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       <title>ISN - schweine.net - Kommentare</title>
       <link>http://www.schweine.net/</link>
       <description>Kommentare</description>
       <language>de-de</language>
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           <title>„Produktion in Gefahr“ – Gastkommentar von Stefan Prinz, Redakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung</title>
           <link>http://www.schweine.net/produktion_in_gefahr_gastkommentar_von_stefan_prin.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Was passiert mit einer Schraube, die man überdreht? Das Gewinde wird beschädigt und sie geht kaputt. Deutschlands Discounter arbeiten durch ständiges Drehen an der Preisschraube daran, einen irreparablen Schaden an der Produktion zu verursachen.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wer glaubt, dass die Billig-Märkte die immer neuen Preissenkungen aus eigener Tasche finanzieren, verkennt die Wirklichkeit. Durch die Marktmacht der Discounter bleibt den Herstellern kaum eine Wahl, als die Munition für den Preiskrieg der Discounter zu liefern und immer billigere Ware zu produzieren. Man muss weder General noch Kaufmann sein, um zu wissen, dass in dieser Schlacht die Verlierer schon fest stehen: der Verbraucher und die deutsche Landwirtschaft. Wenn die Erzeuger von Schweinefleisch, Kartoffeln und Obst dazu gezwungen werden, immer billiger zu liefern, kann das dauerhaft nur auf Kosten der Qualität gehen. Das wäre allerdings noch das kleinere Übel. Denn irgendwann wird der Preisdruck bei den Erzeugern so groß sein, dass heimische Hersteller ihre Produktion entweder ins noch billigere Ausland verlagern oder ganz vom Markt verschwinden. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Discounter wissen jedenfalls um diese Gefahr. Nach den Milchbauern-Protesten im vergangenen Jahr hat sich die Situation für die Betroffenen zwar nicht deutlich verbessert. Sie haben aber klargemacht, dass das Gewinde der Preisschraube bei der nächsten Umdrehung kaputt ist – nicht nur bei den Milchbauern.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Dieser Kommentar erschien in der Neuen Osnabrücker Zeitung am 21. MAi 2010.&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 29 Jul 2010 14:40:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_114190.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>„Herausforderung Klimawandel - Landwirtschaft 2050“ - Kommentar von Heinrich Dierkes, ISN-Vorsitzender, zum  gleichnamigen SPD–Antrag im Bundestag</title>
           <link>http://www.schweine.net/herausforderung_klimawandel__landwirtschaft_2050.html</link>
           <description>&lt;p&gt; Am 05. Mai 2010 hat die SPD-Fraktion im Bundestag einen Antrag zum Thema „Herausforderung und Klimawandel - Landwirtschaft 2050“ gestellt.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;In dem rund 6-seitigen Antrag werden zu zahlreichen Aspekten der deutschen Landwirtschaft Bewertungen über deren mögliche Auswirkungen auf Klima und Umwelt abgegeben. Kaum ein Bereich der Landwirtschaft wird darin ausgenommen, schon gar nicht die Tierhaltung. Auf Seite 2 heißt es:&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
  „…die intensive Tierhaltung tragen nachweislich zum Klimawandel bei.“„… die fortschreitende Intensivierung sowohl in der Pflanzenproduktion als auch in der Tierhaltung erhöht den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimawandel zusätzlich.“ &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Diese These ist unter Experten umstritten. Jedes Leben trägt zum Klimawandel bei. Klar ist aber auch, dass mit steigender Produktivität beispielsweise der CO2-Austausch je Kilogramm Fleisch (und das sollte das Maß der Dinge sein, nicht der CO2-Ausstoß je Landwirt) deutlich sinkt! Die Forderung nach einer Umstellung auf extensive Produktion, wie sie im Antrag genannt wird verschlechtert jede Klimabilanz. Später wird gefordert:&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 “Zwingend ist vielmehr auch für die Landwirtschaft eine Festlegung konkreter Reduktionsziele und die Einbeziehung der Landwirtschaft in das Regime zur Minderung von Treibhausgasen.“ &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Zunächst ist es erforderlich, einheitliche Standards zur Berechnung bzw. Bemessung der landwirtschaftlichen Emissionen zu schaffen. Hier stellt sich außerdem die Frage, wann endlich anerkannt wird, dass die Landwirtschaft der einzige Wirtschaftssektor ist, der nicht nur CO2 produziert, sondern auch bindet. Es muss außerdem berücksichtigt werden, dass die Landwirtschaft Ernährungsgüter herstellt, die essentiell für die menschliche Existenz sind. Für diesen Bereich sollten andere Regeln gelten als für die Herstellung von z.B. Schmuck oder anderen Luxusgütern. &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Auch zur Gentechnik verlieren die Abgeordneten ein Wort im Zusammenhang mit der Klimadiskussion: &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 „Deutlich wird herausgestellt, wie diese selbstbestimmten Anbau-Praktiken durch die Grüne Gentechnik und das System der Bio-Patente unterwandert werden. Statt zu Anbau-, Wirtschafts- und Handelssouveränität führen sie zu Abhängigkeiten, steigenden Kosten und einem stark eingeschränkten Zugang der Landwirte zu Saat- und Pflanzgut.“ &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Grundsätzlich ist es problematisch, dass aufgrund des ideologischen Umgangs und damit einhergehender umfangreicher Verbote der Gentechnik, nur wenige Unternehmen Oligopole auf diese Form der Biotechnologie haben. Die EU sollte diesbezüglich ihre Blockade-Politik beenden und Liberalisierung zulassen. Das schafft freien Markt und mehr Wettbewerb – und keine Abhängigkeiten!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Ziel der SPD ist es außerdem:&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 „…die Düngeverordnung zu verschärfen und die Stickstoffüberschüsse auf 50 kg N/ha zu begrenzen.“ &lt;br /&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Landwirtschaft ist Produktion unter freiem Himmel. Eine Hagelschauer, eine Trockenheit, kann zum Totalausfall der Ernte führen und jede am Schreibtisch entworfene Bilanz zunichte machen. Schon jetzt wird durch die Düngeverordnung eine ordnungsgemäße Versorgung der Böden mit Nährstoffen gewährleistet. Eine Verschärfung dieser Verordnung ist daher nicht erforderlich.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Außerdem wird gefordert:&lt;/p&gt;
  „Wiedereinführung der Flächenbindung in der Tierhaltung. Gleichzeitig müssen Düngeverluste durch folgende Maßnahmen begrenzt werden: sachgerechte Bedarfsermittlung, effiziente Ausbringungsmethoden (z. B. sofortige Einarbeitung von Gülle), Maßnahmen emissionsarmer Lagerung von Düngemitteln, Kofermentierung von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen und gasdichte Lagerung der Gärreste;“ &lt;br /&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Mit moderner Landtechnik werden eine sachgerechte Bedarfsermittlung und effiziente Ausbringungsmethoden (z.B.Schleppschlauch oder sofortige Einarbeitung von Gülle) schon jetzt gewährleistet. Kontrollsysteme wie Cross-Compliance sichern die Einhaltung der zahlreichen Bestimmungen. Die Flächenbindung würde das Ende vieler kleinerer Betriebe bedeuten, die aufgrund mangelnder Flächen in die Veredlung investiert haben. Die Frage der ordnungsgemäßen Düngung mit Wirtschaftdünger ist nicht eine Frage der Betriebsgröße, sondern der Verteilung und vernünftiger Kooperation mit anderen Betrieben.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Ziel soll es weiterhin sein: &lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 “Transparenz beim Einkauf für Verbraucherinnen und Verbraucher herzustellen, um die Grundlage dafür zu schaffen, klimaschonend, nachhaltig und sozial verantwortungsvoll einkaufen zu können. Dazu müssen: a) Zertifizierungs- und Kennzeichnungssysteme entwickelt werden, die die Klimabilanz von Produkten deutlich machen;“ &lt;br /&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Nach deutschem und EU-Biosiegel, blauem Engel, grünen Punkt usw. darf es noch ein weiteres neues Label sein? Es ist sehr zweifelhaft, ob noch mehr Kennzeichnungssysteme die Verbraucher erhellen oder doch eher zusätzlich verwirren.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 b) Kosten für Schäden, die insbesondere an der Umwelt entstehen, müssen dem Produkt stärker angelastet und Verbraucherinnen und Verbrauchern der eigentliche Produktpreis einschließlich des jeweiligen ökologischen Rucksacks transparent gemacht werden. Hier sind geeignete Instrumente zu entwickeln, die eine Internalisierung dieser, bisher der Gesellschaft angelasteten Kosten in den Produktpreis gewährleisten können; &lt;br /&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wie weit soll das noch gehen? Wir reden von Lebensmitteln: Was ist mit dem Wildschwein, das bei der Jagd im Wald geschossen und anschließend zum Verzehr angeboten wird? Muss der Jäger dafür auch die Kosten übernehmen, weil das Wildschwein im Wald auch Sauerstoff verbraucht und CO2 produziert hat, bevor es irgendwo auf dem Teller landet?&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 c) die breite Öffentlichkeit über den Einfluss der Ernährung auf das Weltklima und die Handlungsalternativen des Einzelnen aufgeklärt werden; &lt;br /&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wenn das erfolgt, ist es in jedem Falle wünschenswert, die vollständige Faktenlage zu veröffentlichen. Dazu sind eine Versachlichung der Diskussion und die Orientierung an wissenschaftlichen Fakten erforderlich. Diese müssen jedoch teilweise erst noch geschaffen werden. Außerdem müssen in diese Diskussion unbedingt andere Bereiche, wie Autoverkehr oder Flugreisen einbezogen werden. In diesen Sektoren dürfte es vergleichsweise leichter sein, CO2 einzusparen als in der Landwirtschaft.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 d) Anreize für einen Konsum geschaffen werden, der stärkere Akzente auf pflanzliche und weniger auf tierische Lebensmittel setzt sowie die Vorzüge von regionalen Erzeugnissen und saisonalem Obst und Gemüse aus Freilandanbau anerkennt. &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Das Unternehmen REWE hat den CO2-Fußabdruck von Kartoffeln berechnet und ist zu dem Schluss gekommen, dass der „PCF“ (Product-Carbon-Footprint) am niedrigsten ist, wenn Kartoffeln nur noch auf den besten Kartoffelböden Norddeutschlands angebaut werden, anstatt z.B. in Bayern. Regionalität um jeden Preis ist aus Klimaaspekten nicht sinnvoll!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Außerdem darf es nicht das Ziel sein, tierische Lebensmittel zu verteufeln. Diese Gefahr besteht jedoch, wenn die Diskussion so weitergeführt wird. Lebensmittel tierischer Herkunft sind essentiell für eine ausgewogene Ernährung.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Fazit&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Der SPD Antrag Klimawandel und Landwirtschaft geht für die Landwirtschaft in die falsche Richtung. Mit immer mehr Kontrollen, Vorschriften, Zertifizierungen und Dokumentationen wird die Landwirtschaft immer stärker in ein Bürokratiekorsett gepresst. Das Vertrauen auf das Können und die Verantwortung des einzelnen Bauern ist nicht zu erkennen. Ideologischer Zeitgeist verdrängt Zusehens wissenschaftliche Erkenntnisse.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Trockenlegung von Sümpfen und Rodung von Urwald wird der Klimabilanz der deutschen Landwirtschaft angerechnet. Aber die Trockenlegung von Mooren oder die Umwandlung von Wald sind faktisch seit Jahren in Deutschland nicht mehr möglich. Aber, die Rodung von riesigen Urwäldern zur Palmölgewinnung und die Entstehung von Maismonokulturen in einigen Regionen Deutschlands, haben ihren Ursprung in der falschen und überhöhten Förderung von nachwachsenden Rohstoffen in Deutschland. Diese wurden in einer Zeit beschlossen, als die SPD regierte oder mitregierte.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Etwas mehr bäuerliche Gelassenheit, etwas mehr Vertrauen in die eigenen Bauern, viel weniger Ideologie und mehr belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse würden sowohl dem Klima, als auch der Landwirtschaft gut tun. Die ISN bietet hier sowohl der SPD als auch den anderen Parteien ihre Mitarbeit an.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/th_heinrich_mgv_2009.jpg&quot; alt=&quot;Heinrich Dierkes&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 08 Jul 2010 10:27:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_114065.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>&quot;Deutsche Luxussorgen&quot; - Gastkommentar von Michael Miersch, WELT ONLINE</title>
           <link>http://www.schweine.net/deutsche_luxussorgen__gastkommentar_von.html</link>
           <description>Was ist eigentlich ein Umweltskandal? Man sollte meinen, die Antwort sei klar: Wenn eine Firma oder ein Regierung aus Schlamperei oder willentlich etwas verursacht, was Pflanzen, Tieren oder Menschen schadet.Doch in Deutschland gelten andere Maßstäbe.Greenpeace veranstaltet großes Getöse um 0,1 Prozent Genmais, der im Saatgut einer norddeutschen Firma enthalten ist. Die Körner wurden in mehreren Bundesländern von den Landwirten ausgesät. &lt;br /&gt;
Quelle: WELT ONLINE</description>
           <pubDate>Tue, 22 Jun 2010 10:07:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113962.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>&quot;Schwacher Euro: Chance für deutschen Schweinemarkt!&quot; - Kommentar von Gerhard Harms, ISN-Beiratsmitglied</title>
           <link>http://www.schweine.net/schwacher_euro_chance_fuer_deutschen_schweinemarkt.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Deutschland ist Exportweltmeister. Das gilt nicht nur für Autos und andere Maschinen, sondern auch für Agrarprodukte und insbesondere für Schweinefleisch. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Mit einem Selbstversorgungsgrad von rund 110% sind die deutschen Schweinehalter zunehmend auf den Export angewiesen. Der Exportanteil bei vielen Schlachtunternehmen liegt inzwischen schon bei ca. 50%.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die europäischen Exporteure profitieren insgesamt derzeit sehr stark von der Schwäche des Euros. Dies gilt nicht nur für die verschiedenen Industriegüter, sondern gerade auch für den Fleischbereich. Und natürlich auch für den Exportweltmeister Deutschland. Am Montag, dem 07.06.2010, verzeichnete der Euro mit einem Kurs von unter 1,19 $/€ ein Rekordtief: es war der niedrigste Wert seit 4 Jahren. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Dass dies jedoch ein enormer wirtschaftlicher Vorteil ist, zeigt eine Meldung aus den USA: Die amerikanischen Farmer sind äußerst besorgt, dass die EU-Staaten aufgrund des schwachen Euros ihre Agrarausfuhren erhöhen und US-Lieferungen nach Europa und in andere Exportmärkte unter Druck geraten könnten.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Diese Sorge ist sicher nicht unberechtigt, denn die EU-Exporteure finden durch die Verbilligung ihrer Ware leichter Käufer auf ihren Zielmärkten. Dies gelte ganz besonders für Schweinefleisch, hieß es in der Mitteilung aus den USA. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Jetzt sind die deutschen Schlachtbetriebe gefordert, diese besseren Exportchancen zu nutzen und die höheren Verkaufspreise an die Schweinehalter weiterzugeben. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Schließlich hat die Bundesregierung Vorarbeit geleistet und viele Veterinärabkommen mit diversen Drittländern auf den Weg gebracht, von denen die hiesigen Schlachtunternehmen nicht nur mengenmäßig, sondern auch finanziell profitieren können.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Was ist faul im Staate Dänemark - oder doch in Deutschland?&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;In letzter Zeit waren die Preise für deutsche Schweinehalter nicht wirklich zufriedenstellend. Krönung der Preisentwicklung war die Kalenderwoche 19. In dieser Schlachtwoche erfolgte ein Anstieg des Preises in Dänemark, während der Preis in Deutschland unverändert blieb. Die Folge war, dass die dänische Notierung erstmals die deutsche Notierung überholte. Zwar zunächst „nur“ um einen Cent, aber der nächste Schlag folgte umgehend: In der Woche darauf vergrößerte sich der Preisabstand auf sogar zwei Cent und das trotz eines Preisanstieges in Deutschland.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die höheren Preisanstiege in Dänemark sind zum Teil auf die in den letzten Monaten verbesserten Exportbedingungen auf den Drittlandsmärkten durch den schwächelnden Euro/dänische Krone. zurückzuführen. Außerdem erhöhten die dänischen Schweinehalter in den letzten Jahren den Druck auf die Schlachtunternehmen, indem sie die Lebendexporte von Schlachtschweinen insbesondere nach Deutschland erhöhten, bis dato aufgrund des besseren Preises. So wurden die Schlachtunternehmen in Dänemark gezwungen höhere Preise zu zahlen um ihre Schlachthaken auszulasten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Es stellt sich die Frage, wo der Vorteil unserer wettbewerbsorientierten Schlachtbranche im Vergleich zu der dänischen Monopolstellung von „Danish Crown“ liegt, wenn wir am Ende niedrigere Erzeugerpreise als unsere Nachbarn im Norden haben? &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;In Deutschland ist ein weiterer Preisanstieg dringend nötig. Das rege Interesse der Schlachtunternehmen an schlachtreifen Schweinen spricht eine eindeutige Sprache: Der Absatz ist da! Und das muss sich auch in einem deutlichen Preisanstieg niederschlagen, denn das derzeitige Preisniveau gefährdet langfristig die deutsche Schweinehaltung. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Es ist Zeit, dass die Schlachter auch Ihr „Herz für Erzeuger“ wiederentdecken und uns ein ordentliches Stück vom Export-Kuchen abgeben! &lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/personen/th_gerhard_harms_2.jpg&quot; alt=&quot;Gerhard Harms&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Tue, 08 Jun 2010 14:57:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113877.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>Tönnies: Klassifizierung in Rheda-Wiedenbrück nur noch mit Auto-FOM – Schweinehaltern drohen finanzielle Einbußen - Kommentar von ISN-Vorstandsmitglied Christian Schulze Bremer</title>
           <link>http://www.schweine.net/toennies_klassifizierung_in_rhedawiedenbrueck_nur.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Ab dem heutigen Tage erfolgt im Hause Tönnies, genauer im Schlachtbetrieb Rheda-Wiedenbrück (Reisinger), die Abrechnung von Schlachtschweinen nicht mehr nach der FOM-Klassifizierung. Alle Schweine werden ab dem heutigen Tage nur noch nach den Werten der Auto-FOM-Klassifizierung abgerechnet. Die anderen Tönnies-Schlachtbetriebe in Sögel und Weißenfels sind von dieser Änderung zunächst nicht betroffen. Dort wird es weiterhin die Wahlmöglichkeit für beide Klassifizierungsverfahren geben.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Diese Einschränkung der Wahlmöglichkeit bei der Schlachtschweinevermarktung an den Branchenriesen Tönnies kann viele Mäster, die bisher das FOM-Klassifizierungsverfahren gewählt haben, finanziell stark benachteiligen. Es ist nun mal eine Tatsache, dass bestimmte Herkünfte oder Partien bei FOM durchaus mehr als einen Euro besser als bei der Abrechnung nach Auto-FOM abschneiden!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Um nicht zu hohe finanzielle Einbußen zu haben, werden diese Betriebe künftig an einen anderen Schlachthof vermarkten, der auch weiterhin eine Bezahlung nach FOM-Kriterien anbietet. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Oder der Betrieb kann versuchen, verschiedene Faktoren, wie die Fütterung, Herkunft oder Schlachtgewicht zu optimieren. Da die Schweinehalter hier aber in der Regel schon an allen Schrauben gedreht haben, oder eine Verbesserung nur mit erheblichem Mehraufwand möglich ist, werden diese Schlachtschweine ab heute wohl an einen anderen Schlachthof gehen. Auch kann nicht einfach von heute auf morgen die Herkunft der Sauenherde oder der Besamungseber auf eine „AutoFOM-taugliche“ Genetik getauscht werden. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Als ob diese Vorgehensweise an sich nicht schon zweifelhaft genug ist, reibt sich der verdutzte Schweinehalter noch die Augen und fragt sich berechtigterweise: Wieso wird die Abrechnung nach FOM so plötzlich eingestellt? Die Betriebe benötigen definitiv mehr Zeit um sich an die neue Situation anzupassen. Man hätte das auch einige Monate im Voraus bekannt geben können. Oder besser: Wieso wurde mit diesem Schritt, sofern er denn überhaupt erforderlich ist, nicht bis zur ohnehin anstehenden Anpassung der Klassifizierungsformeln gewartet? Wieso diese Eile?&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Fakt ist, es liegt im Ermessen eines jeden einzelnen Schweinemästers, wie er darauf in aller Kürze reagiert. Entweder man vermarktet seine Schweine nach Auto-FOM bei Tönnies und nimmt gegebenenfalls finanzielle Nachteile in Kauf oder sucht sich einen anderen Schlachtbetrieb. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Bereits in der Vergangenheit hat ein anderes Schlachtunternehmen einen ähnlichen Versuch zur Streichung der Wahlmöglichkeit unternommen, hat diesen dann jedoch wieder zurückgezogen, um auch weiterhin an ausreichende Mengen von Schlachtschweinen zu kommen. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die ISN steht für freien Markt! Aber die viel gepriesene faire Partnerschaft zwischen Schlachtunternehmen und Landwirtschaft sieht anders aus!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/th_christian_klein.jpg&quot; alt=&quot;Christian Schulze Bremer&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Tue, 25 May 2010 13:23:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113782.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>&quot;Veredlung nicht ausbremsen&quot; - Gastkommentar von Dr. Karl-Heinz Tölle, Chefredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes Westfalen Lippe</title>
           <link>http://www.schweine.net/veredlung_nicht_ausbremsen__gastkommentar_von_dr..html</link>
           <description>&lt;p&gt;Trotz starker Konkurrenz kann sich die Schweineproduktion in Deutschland behaupten. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Mittlerweile werden jährlich 56 Mio. Schweine in Deutschland geschlachtet. Der Selbstversorgungsgrad liegt um 110 %. Trotz Halbierung der Zahl der Schweinehalter in den vergangenen 10 Jahren, wurde die Anzahl der gehaltenen Schweine um 3,3%gesteigert. Und das, obwohl den deutschen Schweinehaltern schon viele Jahre attestiert wird, dass sie zu teuer produzieren und deshalb mit den Kollegen aus anderen Ländern nicht mithalten können. Die Realität beweist, so schlecht läuft es in den deutschen Ställen wohl doch nicht.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;In der Veredlungsbranche wird der Produktionszuwachs als Erfolgsgeschichte gefeiert –und auf das Erreichte kann man auch zu Recht stolz sein. Noch größer ist der Erfolg einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass die Nachbarländer ihre Produktion reduzieren mussten. Voraussetzung für diese Entwicklung sind gute Rahmenbedingungen hinsichtlich der Infrastruktur (Beratung, Betriebsmittel und Absatzmöglichkeiten). Ebenso entscheidend sind rechtliche Rahmenbedingungen im Vergleich zu den anderen EU-Staaten. Die 1 : 1-Umsetzung von EU-Regelungen ist maßgeblich für die Konkurrenzfähigkeit.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Hoffen wir, dass zusätzliche Auflagen ausbleiben, denn sie sind kontraproduktiv. Allerdings darf bei der Diskussion nicht verschwiegen werden, dass die Schweinehalterextreme Preistäler durchschreiten mussten –viele Betriebe waren gezwungen auszusteigen, weil sich finanziell nichts mehr drehte. Andere haben investiert, große Ställe gebaut und sind Risiken eingegangen. Letztendlich hat sich die Branche jedoch immer wieder am eigenen Schopf aus der Misere gezogen, auch ohne Subventionierung.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Mittlerweile fordern einige Gruppierungen die Abkehr von der intensiven Landwirtschaft und „Massentierhaltung“. Aber was ist die Alternative? Kann man die strukturellen Entwicklungen aufhalten? Ist eine grundsätzliche flächendeckende Reform der Veredlung hin zu einer ökologischen Tierhaltung sinnvoll? Wohl kaum, aber auch technisch wäre sie nicht realisierbar. Nicht einmal die bestehenden Biobetriebe wären froh darüber, wenn größere Mengen an Bioprodukten den Markt überschwemmten, ohne dass der Markt dafür da wäre. Die Veredlung in diese Richtung zu drängen, würde bedeuten, am Markt vorbei zu produzieren. Ein erbitterter Preiskampf in der Biobranche wäre die Folge. Anders sähe es aus, wenn der Markt diese Produkte verstärkt forderte. Dann aber wären keine gesetzlichen Regeln notwendig, denn wenn der Verbraucher eine Produktionsausrichtung will – und dieses auch an der Ladentheke honoriert – werden sich die Betriebe darauf einstellen. Höhere Auflagen zum gleichen Preis sind nicht akzeptabel. Lassen wir Verbraucher und Landwirt entscheiden, wo die Reise hingeht, eine Bevormundung darf nicht hingenommen werden. Auch wenn vielleicht zusätzliche rechtliche Auflagen im Bereich des Tier- und des Umweltschutzes mit dem Ziel gefordert werden, bestimmte Strukturen zu erhalten, erreichen sie oft das Gegenteil. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Zusätzliche Vorschriften treffen besonders die kleineren Betriebe, die vor kaum lösbare finanzielle Aufgaben gestellt werden und oftmals deshalb aus der Produktion aussteigen. Die bestehenden gesetzlichen Vorgaben zur Tierhaltung reichen völlig aus. Wer sich einmal die Historie der Tierhaltung ansieht, wird feststellen, dass die Einheiten zwar größer geworden sind, die Haltungsbedingungen und die Umweltmaßnahmen aber stetig verbessert wurden. Kritiker sprechen von Massentierhaltung – doch was ist denn das? Ein Betrieb mit 3000, 2000, 1000 oder gar nur 100 Mastplätzen? Der Begriff allein ist völliger Unsinn. Nicht zu bestreiten ist, dass die Veredlungshochburgen immer voller werden. Dabei geht es nicht nur um das Schwein, sondern auch um andere Tierhaltungen, aber auch um Biogas. Da scheint es normal, dass unterschiedliche Ansichten zwischen den Berufskollegen und auch zur übrigen Landbevölkerung auftreten, wenn es um neue Stallbauten geht. Wenn die Konzentration in einzelnen Orten über das Ziel hinausschießt, muss regulierend eingegriffen werden, es darf aber nicht die gesamte Veredlung dafür herhalten. In der Regel lassen sich Differenzen jedoch vernünftig ausräumen. Schwierig wird es, wenn Ideologie ins Spiel kommt. Dabei ist zu beachten, dass sich nicht nur betroffene Personen in Bürgerinitiativen engagieren – was erklärbar wäre, sondern immer mehr auch Personen und Organisationen, welche Stallanlagen grundsätzlich verhindern wollen. Besonders deutlich wird es daran, dass gerade in Gebieten in denen noch Platz für Tierhaltung wäre, der Widerstand am größten ist. Vorstellungen, den Schweinemarkt zu retten, indem der Selbstversorgungsgrad wieder auf unter 100 % heruntergefahren wird, sind nicht realistisch. Wir befinden uns in einem globalen Markt, in dem auch bei nicht vollständiger Selbstversorgung exportiert und gleichzeitig importiert werden muss. Wer will einem Autobauer wie VW sagen, er solle seine Produktion reduzieren, nur weil seine Autos nicht alle in Deutschland gefahren werden können? &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Was festzuhalten bleibt: &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Veredlung in Deutschland ist erfolgreich. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Zusatzauflagen bremsen die Entwicklung.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Nur „Bioproduktion“ funktioniert nicht.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Der Markt und die Bauern entscheiden.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Fehlentwicklungen sind zu regulieren.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Nachbarn sollten „mitgenommen“ werden.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Bauern brauchen eine zuverlässige Politik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Kommentar erschien im Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe (16/2010).&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/personen/th_dr.karlheinz_toelle.jpg&quot; alt=&quot;Dr. Karl-Heinz Tölle&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Tue, 11 May 2010 10:06:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113694.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>&quot;Veredlungs- und Futterbaubetriebe im Wettbewerb mit erneuerbaren Energien&quot;- Gastkommentar von Peter Spandau, Landwirtschaftskammer NRW</title>
           <link>http://www.schweine.net/veredlungs_und_futterbaubetriebe_im_wettbewerb_mit.html</link>
           <description>Landwirtschaftliche Veredlungsbetriebe befinden sich aktuell in gewissen Zwängen. Die Betriebe müssen aus verschiedenen Gründen wachsen, z.B. zur Einkommenssicherung und –Verbesserung, zur Standortsicherung um regional und international konkurrenzfähig zu bleiben und letztlich zur Verbesserung des Sozialstatus, etwa durch Mitarbeiter. &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die stetig sinkenden Erzeugerpreise zwingen auch die Schweinehalter zur Kostensenkung durch Rationalisierung. Die kann durch eine Erhöhung der Technisierung erreicht werden und bedeutet auch Arbeitszeitersparnis, die auch die Erweiterung des Bestandes ermöglicht.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Spätestens an dieser Stelle wird jedoch das Dilemma deutlich, denn die Bestandserweiterung führt zu einer Mehrproduktion, die wiederum sinkende Erzeugerpreise mit sich bringt. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Betriebe in den Veredlungsregionen entwickeln sich weiter, indem sie entweder ihre spezialisierten Betriebszweige (Mast bzw. Ferkelproduktion) ausbauen, oder aber die Produktionskette schließen, d.h. ins geschlossene System gehen. Die klassische Betriebsentwicklung kann aber auch die Diversifizierung des Betriebes (z.B. Kombination von Schweinehaltung und Geflügelhaltung) heißen. Biogas und Photovoltaik haben sich unterdessen vielfach als „energetische Standbeine“ etabliert.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Fläche als Standortfaktor&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Fläche als Standortfaktor muss aus verschiedenen Aspekten betrachtet werden. Erstens umweltrechtlich, im Hinblick auf die Nährstoffverwertung. Außerdem steuerrechtlich: Hier ist die Abgrenzung zum Gewerbe besonders bei Schweinen &amp; Geflügel relevant! Nicht zuletzt auch produktionstechnisch, als Futterfläche bzw. Substratfläche für Biogas!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Mögliche Pachtpreise in Abhängigkeit eines Getreidepreises von 11,00 EUR/dt bis 15,00 EUR /dt liegen bei Grenzkostenbetrachtung zwischen 350 und 560 EUR. Nimmt man einen Pachtpreis von 500 EUR/ha an, kommt man in der Schweinemast auf Kostenbelastungen von 2,00 EUR/MS. Für einem 1.490er Maststall, entstehen so rund 8.200 €/zusätzliche Kosten. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Während Pachtpreise jenseits der 400 Euro je ha die Schweineproduktion schon mit zusätzlichen Kosten belasten, reicht die derzeitige Stromvergütung des EEG für Biogasanlagen aus, um Pachtpreise in Größenordungen von 600 bis 700 Euro je ha zu ermöglichen, ohne die eigentliche Stromproduktion kostenseitig zu belasten.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Für wie viele Betriebe reichen 1.000 ha?&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;In der Schweinemast besteht ein Flächenbedarf von 0,05 ha je Schweinemastplatz. 1.000 ha würden für 20.000 Mastplätze ausreichen, das entspräche 4 Betrieben mit 8,0 AK! In der Ferkelerzeugung liegt der Flächenbedarf bei 0,2 ha je Sau incl. Ferkelaufzucht. Dementsprechend bieten 1.000 ha Platz für 5.000 Sauen in 12 Betrieben mit insgesamt bis zu 25 AK! &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Stellt man dies dem Flächenbedarf einer Biogasanlage gegenüber, sieht man das vergleichsweise ungünstige Verhältnis von 0,4 ha je kW el. installierte Leistung. Für eine installierte Leistung von 2,5 MW benötigt man dementsprechend 4 AK in 2 Betrieben!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Bioenergie – Fluch oder Chance ?&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Betriebliches Wachstum in der Schweine- und Geflügelhaltung ist nur noch für überdurchschnittliche Betriebsleiter möglich! Insbesondere der Flächenbedarf verursacht überproportional hohe Kosten, die eine gute Rendite in vielen Fällen schwer machen! Im Bereich erneuerbarer Energien bietet die Biogasproduktion nach der EEG-Novelle einzelbetrieblich eine gute Chance auf hohe Kapitalverzinsung und Arbeitseinkommen!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Der enorm hohe Flächenbedarf von Biogasanlagen führt mittlerweile aber auch in weniger veredlungsintensiven Regionen zu Pachtpreisen, die für Tierhalter “kaum noch“ bis “nicht mehr“ zahlbar sind!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Einzelbetrieblich muss in vielen Fällen die Entscheidung zugunsten von Biogas fallen, gesamtwirtschaftlich wird dies zu einem noch schnelleren Strukturwandel mit Verlust von landwirtschaftlichen Arbeitsplätzen führen! Eine “intelligente“ EEG-Novellierung mit besseren Ausgleichsmechanismen zwischen Energie- und Nahrungsmittelproduktion ist im Interesse einer nachhaltigen Agrarstruktur dringend erforderlich! &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/th_spandau.jpg&quot; alt=&quot;Peter Spandau&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Mon, 26 Apr 2010 10:43:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113586.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>&quot;Zündstoff&quot; - Gastkommentar zu erneuerbaren Energien von Dagmar Behme, Redakteurin der agrarzeitung</title>
           <link>http://www.schweine.net/zuendstoff__gastkommentar_zu_erneuerbaren_energien.html</link>
           <description>Erneuerbare Energien sind in Deutschland beliebt. Die zunehmende Verwendung vermittelt das Gefühl, dem Klima etwas Gutes zu tun. Dafür zeigt sich die Mehrheit der Bundesbürger sogar bereit, Geld zu zahlen - zumindest in Meinungsumfragen. Seit dieser Woche wissen die Deutschen jedoch schwarz auf weiß, wie teuer das gute Gewissen sie zu stehen kommt. Etwa 4,6 Milliarden Euro zahlen sie jährlich dafür, dass über das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG der Ausbau der Stromerzeugung aus regenerativen Energien gefördert wird. Hinzu kommt übrigens noch einmal etwa der gleiche Betrag, den Bundesbürger an der Tankstelle für die Zwangsbeimischung von Biokraftstoffen zahlen. Das war diese Woche allerdings kein Thema.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Unter der Oberfläche brodelt es jedenfalls. Höhere Stromrechnungen und steigende Benzinpreise verärgern die Menschen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen versucht zwar, den Betrag kleinzurechnen. Für Strom seien es für einen durchschnittlichen Haushalt lediglich 6 Euro im Monat, beruhigt der oberste amtliche Klimaschützer. An der Tanksäule hört jedoch erfahrungsgemäß die Großzügigkeit auf. Immerhin verteuert die Beimischung den Sprit um fast 5 Cent pro Liter. Die Stimmung jenseits der Umfragen offenbart das Internet mit überwiegend wütenden Leserkommentaren, wenn es um die stetige Erhöhung der Strom- und Benzinpreise geht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 In der Agrarwirtschaft sorgen die erneuerbaren Energien ebenfalls für Zündstoff. Allerdings scheuen auch hier die Kritiker des subventionierten Ausbaus eher die Öffentlichkeit. Immerhin fließt ein Großteil der Förderung für erneuerbare Energien auf direktem oder indirektem Weg in die Landwirtschaft. Wer den Sinn der Subventionen anzweifelt, wird schnell als Neider disqualifiziert. Neid ist aber möglicherweise gar nicht angesagt, wenn bei einem Biogasbauern zwar die Umsätze sprudeln, diese aber mit millionenschweren Investitionen in Beton erkauft worden sind. Ärger entsteht vielmehr dann, wenn die Pachtpreise für die begehrten Agrarflächen steigen - und das nicht nur für die Erzeuger von Bioenergie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Viel Beton abschreiben müssen bereits die Investoren, die sich dem Traum einer dezentralen Versorgung mit Biokraftstoffen hingegeben haben. Die Vision, dass der landwirtschaftliche Betrieb quasi als Selbstversorger seinen Sprit selbst erzeugt, ist gescheitert. Stattdessen ist in der Biokraftstoffbranche Konsolidierung angesagt. Wenige große Hersteller mit Anlagen an logistisch günstigen Standorten werden übrig bleiben. Sie werden sich auch im Rohstoffbezug an den preiswertesten Herkünften orientieren. Umfangreiche Importe sind erforderlich, wenn Deutschland und andere EU-Länder an den ehrgeizigen Ausbauzielen für Biokraftstoffe festhalten. Daran ändern auch die Anforderungen an eine nachhaltige Erzeugung nichts. Sie sind allenfalls ein weiterer Preistreiber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kommentar erschien am 26. März 2010 unter www.agrarzeitung.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/bilder_ueberordner/th_behme_dagmar.jpg&quot; alt=&quot;Dagmar Behme&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 01 Apr 2010 10:10:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113445.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>&quot;Sondersteuer auf &quot;ungesunde&quot; Lebensmittel – ein neuer Versuch uns zu erziehen?&quot; -  Kommentar von Lena Agethen, Junge ISN Sprecherteam</title>
           <link>http://www.schweine.net/keine_sondersteuer_auf_vermeintlich_ungesunde_lebe.html</link>
           <description> „Politik ist die Kunst, stets neue Gründe für neue Steuern zu entdecken“, Helmar Nahr &lt;br /&gt;
 &lt;p&gt;Wie wahr.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Der Bündnis 90/Die Grünen-Politiker Boris Palmer forderte unlängst, die Umsatzsteuer von 7 % auf 19 % für nach seiner Ansicht ungesunde Lebensmittel anzuheben. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Für das scheinbar gesunde Schulessen solle ein geringer Steuersatz in Höhe von 7 % gelten und für „alles was sich hinter Fastfood verbirgt“, der 19 %-ige Mehrwertsteuersatz. Auch Frau Aigner haut in diese Kerbe mit den Worten: „dies ist eine von vielen Ungereimtheiten im Mehrwertsteuersystem“. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die bestehenden Widersprüche bei der Umsatzsteuer müssen insgesamt gelöst werden. Eine Differenzierung des Mehrwertsteuersatzes für Lebensmittel zur Finanzierung der Schulernährung, ist jedoch eindeutig der falsche Weg. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Schon jetzt sind manche Steuern nicht nachvollziehbar: Werden wir doch grundsätzlich bei McDonalds an der Theke gefragt „zum Mitnehmen oder hier essen“? Dahinter versteckt sich nicht die Frage nach der besten Verpackung für unseren Lieblingsburger, sondern schlicht die Höhe des Steuersatzes. Obwohl aus derselben Friteuse stammend, gilt für unsere Pommes im Haus der höhere Gastronomiesteuersatz von 19% und zum Außer-Haus-Verzehr der niedrigere Steuersatz von 7%. Denn dann handelt es sich um den Kauf von Lebensmitteln.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wer behält bei den ganzen Differenzierungen innerhalb des Umsatzsteuerrechts noch den Überblick? Was dabei heraus kommt sehen wir doch gerade aktuell bei den Hotelübernachtungen: Für die Übernachtung werden 7% geltend gemacht für das Frühstück 19%, soll bei dem Frühstück dann nun noch mal unterschieden werden? Was kommt als nächstes – womöglich noch verschiedene Steuersätze für Bio-Lebensmittel und konventionell hergestellte Lebensmittel?&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Und wer soll bestimmen, was gesunde und ungesunde Lebensmittel sind? Würde man z. B. die von Bündnis 90 /Die Grünen geforderte Nährwert-Ampel als Maßstab nehmen, bekämen beispielsweise Fruchtsäfte, Müsli oder Lachs einen roten Punkt, würden als ungesund abgestempelt und müssten nach den Vorstellungen von Bündnis 90 /Die Grünen mit einer „Sondersteuer“ belegt werden. Das ist aus unserer Sicht ernährungspolitischer Unsinn &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wo fängt gesund an und wo hört es auf? Ist nicht schon immer alles eine Frage des richtigen Maßes gewesen? &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Denn im umgekehrten Fall kann jedes noch so gesunde Lebensmittel ungesund werden, wenn zuviel davon verzehrt wird. Sogar Wasser kann für den menschlichen Körper in rauen Mengen ein Bedrohung werden, und das obwohl es doch essentiell für uns ist.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Außerdem würden in Zeiten von Schinken- und Käseimitaten diese neue Regelung sicher auch wieder zahlreiche Täuschungsmöglichkeiten für „windige Geschäftemacher“ bieten.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wir Schweinehalter lehnen eine derartige „Sondersteuer“ ab. Das ist nichts anderes als eine Abwertung unserer Land- und Ernährungswirtschaft, denn damit werden bestimmte Lebensmittel von einigen Politikern in die „Schmuddelecke“ gerückt.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wie schön wäre es, zur Abwechslung mal auf die Eigenverantwortlichkeit der Menschen zu setzen und das ewige Erziehen zu lassen!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/bilder_ueberordner/junge_isn/th_agethen.jpg&quot; alt=&quot;Agethen&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 18 Mar 2010 08:34:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113359.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>&quot;Den großen Stromkonzernen die rote Karte zeigen!&quot;- Kommentar von Andreas Stärk, ISW-Geschäftsführer</title>
           <link>http://www.schweine.net/rote_karte_fuer_die_grossen_stromkonzerne_kommenta.html</link>
           <description>ISN kritisiert &quot;Freibeuterei&quot; der Stromkonzerne &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;20 Milliarden in drei Jahren – das ist der Gewinn von RWE. Ähnliche Gewinne erwirtschaften auch die anderen drei Energieriesen E.ON, Vattenfall und EnBW. Zusammen haben die vier Konzerne alleine in den Jahren 2002 bis 2008 rund 100 Milliarden Euro Gewinn gemacht.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Es spricht sicherlich nichts dagegen, wenn große Konzerne gut verdienen. Exorbitante Kapitalrenditen im Energiesektor sind jedoch problematisch, wenn sie auf monopolartigen Märkten erwirtschaftet werden. Das entzieht der Wirtschaft Wettbewerbsfähigkeit und den Verbrauchern Kaufkraft.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Auf dem deutschen Strommarkt herrscht nach wie vor kein echter Wettbewerb bei der Erzeugung von Strom. Die vier großen Stromerzeuger beherrschen den Markt. Deshalb hat man auch ein ungutes Gefühl bei der Strombörsenpreisbildung. &lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Hauptverantwortlich für den steigenden Strompreis war in den letzten Jahren die Strombeschaffung. Die Kosten der Strombeschaffung aber werden maßgeblich über die Entwicklungen an den Strombörsen beeinflusst. An den Strombörsen kann viel Geld verdient werden. Der Vorstand der RWE unter Führung von Vorstandschef Jürgen Großmann legte Ende Februar die Bilanz des Konzerns für das abgelaufen Jahr vor. Der trotz geringerer Umsätze mit fast 40 Prozent erheblich gestiegene Konzerngewinn wird insbesondere mit der preislichen Absicherung der konzerneigenen Stromproduktion begründet. So konnte der produzierte Strom aufgrund langfristiger Verträge für 70 Euro je Megawattstunde verkauft werden, während die gleiche Menge auf dem Spotmarkt bereits für 39 Euro zu haben war. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Politik will nun reagieren, die schwarz-gelbe Koalition treibt einen Gesetzesentwurf voran, der die Zerschlagung marktbeherrschender Großkonzerne ermöglichen soll. Außerdem will man den Stromhandel transparenter machen, den Stromaustausch über Staatsgrenzen hinweg fördern und auch Newcomern den Einstieg erleichtern. Es bleibt abzuwarten, was von diesen Initiativen letztlich übrig bleibt.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Was kann der Verbraucher tun? Er kann den Wettbewerb fördern, in dem er zu einem alternativen Anbieter wechselt und damit den Markt stärkt. Die ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. kooperiert mit der meistro Strom GmbH aus Ingolstadt, die bundesweit Strom für Unternehmer anbietet. Aufgrund einer schlanken und effizienten Struktur sind bei meistro Strom GmbH oftmals je nach Verbrauch, Region und bisherigem Stromversorger Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich möglich. Und zum Stichwort Klimaschutz: ISN Mitglieder können nicht nur die eigenen Stromkosten senken sondern auch ihren CO2-Ausstoß reduzieren, da der Strom von meistro aus Wasserkraft stammt und damit zu 100% CO2-frei ist.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Es liegt also auch an uns selber, auf dem Strommarkt etwas zu bewegen, denn „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Molière (1622–1673)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/personen/th_andreas_staerk_2009.jpg&quot; alt=&quot;Andreas Stärk&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Tue, 02 Mar 2010 15:10:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113245.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>Stellungnahme der ISN zum Thema &quot;Stallbauten im Landkreis Vechta&quot;</title>
           <link>http://www.schweine.net/stellungnahme_der_isn_zum_ovartikel_vom_17.02.10_k.html</link>
           <description>Mit Verwunderung hat die ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. die Aussagen vom Vechtaer Landrat Albert Focke im Rahmen der Veranstaltung „Gehen der Landwirtschaft im Kreis Vechta die Standorte aus?“ am 16.02.10 in Hausstette sowie den entsprechenden Bericht in der OV am 17.02.10 zur Kenntnis genommen. &lt;br /&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Schweinehalter sind sich ihrer Verantwortung zum Ausgleich der Interessen von Wohnen, Gewerbe und Landwirtschaft durchaus bewusst. Gerade deswegen sind sie in den letzten Jahren in erheblichem Umfang in Vorleistung gegangen. Sind es doch gerade die Schweinehalter, die in den letzten Jahren erhebliche finanzielle Beträge in die Modernisierung ihrer Ställe und die Reinigung der Abluft von Staub, Ammoniak und Geruch investiert haben. Dies betrifft nicht nur die neu gebauten Stallanlagen, sondern in vielen Fällen auch die bestehenden Ställe auf den Betrieben. Zusätzlich zu den hohen Investitionskosten für die Abluftreinigung müssen auch erheblich höhere jährliche Kosten in der Schweinehaltung in Kauf genommen werden. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die deutliche Ausweitung der Schweinehaltung in den letzten Jahren hat durch die vielfältigen Maßnahmen zur Abluftreinigung sicherlich zu einer kreisweiten Reduzierung der Emissionen geführt, ohne dass es dazu eine gesetzliche Grundlage gibt. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Schweinehalter müssen in den aufwendigen Baugenehmigungsverfahren entsprechend den geltenden gesetzlichen Grundlagen zahlreiche Auflagen erfüllen. Um zu belegen, dass keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Nachbarschaft entstehen, müssen außerdem teure Gutachten angefertigt werden, die Grundlage für die Genehmigungsverfahren sind. &lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Auch die geäußerte Problematik der Gülleverwertung stellt sich aus unserer Sicht völlig anders dar. Bereits bei der Genehmigung eines Stallneubaus muss eine ordnungsgemäße Verwertung der Gülle nachgewiesen werden. In der bundesweit gültigen Düngeverordnung wird eine pflanzengerechte Ausbringung der Gülle geregelt. Über verschiedene Firmen und Organisationen, wie beispielsweise die Naturdünger-Verwertung in Vechta, ist ein ausgeklügeltes Logistiksystem entstanden, mit dem eine sachgerechte Verteilung der Gülle auf die landwirtschaftlichen Flächen sichergestellt wird. Zusätzlich tragen die Landwirte durch eine optimale und bedarfsangepasste Fütterung der Schweine, die in der Regel über moderne Fütterungscomputer berechnet und durchgeführt wird, zu möglichst geringen Nährstoffausscheidungen der Schweine bei. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Der Landrat stellt die Schweinehalter als Sündenböcke für mögliche Konflikte mit der Bevölkerung im Landkreis pauschal an den Pranger. Gemäß dem Veranstaltungsthema sollte über die Tierhaltung gesprochen werden, was jedoch von Herrn Focke einzig auf die Schweinehaltung reduziert wurde. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Warum erwähnt Herr Focke in seiner Kritik nur die Schweinehaltung und nicht die anderen Tierarten? So gibt es in der Mastgeflügelhaltung bisher überhaupt noch keine vergleichbaren Systeme der Abluftreinigung. Und gerade in der Geflügelhaltung gibt es in zahlreichen Gemeinden Norddeutschlands, wie beispielsweise in den Landkreisen Coesfeld, Emsland oder Celle, erhebliche Brennpunkte.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Zusätzlich stellt auch der Bereich Biogas ein zunehmendes Konfliktpotential dar. Neben den zahlreichen Bauanträgen für „normale“ Biogasanlagen soll mit Zustimmung des Landkreises Vechta in Kürze von einem industriellen Betreiber eine Riesen-Biogasanlage in Lohne errichtet werden. Daher stellt sich für uns die Frage: Realisiert der Landkreis Vechta lieber ganz große Projekte mit industriellen Betreibern als mit einer breiten landwirtschaftlichen Basis?&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wie der Landrat richtig erkannt hat, hat vor allem die Tierhaltung den wirtschaftlichen Erfolg im Kreis Vechta mitgetragen. Doch um diesen Erfolg auch weiterhin sicherzustellen, müssen sich die Schweinehalter den aktuellen Erfordernissen des Marktes stellen. Nur so bleiben die hiesigen Erzeuger auf dem europäischen Markt und dem Weltmarkt wettbewerbsfähig. &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Für den Landkreis Vechta ist es sicherlich nicht dienlich, wenn unnötigerweise Konflikte zwischen Schweinehaltern, Bevölkerung, Industrie und Kommunen geschürt werden. Stattdessen sollte sich der Landkreis Vechta lieber für eine Fortsetzung des erfolgreichen und kooperativen Miteinanders aller Kreisbewohner einsetzen! Die Schweinehalter und die ISN sind jederzeit gesprächsbereit!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/bilder_ueberordner/th_isn_logo2.gif&quot; alt=&quot;Isn Logo&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 09:20:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113165.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>Achillesferse - Gastkommentar von Dr. Jürgen Struck (agrarzeitung) zur Ferkelerzeugung</title>
           <link>http://www.schweine.net/achillesferse__gastkommentar_von_dr._juergen_struc.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Die Schweinehalter in Deutschland blicken mit Zuversicht nach vorn. In der EU sinken die Schweinebestände, jedoch nicht in Deutschland. Die Schlachtunternehmen in Deutschland haben neue große Verarbeitungskapazitäten aufgebaut und werden sich um den „Rohstoff“ Schwein bemühen müssen, so die Einschätzung der Erzeuger. Mit etwa 56 Millionen Schlachtungen in Deutschland wurde 2009 ein neuer Rekordwert erreicht. Der Anteil aus deutscher Erzeugung beträgt etwa 45 Millionen Tiere. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Auf und Ab der Preise gehört zum Alltag und der rasch ablaufende Strukturwandel wird positiv angenommen. Die Unternehmer innerhalb der verbliebenen etwa 67.000 Schweine haltenden Betriebe in Deutschland investieren in einen wachsenden Markt, jedoch fast nur in Mastkapazitäten. Alles gut so weit. Doch allmählich entwickelt sich Unbehagen. Mehr und mehr rückt ins Bewusstsein, dass die Basis für die erfolgreiche Mast erodiert. Denn ohne gesunde und leistungsfähige Ferkel zu wirtschaftlichen Preisen können auch die Mäster eines Tages in Schwierigkeiten geraten. Die für die Mast erzeugten Ferkel stammen mit zunehmender Tendenz aus Dänemark und den Niederlanden. Etwa 10 Millionen Tiere waren es 2009, davon etwa 3 Millionen aus den Niederlanden und mehr als 6 Millionen aus Dänemark. Zum Vergleich: Im Jahr 2001 waren es jeweils knapp 1 Million aus jedem der beiden Länder. Sollte sich der Trend fortsetzen, können für 2015 mehr als 17 Millionen Tiere erwartet werden. Was sind die Ursachen für diese Entwicklung? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es trifft sicherlich nicht zu, dass die Ferkelerzeuger in den genannten Ländern so viel besser sind als die einheimischen. Sie passen sich den in ihren Ländern geltenden Rahmenbedingungen an. Auf Grund von Umweltvorschriften und wirtschaftlichen Nachteilen durch hohe Schlachtkosten in Dänemark ist in der Mast nicht viel zu holen. Die gestiegenen Ferkelexporte haben das Leben für die deutschen Sauenhalter in den vergangenen Jahren sehr schwer gemacht. Statt Geld zu verdienen, wurden Verluste realisiert. Viele der zumeist in kleinen Strukturen arbeitenden Betriebe sind ausgestiegen, weitere werden folgen. Mäster mit Weitsicht arbeiten daher am Aufbau eigener Strukturen für die Ferkelerzeugung – im eigenen Betrieb, aber auch gemeinschaftlich. Der betriebswirtschaftliche Vergleich eines Engagements in dem komplizierten Geschäft der Ferkelerzeugung mit der weniger aufwendigen Mastschweinehaltung ist bisher ernüchternd. Die Motivation zum Aufbau der Ferkelerzeugung in neuen Strukturen kann derzeit weniger aus wirtschaftlichen, sondern nur aus strategischen Überlegungen heraus erfolgen. Plötzliche Entwicklungen wie seuchen- oder krankheitsbedingte Exportstopps, aber auch zukünftig stark anziehende Preise für Ferkel könnten sich zur Achillesferse vieler Mastbetriebe entwickeln. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/personen/th_struck_agrarzeitung.jpg&quot; alt=&quot;Jürgen Struck&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Wed, 03 Feb 2010 14:10:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_113056.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>Politische Korrektheit als Siegel? – Gastkommentar von Gabi von der Brelie, Redakteurin Agrarpolitik, Land &amp; Forst</title>
           <link>http://www.schweine.net/politische_korrektheit_als_siegel__gastkommentar_v.html</link>
           <description>Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.
Mit dieser Weisheit warb dereinst die Hausfrau für ein liebevoll
zubereitetes Mittagsmahl am Familientisch. Es müssen paradiesische
Zustände gewesen sein, denn damals schaute noch niemand auf Kalorien
und Zusatzstoffe. Geschweige denn, dass jemand die politisch und
ökologisch korrekte Produktion der Rohstoffe und Zubereitungsart des
Menüs hinterfragt hätte.</description>
           <pubDate>Fri, 22 Jan 2010 15:39:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_112986.html</guid>
       </item>
       <item>
           <title>Das Schnitzel kein Klimasünder! - Gastkommentar von Georg Mayringer, Geschäftsführer des VÖS</title>
           <link>http://www.schweine.net/das_schnitzel_kein_klimasuender.html</link>
           <description>Das Schnitzel...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/th_georg_mayringer.jpg&quot; alt=&quot;Georg Mayringer&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Thu, 07 Jan 2010 10:53:00 +0100</pubDate>
           <guid>http://www.schweine.net/page_nr_112877.html</guid>
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       <item>
           <title>Märkte nutzen! - Kommentar des ISN-Vorsitzenden Heinrich Dierkes zum Jahreswechsel</title>
           <link>http://www.schweine.net/maerkte_nutzen__kommentar_des_isnvorsitzenden_hein.html</link>
           <description>&lt;p&gt;Die Immobilien- und Bankenkrise, die im Jahr 2008 begann, weitete sich im Jahr 2009 zu einer handfesten globalen Finanz- und Wirtschaftskrise aus, die auch die Schweinehalter erreichte. So lagen die Erzeugerpreise im Jahr 2009 um 9,5% unter dem Niveau des Vorjahres bei durchschnittlich 1,42 €/kg SG gegenüber 1,57 €/kg SG im Jahr 2008. Immerhin sind die Futterpreise auch gesunken. Für die Ferkelerzeuger sah es in diesem Jahr etwas besser aus: im Schnitt stieg der Preis je Ferkel in Niedersachsen um 11% gegenüber dem Vorjahr. Die Situation für die Sauenhalter hat sich also etwas entspannt, dennoch konnten die Verluste aus den Vorjahren nicht ausgeglichen werden. &lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Stark zugenommen haben in diesem Jahr die Exporte von Schweinefleisch ebenso wie die Exporte von Ferkeln und Schlachtschweinen nach Osteuropa. Die Lieferungen sind oftmals von politischen Entscheidungen abhängig, das zeigt sich am Beispiel von Russland, wo durch komplexe Einfuhrbestimmungen das Exportfenster oftmals nur sehr kurz geöffnet ist. Da es das langfristige Ziel der russischen Regierung ist, die Bevölkerung zu 100% selbst zu versorgen, muss man diese Potenziale jetzt nutzen, bevor es zu spät ist.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Die Exportabhängigkeit nimmt angesichts eines Selbstversorgungsgrades in Deutschland von 110% weiter zu. Deshalb ist unsere Forderung an die Politik, ihre Bemühungen zur Öffnung neuer Absatzmärkte, wie in allen Wirtschaftsbereichen, weiter zu intensivieren. Deutschlands Schweinehalter produzieren hochwertiges Schweinefleisch zu wettbewerbsfähigen Preisen, das auf Auslandsmärkten, auch Drittlandsmärkten, sehr gefragt ist. Es ist die Verantwortung der Politik Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Eigeninitiativen der Wirtschaft unterstützen. Denn wir sollten das Feld nicht den Niederlanden oder Dänemark den USA oder Brasilien überlassen.&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Wir befinden uns in einem starken Wettbewerb, sowohl mit den europäischen Nachbarn als auch mit anderen Anbietern auf dem Weltmarkt. Der Markt ist belastet, das zeigt sich beispielsweise bei den Exporten nach Russland. Die Grundstimmung ist insgesamt positiv, wir gehen optimistisch in das Jahr 2010 und hoffen, dass sich ein fairer Markt durchsetzt. Was wir dringend brauchen, ist das Ende der politischen Abhängigkeiten und gleiche, faire Rahmenbedingungen für alle Schweinehalter in der EU.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010!&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;
 &lt;p&gt;Ihr Heinrich Dierkes, ISN-Vorsitzender&lt;/p&gt;
 &lt;p&gt; &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://www.schweine.net/images/personen/th_heinrich_mgv_2009_170.jpg&quot; alt=&quot;Heinrich Dierkes&quot; /&gt;</description>
           <pubDate>Mon, 28 Dec 2009 09:08:00 +0100</pubDate>
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