein-Westfalen ein erheblicher Mehraufwand an Dokumentation. Über Strategien zur Vermeidung des Schwanzbeißens soll der Tierarzt beraten. Am besten noch ein betriebsindividuelles Konzept erstellen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sollten dann bei einer Kontrolle, Maßnahmen zur Optimierung der Haltungsbedingungen nicht nachgewiesen werden können und gleichzeitig Schwanzbeißen im Bestand auftreten, so begeht der Landwirt eine Ordnungswidrigkeit. Und das Ganze soll dann auch noch Cross-Compliance relevant sein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hoffe, dass die EU und die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen einsehen, dass hier eine Überregulierung mit hohem bürokratischem Aufwand ohne konkrete Lösung erfolgt und dass der Erlass möglichst schnell korrigiert wird. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Fri, 17 Dec 2010 10:24:00 +0100</pubDate>
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       </item>
       <item>
           <title>Zur Diskussion um Genehmigungen von Stallbauten ein Kommentar von Heinrich Dierkes, Vorsitzender der ISN: &quot;Augenmaß gegen Platzangst&quot;</title>
           <link>http://www.schweine.net/zur_diskussion_um_genehmigungen_von_maststaellen_e.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Es ist unbestritten: Ob Geflügel-, Schweinehaltung oder Biogas – in den zentralen Veredlungsregionen wird der Platz knapp. Die Flächenkonkurrenz ist groß und in einigen Kreisen wird es merklich enger für den, der erweitern und einen neuen Stall bauen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass nun in Teilen der Bevölkerung ein Gefühl von Platzangst aufkommt und die Genehmigungspraxis von Mastställen auf breiter Front heiß diskutiert wird, ist durchaus nachvollziehbar. Dass einige Landkreise bereits pauschal auf die Stallbaubremse getreten sind, ist dagegen nicht zu verstehen. Vom Baugesetzbuch über das Bundesimmissionsschutzgesetz bis zur Umweltverträglichkeit steht scheinbar alles auf dem Prüfstand. So empfiehlt der Petitionsausschuss des Bundestages jüngst, dass die &quot;massive und ungesteuerte Expansion von Mastanlagen in den Außenbereichen der Kommunen eingedämmt&quot; werden muss, um einer &quot;zunehmenden Ausbreitung industrieller Mastanlagen in Deutschland entgegenzuwirken&quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um bei der Platzangst zu bleiben: Das klingt eher als müsste man sich vor einer ansteckenden Krankheit schützen, als dass man nach zukunftsfähigen Lösungen für ein Strukturproblem eines Wirtschaftszweiges sucht.  Verschiedenste Argumente werden dabei von Tierschutzorganisationen, Bürgerinitiativen und der Politik übereinander geworfen. Der Topf ist groß: Es geht um Tierschutz, Klimaschutz, Technologisierung von Produktionsprozessen, Emissionen und Immissionen und Flächenkonkurrenz. Bei der Themenvielfalt und der zunehmend hitzig geführten Diskussion wird es schwer, den Knoten zu zerschlagen und die grundlegenden Zusammenhänge sachlich zu verhandeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Reaktion einiger Landkreise, bei den Genehmigungen pauschal auf die Bremse zu treten bis eine Lösung gefunden ist, ist für alle Beteiligten fatal. Der jetzige Quasi-Baustopp durch erweiterte Auflagen verschärft die Situation sogar zusätzlich. Nun überlegt der Landwirt auf wie viele neugebaute Plätze er die Kosten für die erweiterten Gutachten am besten verteilen kann. Hinzu kommt eine gewisse Torschlusspanik: kann ich in 2-3 Jahren überhaupt noch einen neuen Stall bauen? Schnell werden in der Folge vorsorglich mehr Plätze als zunächst geplant eingereicht. Eine verständliche Reaktion, schließlich wird ein marktorientierter Schweinehalter alles tun, um seinen Betrieb zukunftsfähig zu halten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fakt ist, dass die landwirtschaftliche Produktion einer der zentralen Wirtschaftsfaktoren im ländlichen Raum ist und speziell die Stärke der Veredlung maßgeblich zum Wohlstand in den ländlichen Räumen beiträgt. Vergessen wir nicht, dass sich diese Stärke nur im engen Austausch mit dem Gesetzgeber so entwickeln konnte. Klare Rahmenbedingungen und die ganzheitliche Beachtung der Wertschöpfungskette waren dabei zentrale Erfolgsfaktoren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn sich nun die Rahmenbedingungen ändern, dann muss dieses Prinzip auch hier gelten. Dreht man nur an einer Stellschraube, löst dies eine fatale Kettenreaktion in der gesamten Wertschöpfungskette aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vollbremsung und verstärkte Auflagen sind also kein Patentrezept. Unbestritten ist, dass wir zusammen Mittel und Wege finden müssen, um die Platzangst wirksam zu behandeln. Das kann nur mit Augenmaß funktionieren und nicht über die Köpfe der Landwirte hinweg entschieden werden, sonst ist ein zukunftsfähiger Wirtschaftszweig bedroht. Alle Bemühungen in der Vergangenheit sind dann zunichte gemacht.&lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Fri, 03 Dec 2010 10:19:00 +0100</pubDate>
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