Außerhalb Deutschlands sind in verschiedenen Teilen der Welt Fälle von neuerartiger Grippe aufgetreten. Die Infektion ist durch ein verändertes Schweineinfluenzavirus (H1N1) mit einer neuen genetischen Zusammensetzung verursacht worden. Die Symptome dieser Grippe sind ähnlich wie bei saisonaler Grippe, vor allem hohes Fieber, Halsschmerzen und Gliederschmerzen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dieses so genannte A/H1N1-Virus am 25.4.2009 als gesundheitliches Risiko von internationaler Bedeutung eingestuft.
Für die Bevölkerung in Deutschland wird derzeit keine allgemeine Gefährdung durch die Schweinegrippe gesehen. Es ist aber möglich, dass auch hierzulande Fälle dieser Grippe auftreten. Es ist denkbar, dass einzelne Influenzafälle durch Reisende eingeschleppt werden. Für diesen Fall haben die Gesundheitsbehörden des Bundes und der Länder bereits Maßnahmen ergriffen. Zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit und den Ländern hat das Robert Koch-Institut die bestehenden Empfehlungen zum Vorgehen in solchen Situationen an die aktuelle Situation angepasst und den Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung gestellt. Die Maßnahme-Empfehlungen sind auch auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts abrufbar.
Für Influenzaerkrankungen und den Erregernachweis besteht in Deutschland eine Meldepflicht. Die Diagnostik von Influenzaviren und des neuen Influenzavirus ist durch das Nationale Referenzzentrum für Influenza am Robert Koch-Institut gesichert.
Informationen zu persönlichen Schutzmaßnahmen bei Virusinfektionen sind in der Broschüre „Selbstverteidigung gegen Viren“ enthalten, die bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln bestellt werden kann und unter www.wir-gegen-viren.de abrufbar ist.