10.09.2010 RSS Feed

Belgische Fleischbranche setzt im Export verstärkt auf Veredlung

Belgien

Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet, wollen die belgischen Fleischverarbeiter den Export vorverpackter Ware steigern. Deutschland wird dafür aber als problematischer Markt eingeschätzt.

 

Die traditionell exportorientierte Fleischbranche Belgiens will ihre Wertschöpfung verbessern, wozu die Ausfuhr hochwertiger Teilstücke nach Osteuropa und Asien ebenso beitragen sollen, wie der Verkauf von vorverpacktem Fleisch, Convenience-Artikeln und Fleischwaren. Das betonten die Geschäftsführer der Unternehmen Westvlees, Locks, Covalis und Marmo bei einem Round Table-Gespräch des Belgian Meat-Office (BMO) deutlich.

 

BMO-Manager Rene Maillard sieht das Marktpotenzial: In einem Umkreis von 300 km können wir rund 100 Millionen Kunden bedienen. Auch Covalis-Geschäftsführer Verspeet zeigt sich optimistisch: Wir finden unseren Markt. Dieser liege aber eher nicht in Deutschland, zumindest für veredelte Produkte, da die Margen dort zu niedrig seien. Mit deutschen Discountern in Benelux und Frankreich seien aber sehr wohl added-value-Produkte umzusetzen.

 

Dennoch entfällt mit rund 650 000 t die Hälfte der Fleischausfuhren auf Deutschland, meist in Form von Schweinehälften und als Verarbeitungsfleisch. Maillard ist überzeugt: Für Belgien ist es wichtig den internationalen Markt im Blick zu haben.

 

Laut Prognosen des Schweizer Marktforschungsinstitutes Gira lag die jährliche Wachstumsrate in der Fleischwarenproduktion von 2001 bis 2007 bei 1,5 Prozent; bis 2017 dürfte die Branche pro Jahr weiter um ein Prozent zulegen. Bis 2017 werde der deutsche Fleischwarenexport besonders stark ansteigen und die 500 000 Tonnen-Marke erreichen.


Quelle: Lebensmittel Zeitung



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